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Studie: Soziale Netzwerke machen Kinder unglücklich

22.03.2018 | 13:38 Uhr |

Eine aktuelle Studie zeigt, dass vor allem Mädchen zwischen 10 und 15 Jahren durch soziale Netzwerke unglücklich werden.

In einer aktuellen Studie haben Forscher der englischen University of Essex den Zusammenhang von Wohlbefinden und der Nutzung von sozialen Medien im Alter von 10 bis 15 Jahren untersucht. Dafür befragten sie fast zehntausend Kinder und Jugendliche in einem Zeitraum von fünf Jahren.

Im Zuge der Auswertung tauchten deutliche Zusammenhänge zwischen dem Wohlbefinden und der Social-Media-Nutzung auf – jedoch nur bei den weiblichen Studienteilnehmern. Während bei den Jungen die Zufriedenheit mit höherer Nutzung von sozialen Netzwerken nicht abnimmt, ist bei den Mädchen eine deutliche Abwärtskurve zu sehen. Bei den weiblichen Studienteilnehmern, die bereits mit zehn Jahren einen Social-Media-Account hatten, nahm das Wohlbefinden im Rahmen der Langzeitstudie in den nächsten fünf Jahren deutlich ab.

In den sozialen Medien werden von Nutzern fast ausschließlich positive Ereignisse geteilt. Im Alter von zehn Jahren können sich Kinder noch nicht vorstellen, dass ihre Facebook- und Instagram-Vorbilder auch mal einen schlechten Tag haben. Da sie in den sozialen Medien nur mit Schönem und Positivem konfrontiert werden, empfinden sie ihr eigenes Leben zunehmend als langweilig oder schlecht. Daraufhin werden sie unglücklich, erklärt Studienautorin Cara Booker. Medienkompetenz könnte den Kindern helfen, sich selbst weniger unter Druck zu setzen.

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