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Studie: Ein Monat ohne Facebook macht glücklicher

01.02.2019 | 14:16 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Einen Monat lang durften die Teilnehmer einer Studie nicht Facebook nutzen. Das Ergebnis: Die Menschen fühlten sich besser.

Gönnen Sie sich eine Auszeit von Facebook. Und Sie sind danach glücklicher. Das ist zugespitzt formuliert das Ergebnis einer Studie, die untersucht, was passiert, wenn sich ein Facebook-Nutzer für einen Monat von dem sozialen Netzwerk zurückzieht, wie Techcrunch berichtet.

An der Studie nahmen 2.844 Menschen teil, die zuvor pro Tag im Durchschnitt eine Stunde auf Facebook verbrachten. Die eine Hälfte deaktivierte für einen Monat ihr Facebook-Konto, die andere Hälfte der Studienteilnehmer war die Kontrollgruppe, die ihre Facebook-Nutzung fortführte. Während des Studienmonats überwachten die Wissenschaftler, ob sich die Studienteilnehmer an das gewünschte Verhalten hielten: Also entweder auf Facebook ganz verzichteten oder es wie gewohnt weiternutzten.

Das Ergebnis: Wer sich von Facebook fern hielt, fühlte sich besser. Außerdem verbrachten die Facebook-Verweigerer insgesamt weniger Zeit online und in sozialen Netzwerken. Stattdessen verbrachten sie mehr Zeit mit Offline-Aktivitäten und mit ihren Freunden und Familienmitgliedern. Und sie schauten mehr Fernsehen.

Besonders bemerkenswert: Auch nachdem der Monat vorbei war und die Testpersonen wieder ihre Facebook-Konten nutzen durften, waren diese weniger lang auf Facebook aktiv. Anscheinend hatte der Monat Enthaltsamkeit die Augen dafür geöffnet, womit man die Zeit sonst noch verbringen kann.

Den Facebook Messenger durften die Pausierer aber auch während des Ruhe-Monats verwenden.

Die Untersuchung fand vor den US-Midterm-Wahlen 2018 statt. Dadurch, dass die Testgruppe nicht auf Facebook war, lasen diese Menschen weniger Nachrichten über aktuelle Ereignisse, sie wurden aber auch weniger stark politisch polarisiert. Das passt zu der oft geäußerten Vermutung, dass die sozialen Netzwerke oft die Nutzer aufhetzen und radikalisieren.

Sie können den 114 Seiten langen englischsprachigen Bericht zur Studie hier im PDF-Format lesen.

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