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Studie: Depression an Facebook-Posts erkennbar

18.10.2018 | 15:23 Uhr |

Anhand der Wort- und Themenwahl eines Facebook-Nutzers lässt sich erkennen, ob dieser an einer Depression leidet.

Wenn ein Mensch an einer Depression leidet oder in Kürze daran erkrankt, dann lässt sich das an seinen Beiträgen auf Facebook erkennen. Dies haben Forscher der University of Pennsylvania nachgewiesen. In einer Studie wurden die Facebook-Beiträge von 683 Patienten untersucht, die aufgrund einer Erkrankung in die Notaufnahme eingeliefert wurden. In den 500.000 Beiträgen der einverstandenen Patienten fanden die Forscher interessante Zusammenhänge zwischen den Postings und der sich ankündigenden Depression, von der 114 Teilnehmer betroffen waren.

Gut sichtbar war beispielsweise eine Zunahme der Ich-Perspektive in den Beiträgen. Auch die Themen rund um Einsamkeit und Traurigkeit waren bei depressiven Facebook-Nutzern häufiger in Postings vertreten. Körperliche Leiden wurden von den Teilnehmern im Vorfeld ebenfalls in den Fokus gerückt, es ging in ihren Beiträgen häufig um Schmerzen, Operationen, Müdigkeit und Krankheitsgefühle. Einige Teilnehmer wurden in ihren Posts zudem feindseliger. Als Resultat entwickelten die Forscher einen Algorithmus, der aus den Beiträgen eine sich anbahnende Depression ableiten kann. Dieses Programm könnte langfristig als erster Anhaltspunkt für den Hausarzt dienen. Bei großen Auffälligkeiten könnte der Arzt dann nachfragen. Einer solchen Auswertung müsste der Patient jedoch zustimmen.

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