2342931

Studie: Bitcoin-Kurs wird weiter fallen

12.04.2018 | 15:54 Uhr |

In einer aktuellen Studie prognostizieren zwei Schweizer Forscher eine anhaltende Talfahrt für den Bitcoin-Kurs.

Platzt die Bitcoin-Blase? Mit dieser Frage haben sich die beiden Professoren Spencer Wheatley und Didier Sornette in ihrer aktuellen Studie befasst. Die beiden Experten für unternehmerische Risiken an der ETH Zürich haben anhand des sogenannten Metcalfe’schen Gesetzes versucht, die weitere Entwicklung des Bitcoin-Kurses vorherzusagen. Die auf die Ermittlung des Kosten-Nutzen-Verhältnisses von Kommunikationssystemen ausgelegte Faustregel lässt sich laut den Forschern auch auf die Kryptowährung anwenden. Sie besagt, dass der Nutzen eines Systems proportional zur Anzahl der möglichen Verbindungen zwischen den Teilnehmern wächst, während die Kosten nur proportional zur Teilnehmerzahl selbst wachsen. Angewendet auf den Bitcoin wird der Marktwert der Kryptowährung laut der Studie zum Jahresende noch einmal 32 Prozent einbüßen und nur noch bei 77 Milliarden US-Dollar liegen.

Laut den Forschern liege bei den aktuellen Bitcoin-Preisen eine „beispiellose Überbewertung“ vor. Die Zahl der Menschen, die in Bitcoin investieren wollen oder die Kryptowährung für den Zahlungsverkehr nutzen, sei rückläufig. Dieser Umstand sei auch für den Preisrückgang in den vergangenen Monaten verantwortlich. In den nächsten Monaten werde der Bitcoin eine Seitwärtsbewegung hinlegen. Mit großen Kursanstiegen rechnet die Studie nicht. Die Preise für die Krytowährung sollen sich auch weiterhin nach unten bewegen, so die beiden Forscher.

In ihrer Studie haben Wheatley und Sornette außerdem untersucht, ob es sich bei der Kryptowährung um eine Blase handelt. Zur Anwendung kam dabei das so genannte „Log-Periodic Power Law Singularity“. Das Gesetz wird häufig zur Vorhersage von möglichen Zusammenbrüchen an den Finanzmärkten verwendet. Bei ihren Untersuchungen konnten die Forscher bislang vier unterschiedliche Blasenzustände bei der Bitcoin-Preisentwicklung feststellen. Den ersten Absturz gab es im Jahr 2011 im Zuge des Hacks der Bitcoin-Börse Mt. Gox, der zweite Blasenzustand folgte 2013 als das Schneeballsystem „Bitcoin Savings & Trust“ zusammenbrach. Der dritte massive Kursrückgang folgte wenig später, als die chinesische Zentralbank begann, gegen den Handel mit der Kryptowährung vorzugehen. Den aktuell letzten Blasenzustand erreichte der Bitcoin Ende des vergangenen Jahres als südkoreanische Aufsichtsbehörden drohten, den Handel mit Kryptowährungen ganz zu verbieten. Vor jedem dieser Ereignisse erlebte der Kurs einen Höhenflug und im Anschluss einen Absturz. Aktuell sei der Bitcoin-Kurs laut den Forschern auf Korrektur eingestellt. Analyst Michael Hartnett formuliert es härter , seiner Meinung nach ist der Bitcoin die größte Blase aller Zeiten und sie ist gerade dabei zu platzen.

Auch interessant : So funktioniert die Blockchain

0 Kommentare zu diesem Artikel

PC-WELT Marktplatz

2342931