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Student erschleicht sich Dozenten-Passwörter und ändert seine Noten

10.11.2017 | 16:03 Uhr |

Einem US-Studenten droht eine Haftstrafe von zehn Jahren, weil er sich Dozenten-Passwörter erschlichen hat, um Klausuren vorab einzusehen.

Die New York Times berichtet in dieser Woche von einem ungewöhnlichen Hacker-Fall an der University of Iowa. Weil der Student und Wrestler Trevor Graves seine Noten durch schlichtes Lernen nicht verbessern konnte, installierte er kurzerhand Keylogger auf den PCs in den Vorlesungsräumen und Laboren seiner Professoren und Dozenten. Da Keylogger alle Tastatureingaben speichern, kam Graves auf diese Weise an die Zugangsdaten mehrerer E-Mail- und Universitätssysteme.

Der 22-Jährige nutzte die erbeuteten Passwörter und Login-Daten anschließend, um Prüfungsfragen vorab einsehen zu können. Mit Hilfe des Keylogger-Tricks konnte sich der Student außerdem ins Notensystem seiner Universität einloggen und seine Zensuren ändern. Davon machte Graves laut dem FBI auch regen Gebrauch. Zwischen März 2015 und Dezember 2016 habe der Student mehr als 90 Mal seine Noten angepasst. Graves soll außerdem Prüfungsfragen an fünf seiner Kommilitonen weitergeleitet und auch deren Noten verbessert haben.

Der Betrug flog schließlich auf, als eine Professorin bemerkte, dass die Note, die sie Graves gegeben hatte, ohne ihr Wissen geändert worden war. Sie warnte die 250 Mitarbeiter der Universität und das FBI nahm die Ermittlungen auf. Graves drohen im Falle einer Verurteilung nun bis zu zehn Jahre Haft.  

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