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"Stop BEZOS": Politiker will Amazon-Ausbeutung stoppen

06.09.2018 | 12:55 Uhr |

Mit dem Gesetzesentwurf "Stop BEZOS" möchte der bekannte US-Senator Bernie Sanders die Ausbeutung bei Amazon beenden.

Laut CNN hat der beliebte US-Senator Bernie Sanders es sich zur Aufgabe gemacht, die Arbeitsbedingungen bei Handelsriesen wie Amazon und Walmart zu verbessern. Bevorzugtes Ziel der Kritik ist dabei das Online-Versandhaus Amazon mit dem Chef des Unternehmens Jeff Bezos, der erst vor kurzem zum reichsten Menschen der Welt wurde.

Sanders hat dazu mit seinem Kollegen Ro Khanna der Demokratischen Partei aus Kalifornien einen Gesetzesentwurf vorgestellt. Der Gesetzesentwurf trägt dabei den prägnanten Namen „Stop Bad Employers by Zeroing Out Subsidies Act“, kurz für „Stop BEZOS“.

Wohlfahrtssteuer für Großunternehmen

Der von Sanders vorgeschlagene Gesetzestext würde in den USA eine 100-prozentige Steuer auf staatliche Sozialleistungen wie Essensmarken und medizinische Leistungen vorsehen und nennt das eine „Wohlfahrtssteuer für Großunternehmen“. Gelten solle der Gesetzesentwurf für Unternehmen mit 500 Mitarbeitern und mehr. Wenn Mitarbeiter von Großkonzernen wie Amazon weiterhin auf staatliche soziale Leistungen wie Essensmarken, Schulessen- und Frühstücks-Programme, Wohngeld oder medizinische Unterstützung zurückgreifen müssen, dann sollen die Arbeitgeber dafür im kompletten Umfang besteuert werden.

Die Rechnung hierbei ist einfach. Würden Amazon und Co. ihre Voll- und Teilzeitangestellten sowie Vertragsmitarbeiter besser bezahlen, bräuchten diese keine staatlichen Sozialleistungen zu beziehen, und die Unternehmen könnten sich damit auch diese 100-prozentige Steuer einfach sparen.

Bernie Sanders hat betont, dass sich der Gesetzestext natürlich nicht nur gegen Amazon und dessen Chef Jeff Bezos richtet, der Name ist aber natürlich recht eindeutig. Sanders hat sich zudem schon des Öfteren in Interviews kritisch über den Amazon-Gründer geäußert. So machte er deutlich, dass er denke, Jeff Bezos habe sich auf dem Rücken seiner Mitarbeiter zum reichsten Menschen des Planeten küren lassen.

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