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Stille SMS: Verfassungsschutz ortet deutlich mehr Handys

07.08.2017 | 15:56 Uhr |

So viele heimliche SMS versendeten die deutschen Behörden im ersten Halbjahr 2017, um die Handys von Verdächtigen zu orten.

Der Zahl allein der vom Bundesamt für Verfassungsschutz  (BfV) versendeten "stillen SMS" hat sich im ersten Halbjahr 2017 auf etwa 130.887 und damit massiv erhöht. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor. Die kleine Anfrage zur Nutzung der "stillen SMS" stellt Andrej Hunko, Abgeordneter der Partei "Die Linke", alle sechs Monate.

Vor einem Jahr hatte die Bundesregierung mitgeteilt, der BfV habe im ersten Halbjahr 2016 exakt 71.555 stille SMS versendet. Dafür hatte der BfV dann im zweiten Halbjahr 2016 insgesamt knapp über 143.000 Stück versendet.

Die Zahl der vom Bundeskriminalamt (BKA) im ersten Halbjahr versendeten "stillen SMS" lag bei 23.646 (1. Halbjahr 2016: 46.679). Die Bundespolizei sendete 40.077 Stück (1. Halbjahr 2016: 92.027).

Insgesamt sank die Anzahl der versendeten "stillen SMS" von 210.261 im ersten Halbjahr 2016 auf 194.610 im ersten Halbjahr 2017.

Über die sogenannte "stille SMS" (auch "Stealth Ping" genannt) können Behörden den Besitzer eines Handys unbemerkt mehr oder weniger genau orten und Bewegungsprofile erstellen.

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