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Statista: Smartphone löst Auto als Statussymbol ab

15.03.2018 | 14:34 Uhr | Halyna Kubiv

In der aktuellen Auswertung von Statista lassen sich interessante Tendenzen zur Smartphone-Nutzung nachverfolgen.

Die deutsche Martkforschungsfirma Statista hat einen neuen Bericht zu den Smartphone-Märkten veröffentlicht. Anders als bei den vergleichbaren Umfragen beispielsweise von Analytics-Unternehmen, wobei Teilnehmerzahlen im niedrigen vierstelligen Bereich zusammenkommen, basiert die aktuelle Studie auf rund 65.000 Beteiligten weltweit. In Deutschland haben 6.000 bis 8.000 Respondenten teilgenommen.

Demnach hat in den meisten Ländern das Smartphone als Statussymbol das Auto überholt: Smartphone-Besitzer machen in den meisten Ländern über 60 Prozent der Bevölkerung aus, in den 12 von 27 untersuchten Ländern haben weniger als 60 Prozent ihr eigenes Auto. Nur noch in den USA bleibt der Status Quo erhalten: bis zu 90 Prozent der volljährigen Bevölkerung haben ein eigenes Auto, dagegen rund 85 Prozent ein eigenes Smartphone. Will man jedoch Nordeuropa oder Nordamerika als Hochburgen der Smartphone-Fans festmachen, zeigt die aktuelle Studie, dass man gewaltig daneben liegt. Länder wie die Türkei (98%), Indien (98%), China (96%) haben Länder wie Deutschland (86%), USA (84%) oder Frankreich (82%) überholt.

Die Vorreiterrolle von Asien und Südamerika auf dem Smartphone-Markt könnte man mit dem sogenannten Evolutionssprung erklären: Für diejenigen, für die ein vollwertiger Rechner oder Laptop vormals nicht zu leisten war, ist ein Smartphone ein erschwingliches Universal-Gerät und öfters mal auch ein einziger "Rechner" in Besitz. Wir finden es schade, dass an der Statista-Studie nur drei afrikanische Länder – Marokko, Südafrika und Nigeria – teilgenommen hatten, die restlichen Länder aus der Region hätten hierzu weitere Einblicke liefern können.

Sieht man sich die einzelnen Marken an, gibt es an der Spitze nur zwei nennenswerte Mitbewerber – Apple und Samsung. Ein eindeutiger Gewinner lässt sich jedoch nicht festmachen: iPhone führt in UK (28,5%) und in den USA  (36,9%) als meistgenutztes Smartphone, Samsung dagegen in Deutschland (34,4%) und Frankreich (29,9%). In Deutschland beträgt Apples Anteil übrigens 18,8%. So schnell wird sich die Verteilung jedoch nicht ändern, rund 76% aller Smartphone-Besitzer geben an, mit dem aktuellen Smartphone zufrieden zu sein. In Deutschland hat Samsung übrigens die treuesten Kunden – rund 82 Prozent aller Samsung-Besitzer sind mit dem aktuellen Smartphone zufrieden, nur 6 Prozent wollen gegebenenfalls zu einem anderen Anbieter wechseln. Eine ähnliche Verteilung kann man in Deutschland bei den iPhone-Nutzern beobachten: Rund 80 Prozent sind zufrieden, 6 Prozent wollen vielleicht in der Zukunft wechseln.

Schaut man sich den Gebrauch von diversen Diensten auf dem Smartphone an, weiß man sofort, warum Handy das Auto von seinem Thron gestoßen hat: Großteil der Nutzer quer durch alle Altersgruppen nutzen das Handy als ein Kommunikationsgerät – was früher nur mit dem Auto oder Flugzeug zu erreichen war, ist heute leicht per Whatsapp, iMessage, Facetime oder Skype möglich.

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