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Spieler nach 20-Stunden-Gaming-Marathon von der Hüfte abwärts gelähmt

05.02.2018 | 13:40 Uhr |

Ein junger Mann aus China verlor nach einer langen Gaming-Session das Gefühl in den Beinen. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in einem Internet-Cafe in Jiaxin in der chinesischen Provinz Zhejiang.

Laut Medienberichten spielte der Chinese 20 Stunden ohne Unterbrechung ein und dasselbe Spiel. Als dieser dann doch notgedrungen eine kurze Pause für einen Gang zur Toilette einlegen musste, bemerkte er, dass er das Gefühl in den Beinen verloren hatte. Ein Freund des Mannes wurde folgendermaßen zitiert: „Es schien so, als hätte er das komplette Gefühl in den Beinen verloren, er konnte sich überhaupt nicht mehr bewegen. Wir mussten Rettungskräfte rufen."

Vom Transport des Mannes in einem Krankenwagen wurde ein Video auf Pear veröffentlicht. Laut Newsweek hört man in dem Video den jungen Spieler seinem Freund zurufen, er wolle unbedingt sein Spiel fortsetzen.

Laut South China Morning Post  hat China ca. 565 Millionen Spieler. China war 2008 auch das erste Land, das Internet-Sucht als offizielle Diagnose anerkannte, dort auch als „digitales Heroin“ bekannt. Seitdem wurden in China einige Methoden eingeführt, um die Probleme in den Griff zu bekommen. Unter anderem Videospiel-Bootcamps, die ähnlich wie Gefängnisse funktionieren.

Die chinesische Regierung wettert derweil des Öfteren gegen die Spieleindustrie. Bereits letzten Juli hatte die Zeitung People’s Daily, die offizielle Zeitung der kommunistischen Partei, das Spiel „Honor of Kings“ als Gift betitelt. Junge Leute würden aufgrund des Spiels Geld stehlen, sich schlagen und sogar Suizid begehen.

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