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Spiele-PC von Aldi im Test: Medion Erazer X67015 mit Core i7-8700 & Geforce GTX 1070

04.12.2017 | 12:06 Uhr |

Aldi Süd verkauft ab heute (4. Dezember 2017) mit dem Medion Erazer X67015 einen voll Spiele-tauglichen Windows-10-Rechner mit der CPU-GPU-Kombi Intel Core i7-8700 & Nvidia Geforce GTX 1070.

Nachdem der letzte Aldi-PC Medion Akoya P56000 nur bedingt Spiele-tauglich war, ist der Medion Erazer X67015 dieses Mal wirklich etwas für Gamer! Die bärenstarke Kombination aus Intel Core i7-8700 und Nvidia Geforce GTX 1070 bietet jede Menge Spiele-Power. Hinzu kommen 16 Gigabyte DDR4-Speicher, eine NVMe-SSD mit 256 Gigabyte, eine zwei Terabyte große Festplatte sowie WLAN-ac und Bluetooth. Allerdings hat die geballte Gaming-Leistung auch Ihren Preis: Aldi verlangt stattliche 1299 Euro für das Erazer-Modell. Unser Test verrät, ob der PC sein Geld wert ist.

Ab 4.12.17 gibt's bei Aldi Süd (und wahrscheinlich 2 Wochen später bei Aldi Nord) den für Gamer ausgelegten PC Medion Erazer X67015 mit Core i7 und Nvidia GTX 1070. Was er leistet und kostet, erfahrt Ihr von Fritz im Video.

► Ausführlicher Testbericht zum Medion Erazer X67015: www.pcwelt.de/a/spiele-pc-von-aldi-im-test-medion-erazer-x67015-mit-core-i7-8700-und-geforce-gtx-1070,3448899

TEST-FAZIT: Aldi-PC Medion Erazer X67015

Für den - für Aldi-PCs - recht hohen Preis von 1299 Euro liefert Medion einen waschechten Gaming-Rechner, der sich fürs Zocken aktueller Spiele in WQHD mit sehr guten Qualitätseinstellungen eignet. Spiele laufen auch in 4K flüssig, allerdings müssen Sie hier die Qualität herunterschrauben. Positiv zu Buche schlägt auch die üppige Ausstattung mit WLAN ac, Blutooth, Hot-Swap-Schacht, Maus & Tastatur, Windows 10 64 Bit sowie drei Jahre Hersteller-Garantie und der geringe Stromverbrauch.

Was in dieser Preisklasse unterdurchschnittlich ausfällt sind die etwas rar gesäten rückwärtigen Anschlüsse, das 450-Watt-Netzteil ohne Effizienz-Zerfikat und Netzschalter und das billige Plastikgehäuse ohne (Glas-)Sichtfenster und RGB-Beleuchtung. Auch die Aufrüstmöglichkeiten sind aufgrund des propriäten Mainboards und der wenigen freien Steckplätze begrenzt.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis des Medion Erazer X67015 ist unterm Strich attraktiv. Würden Sie die Hardware einzeln kaufen, müssten Sie - ohne Versandkosten - mindestens 1100 Euro hinblättern. Hinzurechnen müssen Sie dann allerdings noch den Zusammenbau des PCs, die Windows-Lizenz und die 3jährige Hersteller-Garantie.

+ schnelle & zukunftssichere Gaming-CPU
+ leistungsstarke Grafikkarte für 1440p-Gaming
+ geringer Stromverbrauch, auch unter Last
- zu wenige moderne Anschlüsse
- Netzteil ohne Netzschalter

Viel Gaming-PC fürs Geld: Aldi-PC Medion Erazer X67015
Vergrößern Viel Gaming-PC fürs Geld: Aldi-PC Medion Erazer X67015

Medion setzt beim Erazer X67015 auf eine etwas auffälligere Optik mit einer blau beleuchteten Front, schließlich soll der Aldi-PC gezielt Gamer ansprechen. Wirklich hochwertig ist das Gehäuse leider nicht, denn der Deckel und die Front bestehen komplett aus Plastik. In der Vorderseite verbaut Medion das optische Laufwerk und das Hot-Swap-Modul vertikal in die Front. Außerdem gibt es vorne noch zweimal USB 3.0, Audioanschlüsse und einen Multi-Speicherkartenleser. Als Extra liefert Medion noch eine Headset-Halterung mit, die sich an die Seite montieren lässt. Zudem besitzt der Midi-Tower einen Tragegriff, der Lan-Party-Fans gefallen dürfte.

An der Rückseite stellt die Grafikkarte dreimal Displayport, einmal DVI und einmal HDMI bereit. Bei den restlichen Anschlüssen hat sich Medion leider wieder einmal zurückgehalten: Gab es beim letzten Aldi-PC noch USB 3.1 Typ-C, stehen hier nur noch zweimal USB 2.0 und viermal USB 3.0 zur Verfügung. Dazu kommen noch ein LAN-Port sowie analoge Audioanschlüsse für Surround-Systeme, ein optischer Ausgang fehlt. Unterm Strich ist das zu wenig für einen 1300-Euro-PC.

Die Front des Aldi-PCs Medion Erazer X67015 macht aufgrund des schamlosen Einsatzes von Plastik einen billigen EIndruck.
Vergrößern Die Front des Aldi-PCs Medion Erazer X67015 macht aufgrund des schamlosen Einsatzes von Plastik einen billigen EIndruck.
© Medion

Die Stromversorgung übernimmt ein 450 Watt starkes Netzteil von der FSP Group. Das ist genug Leistung, allerdings wirkt das Netzteil ziemlich billig und bietet weder ein Effizienz-Label (80 Plus) noch einen Netzschalter.

Beim Prozessor setzt Medion auf die brandneue Coffee-Lake-Architektur von Intel in Form des Sechskern-Prozessors i7-8700. Mit an Bord ist auch Hyperthreading, weshalb der i7 satte 12 Threads parallel abarbeiten kann. Die Taktraten belaufen sich standardmäßig auf 3,2 und im Boost auf hohe 4,6 GHz. Selbst für anspruchsvolle Spiele ist das vollkommen ausreichend. Am fehlenden K merkt man bereits, dass diese CPU keinen freien Multiplikator hat, weshalb das nachträgliche, manuelle Übertakten flachfällt.

Alternative: Ultraforce Pro Intel i5-8600k @ GTX-1070Ti

Ultraforce Pro Intel i5-8600k GTX-1070Ti
Vergrößern Ultraforce Pro Intel i5-8600k GTX-1070Ti

Eine optimale CPU-Grafikkarten-Kombo bietet der Ultraforce Pro Intel i5-8600k @ GTX-1070Ti . Dazu gibt's ein energieeffizientes Marken-Netzteil, moderne Schnittstellen wie etwa 6x USB 3.1 und ein hochwertiges & hübsches Gehäuse mit Sichtfenster aus Echtglas - 5 Jahre Garantie & Pick-up and return inklusive. Allerdings kostet der Highend-Gaming-PC 1599 Euro.

Bei der CPU-Kühlung setzt Medion wieder auf den Boxed-ähnlichen Kühler inklusive Trichter, um kühle Außenluft anzusaugen. Das ist nicht gerade sexy, aber der Kühler leistet einen akzeptablen Job. Der Prozessor darf über insgesamt 16 GB DDR4-2400er-RAM verfügen, aufgeteilt auf zwei 8 Gigabyte große Speichermodule, womit der Speicher im flotteren Dual-Channel-Modus läuft. Die Speichermenge und Geschwindigkeit reicht also auch locker für aktuelle Spiele.

Bei der Grafikkarte kommt eine Nvidia Geforce GTX 1070 mit acht Gigabyte GDDR5-Speicher zum Einsatz. Bei der Karte handelt es sich um ein sogenanntes Custom-Design von Elitegroup, das mit zwei Lüftern ausgestattet ist und somit etwas besser kühlen dürfte als die Founders Edition von Nvidia.

Als Systemlaufwerk kommt wieder eine M.2-SSD zum Einsatz. Hierbei handelt es sich um eine Intel S600P die über eine Bruttokapazität von 256 Gigabyte verfügt. Und tatsächlich nutzt diese auch das flotte NVMe-Protokoll via PCI-Express. Damit seid Ihr deutlich flotter unterwegs als mit SATA-Festplatten. Und allzu klein ist das M.2-Modell auch nicht, da passen sogar noch einige Spiele mit drauf. Für größere Speichermengen verbaut Medion noch eine 2 TB große HDD von Toshiba.

Benchmark-Ergebnisse des Medion Erazer X67015

Im synthetischen Benchmark Fire Strike Ultra erzielt der Aldi-PC eine Punktzahl von 4208. Ein gutes Ergebnis, aber der Wert liegt unter einem 4K-Gaming-PC, für die WQHD-Auflösung (2560 x 1440 Pixel) ist das Erazer-Modell aber uneingeschränkt geeignet. 

Der PC Mark 10 testet die Multimedia- und Office-Fähigkeiten eines Rechners. Hier kommt der Aldi-PC im erweiterten Test auf eine Punktzahl von sehr guten 7387 Punkte ( Medion Akoya P56000 : 4254 Punkte). Hier macht sich der Leistungsunterschied zum Aldi-PC für 600 Euro deutlich bemerkbar. Aber auch die Render-Leistung des Erazer X67015 ist beachtlich, im Cinebench R15 beträgt das Multi-Core-Ergebnis 1210 Punkte, die Single-Core-Performance liegt bei ebenfalls sehr guten 191 Punkten.

Doch was in der Praxis zählt sind die "Bilder pro Sekunde" in PC-Spielen. Wir haben aktuelle Games in 1440p getestet, also mit 2560 x 1440 Bildpunkten Auflösung. Ghost Recon Wildlands läuft auf den maximalen Grafikeinstellungen mit 37 Bilder pro Sekunde. Das lässt sich nur als knapp flüssig bezeichnen. Auf der anderen Seite ist Wildlands auch ein sehr forderndes, weitläufiges Spiel. Wenn wir allerdings ein paar wenige Grafikdetails reduzieren, erreicht der Aldi-PC flüssige Bildraten jenseits der 60-FPS-Marke.

Beim Benchmark von Rise of the Tomb Raider kommt der Medion Erazer X67015 bei sehr hohen Qualitätseinstellungen auf durchschnittlich 70 Bilder pro Sekunde. Dieser aufwendige Titel ist also uneingeschränkt flüssig spielbar - und das bei aktivierter Kantenglättung FXAA!

"Mittelerde: Schatten des Krieges" messen wir mit den Ultra-Voreinstellungen des Spiels. Im Schnitt erzielt der Aldi-PC 54 Bilder pro Sekunde – und das trotz der Warnung im Grafikmenü, dass unser Grafikspeicher nicht ausreicht. Damit ist auch dieser Titel in WQHD flüssig spielbar.

Stromverbrauch und Hitze-Entwicklung des Medion Erazer X67015

Die Leistungsaufnahme des Aldi-Gaming-PC liegt bei Spielen zwischen 190 und 250 Watt - ziemlich genügsam für einen so leistungsfähigen Gaming-PC!
Bei der CPU messen wir eine Temeratur unter Last von maximal 76 Grad Celsius - das ist noch okay. Der Grafikchip erhitzt sich auf höchstens 80 Grad Celsius, was auch noch akzeptabel ist.

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