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Sphero R2-D2: Star-Wars-Droide mit Lerneffekt

07.12.2017 | 15:17 Uhr |

In einer Woche kommt der nächste Teil der "Star Wars"-Saga in die Kinos, mittlerweile rollen gleich mehrere Droiden durch die Wohnzimmer der Welt.

Seit einigen Jahren kann man sicher sein: Sobald Weihnachten vor der Tür steht, bringt Disney eine weitere Geschichte aus der weit entfernten Galaxie. Damit das Erlebnis nicht nur passiv im Kinosessel, sondern auch interaktiv und spielerisch stattfindet, bringt Sphero die Star-Wars-Droiden als App gesteuerte Roboter auf den Markt. Mittlerweile gibt es neben BB-8 und BB-9E auch den Droiden R2-D2 für rund 150 Euro .

Anders als bei BB-8 hat R2-D2 eingebaute Lautsprecher, heißt, seine Reaktionen sowie andere Laute kann der Roboter selbständig vor sich geben. Gesteuert wird der R2-D2 über eine App, die ebenfalls Verbindung zu den anderen Droiden anbietet. Bevor man loslegt, muss der Droide an das Ladekabel, anders als bei BB-8 mit seiner Ladestation wird per Mini-USB direkt am Roboter-"Körper" aufgeladen. Es lohnt sich, die App von Sphero aus dem Store gleich herunterzuladen, denn diese startet sofort mit Updates. Erst nach der Aktualisierung kann man mit R2-D2 losfahren. Die Vollaufladung dauert rund eine Stunde, allerdings haben wir keine Möglichkeit gefunden, den aktuellen Akku-Stand von R2-D2 anzeigen zu lassen. Weder per Akku-Widget direkt auf dem iPhone noch in der App ist diese Information enthalten. Erst im Support-Forum findet sich ein Hinweis, wie man an Akku-Stand-Infos kommen kann, diese zeigt R2-D2 selbst. Blinken seine Lampen rot, ist der Akku fast leer. Am Mini-USB-Ausgang gibt es auch ein Warnlicht: Orange bedeutet hier "Aufladen", Grün bedeutet "Voll geladen".

Unterschiedliche Modi

Ist R2-D2 aufgeladen und mit dem iPhone verbunden, gibt es diverse Modi zur Auswahl. Beim "Droid Control" lassen sich diverse Reaktionen von R2-D2 einschalten und einfache Fahr-Kommandos befolgen. Eine Voraussetzung ist jedoch ein ebener Boden und genügend Platz. Selbständig macht sich der Droide im Patrouillenmodus. Drückt man den Play-Knopf im Modus, erkundschaftet der Roboter die Umgebung. Im unseren Test hat er einige Probleme mit dem Tischbein und dem gleich daneben stehenden Mülleimer gehabt, konnte sich jedoch nach ein paar Versuchen selbständig befreien und weiter fahren. Die "Draw-and-Drive"-Funktion ist eigentlich selbsterklärend: Damit kann man den Roboter auf eine vordefinierte Reise schicken. Anders als auf der Patrouille achtet R2-D2 nicht auf die Umgebung, hier muss der Nutzer die ganze Vorarbeit leisten und die Route auswählen, damit der Roboter nicht stecken bleibt.

Der AR-Modus kommt passend zu Apples Strategie, AR-Anwendungen mit den neuen iPhone 8 und iPhone X besser zu vermarkten. Damit kann man das Innere eines der Raumschiffe aus Star Wars zu erforschen. Strikt nach Sujet kann jeweils ein Roboter nur in einem Raumschiff fahren, wir konnten mit R2-D2 den Millenniumfalken begehen. Anders als bei vorherigen Modi ist jedoch die Steuerung etwas fummelig, bis man sich vom Punkt zu Punkt hangelt, muss man ganz präzise die (virtuellen) Wände umfahren. Wer in dem virtuellen Schiff herumwandert, stolpert über diverse Aktiv-Punkte – leuchtende Kugeln, die auf die Zusatzinfos hinweisen. Nähert man sich einem solchen Punkt, erzählt die App über das Schiff und dessen Funktionen.

Swift Playgrounds

Abgesehen von reiner Spielerei kann man den R2-D2 für Lernzwecke einsetzen und dem Nachwuchs auf spielerische Weise das Programmieren näher bringen. Denn Sphero kooperiert hierzu mit Apple: In der iPad-App "Swift Playgrounds" findet sich eine ganze Vorlage mit mehreren Aufgaben, die R2-D2 mittels Programm-Code erledigen soll. Der Legende nach muss R2-D2 Obi-Wan Kenobi in der Wüste von Tatooine suchen, dazu muss er diverse Aufträge erledigen. Der Code erlaubt es, ganz präzise den Droiden zu steuern, anders als in der Sphero-App kann man die Lichtdioden und bewegliche Teile direkt ansprechen. Allerdings muss man hier anmerken, dass man ohne Vorwissen in Swift Playgrounds lieber nicht starten sollte. Davor muss das Kind, oder aber auch der Erwachsene mit den Grundlagen der Swift-Syntax vertraut sein. Dazu würde sich zumindest der erste Teil von "Programmieren lernen" empfehlen. Die Anleitungen, auch für R2-D2, sind übrigens bereits eingedeutscht, so kann man den Programmier-Spaß auch den Grundschulkindern empfehlen.

Fazit

Alles in allem ist der R2-D2 ein gelungenes Spielzeug mit Liebe zu Details, das auch Erwachsenen Spaß bereiten wird. Wer noch dazu ein iPad besitzt, kann das Spielzeug mit Hintergedanken kaufen, den Droiden als Ansporn für den Programmierkurs zu kaufen.

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