2364856

Heute: Längste Mondfinsternis und naher Mars

27.07.2018 | 08:35 Uhr |

Heute wird der Vollmond kupferrot! Die längste Mondfinsternis des 21. Jhs. Und der Mars kommt der Erde sehr, sehr nahe.

Astronomisch Interessierte aufgepasst: Am heutigen Freitag gibt es gleich zwei Ereignisse am Himmel zu bewundern: Die längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts und eine große Marsopposition mit einem relativ nahen roten Planeten.

Längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts

Laut DLR findet am 27. Juli 2018 die „längste totale Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts“ statt. Das Jahrhundertereignis beginnt um 19.15 Uhr (Eintritt des Mondes in den Halbschatten; 20.24 Uhr: Eintritt des Mondes in den Kernschatten), spannend wird es ab zirka 21.00 Uhr (Mondaufgang). Ab zirka 21.30 Uhr wird der Vollmond für Beobachter aus Deutschland komplett im Kernschatten der Erde liegen (Beginn der Totalität). Völlig Finsternis herrscht aber erst ab zirka 21.50 Uhr (Ende der so genannten „bürgerlichen Dämmerung“). Die Mitte der Finsternis wird um 22:22 Uhr und das Ende der Totalität um 23:13 Uhr erreicht. Von da an tritt der Mond allmählich wieder aus dem Kernschatten der Erde heraus und wird Stück für Stück heller. Am Samstag um 1:30 Uhr hat der Mond den Halbschatten komplett verlassen und die Finsternis ist zu Ende.

iPhone X: Nachtaufnahmen mit der Doppelkamera

Mond-Fotos mit dem iPhone schießen

Die Erde liegt bei einer Mondfinsternis zwischen Sonne und Mond. Für 103 Minuten taucht der Vollmond am 27.7.2018 völlig in den Kernschatten der Erde ein und verfärbt sich kupferrot. Der Grund für die Verfärbung: Das langwellige rote Licht der Sonnenstrahlen wird gebrochen und in Richtung des Mondes gelenkt. Die kurzwelligen blauen Lichtwellen dagegen werden vollständig in der Erdatmosphäre gestreut. Zusätzlich sorgen Staub und Asche in der Hochatmosphäre für die satte Farbe, wie die DLR erläutert.

Erst an Silvester 2028 wird in Mitteleuropa wieder eine Mondfinsternis, ähnlich wie jetzt, in vollem Verlauf zu sehen sein. Und erst am 9. Juni 2123 wird es eine drei Minuten längere Mondfinsternis geben.

Tipp für die optimale Beobachtung: Die besten Beobachtungsbedingungen haben Beobachter aus dem Süden und Osten Deutschlands mit freiem Blick nach Südosten und ohne störende irdische Lichtquellen. Hier finden Sie für Ihren Standort die genauen Daten zur Mondfinsternis.

Große Marsopposition

Darüber hinaus befindet sich ebenfalls am 27. Juli 2018 der Mars zur gleichen Zeit in so genannter "Opposition" und steht mit Erde und Sonne auf einer Linie. Zudem handelt es sich um eine nahe Opposition, der Mars kommt also auf seiner Umlaufbahn um die Sonne der Erde vergleichsweise nahe, so dass man ihn in nahezu maximaler Helligkeit und Größe beobachten kann. Am 31. Juli, nur vier Tage nach der Mondfinsternis, beträgt laut DLR sein aktuell geringster Abstand zur Erde 57,6 Millionen Kilometer.

Tipp: Diese Animation der DLR erklärt den Verlauf der Mondfinsternis und der Marsopposition.

Übrigens: Den besten Blick auf Mondfinsternis und den nahen Mars hat die Besatzung der ISS, also unter anderem auch Alexander Gerst. Astro-Alex dürfte dann sicherlich einige faszinierende Bilder twittern.

PC-WELT Marktplatz

0 Kommentare zu diesem Artikel
2364856