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Spectre: Optionaler Fix für AMD-Prozessoren

15.01.2018 | 15:37 Uhr |

AMD will für seine Prozessoren eine neue Firmware gegen den Spectre-Bug veröffentlichen. Der Fix ist jedoch optional.

Chiphersteller AMD will eine Firmware für seine Prozessoren veröffentlichen, die gegen den CPU-Bug Spectre schützt. Im Gegensatz zu den Patches für Intel-CPUs ist der Fix von AMD jedoch optional, muss also nicht zwingend aufgespielt werden . Die optionalen Microcode-Updates für Ryzen, Threadripper und die Epyc-Prozessoren sollen noch diese Woche an Hardware-Partner ausgeliefert werden. Patches für ältere CPUs folgen später. Nutzer können die Updates in Kürze bei den Herstellern ihres PCs, Mainboards oder Laptops herunterladen. 

Dennoch sollten Anwender mit dem Aufspielen lieber noch warten. AMD geht davon aus, dass die Spectre-Lücke, zu deren Schutz Funktionen der CPU abgeschaltet werden müssen, bei den hauseigenen Chips nahezu nicht ausnutzbar ist. Einen Rückgang der Performance werde es durch die Patches dennoch geben. Wie hoch dieser ausfallen wird, müssen erst detaillierte Benchmarks zeigen. Speziell auf Rechnern mit Windows 7 oder Windows 8 würden Microcode-Patches laut Microsoft zudem zu einem stärkeren Performance-Verlust führen als bei Windows 10. Die Grafikkarten von AMD sind hingegen von Spectre und Meltdown nicht betroffen. Dennoch dürften in Kürze auch für die GPUs von AMD entsprechende Treiber-Updates erscheinen, die einen Angriff über den tief im System verwurzelten Grafikkartentreiber verhindern sollen. Nvidia hat solche Treiber bereits veröffentlicht.

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