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Spectre-NG: Patches kommen zwei Wochen später

08.05.2018 | 16:49 Uhr |

Die ersten Patches zum Schutz vor Spectre-NG erscheinen erst in zwei Wochen. Weitere Updates folgen im dritten Quartal.

Vor wenigen Tagen wurden acht neue Sicherheitslücken in Intel-Prozessoren entdeckt. Gegen die Spectre-NG (Next Generation) getauften Schwachstellen sollten eigentlich schon gestern die ersten Patches erscheinen. Nun wurde die Veröffentlichung um 14 Tage verschoben , da Intel diese nicht fristgerecht einreichen konnte. Die Patches in Form von Microcode-Updates werden demnach frühestens am 21. Mai 2018 erscheinen. Gleichzeitig sollen auch Informationen über die genaue Funktionsweise der Sicherheitslücken veröffentlicht werden. Doch auch dies könnte sich noch einmal verzögern.

Von den Spectre-NG-Lücken sind alle Core-I-Prozessoren betroffen, genauso wie die Xeon-CPUs und Atom-Chips seit 2013. Entsprechend sind fast alle Desktop-Rechner, Server, Notebooks, und Tablets mit Intel-Prozessoren gefährdet. Ein Teil der Sicherheitslücken werde nach Angaben von Intel wohl erst im dritten Quartal geschlossen. Für Privatanwender ist das Risiko durch Spectre-NG möglicherweise kleiner als befürchtet. Angreifer können mit anderen Sicherheitslücken nämlich deutlich einfacher auf diese Systeme zugreifen. Zudem sind Kriminelle wohl eher an den Datenbeständen auf Servern interessiert, da diese wertvolle Login-Daten für Cloud-Dienste enthalten, die wiederum im Darknet gehandelt werden.

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