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Sonos: Shitstorm wegen neuer Datenschutzrichtlinie

23.08.2017 | 14:22 Uhr |

Wenn Nutzer sich weigern, die neue Datenschutzrichtlinie zu akzeptieren, funktionieren ihre Sonos-Geräte schon bald nicht mehr.

Dem Sound-System-Hersteller Sonos schlägt heute in den sozialen Medien ein Shitstorm entgegen. Stein des Anstoßes ist die neue Datenschutzrichtlinie des Unternehmens, der Nutzer quasi per Ultimatum zustimmen müssen – sonst funktionieren ihre Geräte bald nicht mehr.

Sonos-Hardware unterstützt mittlerweile auch smarte Lautsprecher wie Google Home und Amazon Echo. Während Sonos den Support ausrollt, will der Konzern künftig auch mehr Nutzerdaten wie Audio-Einstellungen, Account-Informationen oder Details über Systemabstürze sammeln . Diese erweiterten Datensammel-Ambitionen hinterlegt Sonos in seiner neuen Datenschutzrichtlinie. Der müssen Kunden nun zustimmen, sonst bekommen sie laut Sonos keine Updates mehr. Keine Updates bedeuten in diesem Fall, dass die kostspieligen Sonos-Geräte mit der Zeit gar nicht mehr funktionieren oder wichtige Funktionen eingeschränkt sind.

Das Ultimatum sorgt für erhitzte Gemüter bei Datenschützern und Kunden, die ihrem Ärger über Facebook und Twitter Luft machen. Dort fordern verärgerte Nutzer unter anderem Rückerstattungen für ihre Lautsprecher. Andere drohen mit dem Umstieg auf Konkurrenzprodukte.

Sonos versucht unterdessen, die Gemüter zu beruhigen. Wie ein Unternehmenssprecher gegenüber news.com.au erklärt, seien die gesammelten Nutzerdaten für Sonos heilig. Sie würden unter keinen Umständen an andere Unternehmen weiterverkauft. Sonos verspricht seinen Kunden außerdem Transparenz im Umgang mit ihren Daten. Einlenken will der Konzern aber anscheinend nicht. Sonos behauptet, die zusätzlichen Daten, die das Unternehmen sammeln wolle, seien wichtig für die einwandfreie Funktion der Sonos-Produkte.  

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