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Sonos Beam im Test

26.07.2018 | 14:23 Uhr |

Aller guten Dinge sind drei: Entsprechend können Sonos-Kunden nun unter drei Soundbar-Modellen für den TV wählen – neu ist die Sonos Beam.

Mit der Sonos Beam komplettiert Sonos sein Soundbar-Angebot mit einem relativ kostengünstigen Einsteigermodell, das sich in erster Linie für kleinere und mittlere Raumgrößen eignet. Mit Maßen von gerade einmal 68,5 x 651 x 100 mm (H x B x T) und rund 3 Kilogramm Gewicht ist Beam rund 30% kleiner und knapp halb so schwer, wie die Playbar, die erste Soundbar von Sonos. Sie verfügt über fünf Verstärker (Playbar:9, Playbase : 10), einen Hochtöner, vier Mitteltöner sowie drei passive Strahler zur Verbesserung des Bass-Klangs. Bei der Playbar machen sich hingegen drei Hochtöner sowie sechs Mitteltöner ans Werk. Bedeutet halbe Größe zugleich halbe Leistung? Wir haben den Test gemacht.

Sonos Beam: Installation & Design

Frisch ausgepackt sind die Bestandteile des Systems recht überschaubar: Im Paket schlummern die Beam, ein Stromkabel, ein HDMI-Kabel sowie ein HDMI-Audioadapter. Sonos-Nutzer haben die Einrichtung innerhalb weniger Minuten erledigt. Zunächst auf die aktuelle Sonos-Software updaten, Strom an die Beam anlegen und die Soundbar mit dem bestehenden System verbinden. Das war es schon. Aber auch für Sonos-Neulinge ist die Einrichtung kein Hexenwerk. Die Sonos-App nimmt Neulinge an die Hand und führt Schritt für Schritt durch die einzelnen Punkte.

Sonos-Kenner werden spätestens bei HDMI aufgehorcht haben. Richtig: Der Sonos Beam ist die erste Soundbar des Herstellers, die mit einem HDMI-Anschluss ausgestattet ist. Bislang hat das Unternehmen immer auf einen optischen Eingang gesetzt. Als weiteres Ausstattungsmerkmal ist Amazon Alexa mit an Bord. Nach der One also das zweite Sonos-System mit Spracherkennung out oft he box.

Um den vollen Umfang der HDMI-Schnittstelle nutzen zu können, ist am TV zwingend ein HDMI-ARC-Anschluss nötig. ARC steht für „audio return channel“ und der Name lässt schon vermuten, was es damit auf sich hat. Dank Alexa und ARC lässt sich der TV per Sprache fernsteuern. Beispielsweise mittels „Alexa, schalte den TV ein“ oder „Alexa starte House of Cards bei Netflix“ – sehr praktisch. Für den Fall, dass Ihr TV keinen HDMI ARC-Anschluss haben sollte, liegt der Sonos Beam ein HDMI-Adapter bei, der an den optischen Ausgang des TV gestöpselt werden kann. Von dort aus geht es dann via HDMI in Richtung Lautsprecher. Mehr zu der ARC-Steuerung lesen Sie weiter unten im Text.

Ein weiterer Vorteil der Anbindung per HDMI ist, dass Beam in diesem Fall neben PCM Stereo und Dolby Digital auch Dolby Digital 5.1 unterstützt. Wird der optische Audioadapter verwendet, beschränken sich die Formate auf PCM Stereo und Dolby Digital.

Das Design der Beam ist sehr ansprechend und elegant. Während man mit der Playbar Türen im Fall eines Zombie-Angriffs verbarrikadieren könnte, liegt die Beam relativ unscheinbar und schlank auf dem TV-Tisch. Die abgerundeten Seiten unterstreichen das aufgeräumte Design und lassen die Soundbar nicht so plump erscheinen, wie andere Vertreter dieser Kategorie. Wer möchte, kann die Beam auch an der Wand montieren, eine entsprechende Wandhalterung kostet 69 Euro.

Sonos Beam an der Wand
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© Sonos

Bei den Farben haben Kunden die Wahl zwischen schwarz und weiß.

Sonos Beam: Bedienung

Druckknöpfe sucht man (bis auf die Connect-Taste auf der Hinterseite) vergebens, alles wird per Touch-Bedienung gesteuert: Lauter/Leiser, Play/Pause, Alexa ein/aus. Um zum nächsten Titel zu gelangen wird einfach von rechts nach links gewischt und umgekehrt.

Sonos Beam von oben
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© Sonos

Ansonsten kann die Sonos Beam logischerweise per App oder Alexa auch per Sprache gesteuert werden. Einmal mit dem Amazon-Konto verknüpft, spielt sie also auf Zuruf Songs im Wohnzimmer, oder einem der anderen, angeschlossenen Räume mit einem Sonos-Player ab, selbst wenn diese nicht Alexa-kompatibel sind.

Alexa ist ja schon seit der One bei Sonos verfügbar ( Test: Sonos One ) und im Alltag hat sich gezeigt, dass in der Regel eine Mischform aus App- und Sprach-Steuerung stattfindet. Praktisch ist letztere vor allem, wenn man beispielsweise in der Küche steht, alle Hände voll zu tun hat und einfach nur schnell Musik hören möchte. Hier punktet Alexa. In ruhigeren Momenten mit mehr Muße macht das Stöbern per App in neuen Titeln oder Alben deutlich mehr Sinn und Spaß.

Wer Zweifel hat, ob Alexa nicht doch dauerhaft zuhört und mit Amazon kommuniziert, kann die Funktion über einen Tipp auf das Mikrophon-Symbol jederzeit ausschalten. Laut Sonos ist Alexa, beziehungsweise sind die Mikrophone, in diesem Fall dann auch komplett abgeschaltet.

Sonos Beam: Der Sound

Im Soundcheck musste die Sonos Beam sich zunächst im Einzelbetrieb gegen die ebenfalls vorhandene Playbar beweisen. Die Playbar ist dabei in erster Linie für die Wiedergabe von Film-/TV-Sound zuständig gewesen, da sie im reinen Musikbetrieb nicht immer überzeugt hat. Getestet wurde mit unterschiedlichstem Material, von Klassik über R&B, Metal hin zu Rock&Pop.

Auffällig war, dass die Soundingenieure von Sonos bei der Beam offenkundig ganze Arbeit geleistet haben. Während die Playbar Musiksound zuweilen ein wenig verwaschen rüberbringt, überzeugt die Beam mit deutlich besserer Klangreinheit. Die Bassleistung der Beam ging dabei überraschenderweise durchaus in Ordnung, wenngleich er nicht ganz so mächtig rüberkommt, wir bei der Playbar. Selbst bei maximaler Lautstärke zeigte sich die Musikwiedergabe immer noch sauber und ohne Verzerrungen/Klirren. Für kleine und mittlere Zimmer erwies sich die Leistung somit als absolut ausreichend.

Ein häufiger Kritikpunkt bei Soundbars ist, dass sie auf Grund der Bauweise schlicht kein echtes Stereo wiedergeben können. Hier ist auch die Sonos Beam keine Ausnahme. Echtes Stereo aus einem so kurz geratenem Player darf und kann niemand erwarten. Aber: Die Ingenieure haben es durchaus hinbekommen, den Sound – gutes Material vorausgesetzt – zumindest in Richtung Stereo zu bewegen. Ist die Beam mit TruePlay gut eingestellt, ist es oft durchaus erstaunlich, wie sauber getrennt sich einzelne Musik-Passagen anhören. Auch bei der Räumlichkeit gab es den ein oder anderen Aha-Effekt, insbesondere bei Klassik oder Live-Konzertaufnahmen.

Sonos Beam von vorne
Vergrößern Sonos Beam von vorne
© Sonos

Die Sonos Beam macht also in Sachen Musikwiedergabe einiges mehr richtig, als noch die Playbar. Sie ist einen Tick klarer und sauberer in der Wiedergabe und genügt als Musikplayer im Wohnzimmer voll und ganz normalen Hör-Ansprüchen. Aber Sound-Fetischisten, die für Lautsprecher mehr ausgeben, als für einen Kleinwagen, sind auch nicht die Zielgruppe von Sonos.

Doch wie sieht es mit der Soundwiedergabe am TV aus? Beim Test der Playbase hatte sich ja gezeigt, dass Musik zwar wunderbar, Film-Ton aber eher schlechter als mit der Playbar ausgegeben wurde. Bei der Sonos Beam wiederholt sich dieses Erlebnis interessanterweise nicht. Auch dort zeigte sich die Soundbar von ihrer positiven Seite und gab den Sound sauber, klar und mit einem gewissen "Bums" wieder, wenngleich der Bass im Vergleich zur Playbar ein wenig schwächer ist. Auch beim TV-Sound ist es teils erstaunlich, wie räumlich der Sound selbst ohne rückwärtige Speaker ausgegeben beziehungsweise emuliert wird.

Für Nachteulen interessant ist der Nachtmodus, über den der Sound so geregelt werden kann, dass Stimmen verstärkt, sonstiger Sound aber abgeschwächt wird. So kann man auch nachts Actionfilme anschauen, ohne dass die ganze Familie wachgehalten wird. Der Nachtmodus ist - wie auch bei den anderen Soundbars von Sonos - über die App ansteuerbar.

Wer möchte, kann die Sonos Beam analog zu den anderen Soundbars in ein Surround-System verwandeln. Hierfür haben wir sie mit einem Sonos Sub ( Test: Sonos Sub ) sowie zwei Play:1 gekoppelt ( Test: Sonos Play:1 ). Dieser Zusammenschluss hat einige Folgen, was die Sound-Ausgabe betrifft. Zum einen verstärkt sich der räumliche Effekt (logisch) und zum anderen übernimmt der Sub maßgeblich die Bass-Wiedergabe. Die Beam wiederum fährt beim Bass nunmehr auf Sparflamme und kann sich weitestgehend auf die Sprachausgabe/mittleren Töne konzentrieren. Diese Arbeitsteilung funktioniert wunderbar und hebt das normale Beam-Erlebnis auf die nächste Stufe.

Allerdings muss auch hier gesagt werden: Echtes 5.1 erhalten Soundfans dadurch nicht, hierfür fehlen schlicht noch zwei echte Front-Speaker. Doch auch als quasi 3.1-System genügt die Leistung für einen gemütlichen Filmabend voll und ganz.

In Summe hinterlässt der Sound einen sehr guten Eindruck. Egal ob Musik oder Film – er wird immer äußerst sauber und präzise wiedergegeben. Die Sonos Beam eignet sich damit uneingeschränkt auch als eigenständiger Musikplayer, etwas, was man bei der Playbar immer nur mit Einschränkungen sagen konnte. Als Soundbar am TV gibt es mit Ausnahme des etwas schwächeren Bass im Grunde keine negativen Punkte. Und selbst das ist Jammern auf hohem Niveau. Zudem kann die Beam (endlich) als erstes Sonos-Produkt auch Dolby Digital 5.1 wiedergeben – sofern sie per HDMI angeschlossen ist.

Sonos Beam: HDMI ARC und die Steuerung per Sprache

Was sich in der Theorie simpel anhört, erweist sich in der Praxis als recht umständlich: Der Anschluss der Beam an HDMI ARC und die damit verbundene Steuerung per Sprache. Der erste Versuch der Koppelung des Systems schlug am LG-Fernseher fehl. Zwar wurde der TV von Sonos erkannt, die Verbindung per Simplink (gleich HDMI ARC im LG-Sprech) wollte aber nicht klappen. Nach einiger Recherche stellte sich heraus, dass Simplink am TV erst einmal manuell aktiviert werden muss, standardmäßig ist diese Funktion nämlich ausgeschaltet.

Hurra denkt der Tester – Fehler gefunden und behoben. Los geht’s. Daraufhin spielten sich folgende Szenen ab:

„Alexa! Schalte den Fernseher ein!“

„Alles klar, Fernseher wird eingeschaltet!“

“…“

Fernseher bleibt aus.

Fernbedienung wird hervorgekramt – TV manuell eingeschaltet

„Alexa, starte Netflix“

„Ich kann Netflix leider nicht finden… such doch mal in den Skills“

„…“

Es gibt keine Netflix-Skill…

Internetrecherche.

Ah: Der Fire TV muss zunächst mit der Alexa-App verknüpft werden.

5 Minuten später:

„Alexa starte Netflix“

*Stille*

Der Startbildschirm von Amazon Prime Video erscheint unvermittelt…

Ruhe bewahren…“Alexa! Suche Indiana Jones“

Immerhin – es erscheint eine Liste. Aber wie komme ich wieder auf das Startmenü zurück?

Die kurze Episode zeigt, dass die Sache mit der reinen Sprachsteuerung zwar irgendwie ein wenig funktioniert. Aber bei weitem noch nicht perfekt ist. Aber wir werden diesen Aspekt weiter im Blick behalten und im Lauf der Zeit immer mal wieder testen. Hilfreich wäre in diesem Zusammenhang eine wie auch immer geartete Übersicht der Befehle, die Alexa in Zusammenhang mit der Sonos Beam bereits versteht und umsetzt. So ist das ganze eher eine Try&Error-Veranstaltung.

Übrigens: Hier lesen Sie, wie Sie Alexa mit Fire TV und der Beam verbinden .

Sonos Beam: IR-Receiver

Ein nettes Gimmick der Playbar ist der integrierte IR-Receiver und Repeater: Dadurch ließ sich der TV mittels Fernbedienung auch dann steuern, wenn die Playbar auf Grund ihrer Maße den IR-Receiver des TV verdeckt. Hierfür wurde die Playbar mit der Fernbedienung angelernt.

Problem: Die Sonos Beam verfügt leider nicht mehr über diese Repeater-Funktion. Sie kann zwar ebenfalls auf IR-Signale des TV angelernt werden, allerdings nur auf die Lauter/Leiser-Tasten. Eine Abfrage nach dem Einschaltknopf fehlt. Das führt dazu, dass man den TV nur umständlich einschalten kann (Fernbedienung in die Höhe gereckt um schräg nach unten zwischen Beam und TV-IR-Empfänger zu zielen). Das ist äußerst unschön gelöst und ein echter Negativpunkt im Vergleich zur Playbar. Zwar wird im Support-Forum von Sonos darauf verwiesen, dass IR-Signale per HDMI an den TV weitergegeben und dieser somit auch ohne IR-Repeater normal bedient werden kann. Im Test war davon allerdings nichts zu sehen.

Sonos Beam vor dem TV
Vergrößern Sonos Beam vor dem TV
© Sonos

Nun ist der IR-Receiver bei jedem Fernseher anders positioniert, so dass sich das Problem je nach Modell gar nicht stellt. Sonos meint zu dem Thema: „Wir haben Beam so konzipiert, dass sie bedeutend kleiner ist als die Playbar und durch ihre kompakten Maße die meisten TV-IR-Empfänger nicht blockieren sollte."

Sonos Beam: Alexa

Die normale Sprachsteuerung über Alexa funktioniert weitestgehend einwandfrei – also die Musik-Suche und -Wiedergabe. Allerdings muss man schon ein wenig deutlicher/lauter sprechen, wenn es bei der Soundausgabe am TV gerade hoch hergeht.

Praktisch ist die Funktion, per Alexa auch andere Sonos-Räume ansteuern zu können, so lange diese wie vorgegeben benannt sind. Mit eigenen Raumnamen „Kind 1“ und „Kind 2“ beispielsweise, kommt das System nicht zurecht.

Die sonst üblichen Alexa-Funktionen wie Wetter, Skills und mehr können über die Sonos Beam natürlich ebenfalls genutzt werden.

Sonos Beam: Testfazit

Der Sound der Sonos Beam überzeugte im Test voll und ganz. Wer seine plärrenden, internen TV-Lautsprecher in den Ruhestand schicken möchte, erhält mit der Beam ein ausgewogenes, klares und kraftvolles Soundpaket, das nahezu keine Wünsche offenlässt. Allerdings ist der Bass im Vergleich zur Soundbar oder Playbase nicht so kräftig und druckvoll was schlicht daran liegt, dass weniger Lautsprecher verbaut sind. In der Playbase kommen sechs Mittel-, drei Hoch- und ein Tieftöner zum Einsatz, bei der Playbar sind es drei Hoch- und sechs Mitteltöner und bei der Beam lediglich ein Hoch- und vier Mitteltöner. Beim normalen Fernsehprogramm fällt das allerdings nicht sonderlich auf, vor allem bei der Sprachausgabe wirkt die Beam im Gegenteil einen Tick klarer und deutlicher, als die Playbar.

Bei Actionfilmen mit viel Bass oder entsprechender Musik liefert die Beam zwar auch ordentlich ab, dem ein oder anderen könnte es aber zu wenig sein, so dass die Playbase oder die Playbar die bessere Alternative wären. Darüber hinaus käme noch die Kombi Sub plus Beam in Frage, dann stellt sich das Bass-Thema ebenfalls nicht mehr.

Auch bei der Musikwiedergabe leistete sich die Beam im Grund keine Schwächen. Entsprechendes Material vorausgesetzt ist der Klang durchaus räumlich, in Ansätzen ist auch ein Stereo-Effekt wahrnehmbar. Auf Grund der Breite von gerade mal 65 Zentimetern darf man hier aber auch kein Stereo erwarten, hier setzt die Physik ihre Grenzen. Dennoch genügt die Beam voll und ganz, kleine und mittlere Räume in sehr guter Qualität zu beschallten, egal bei welcher Lautstärke.

Ein weiterer Vorteil der Beam ist darüber hinaus der HDMI-Anschluss. Dadurch kann die Soundbar auch Dolby Digital 5.1 wiedergeben, ein Format, bei dem sowohl Playbar als auch Playbase passen müssen. Löblich ist zudem, dass sowohl ein HDMI-Kabel als auch ein Audioadapter (Optisch auf HDMI) im Lieferumfang enthalten sind.

Apple-Fans werden sich auch über die Airplay-Kompatibilität freuen, mit der beispielsweise Videosound über die Beam ausgegeben werden kann, während der Film auf dem iPad geguckt wird.

Auch die Alexa-Funktion ist – sofern komplett eingerichtet – ein sehr angenehmes Feature, das gerade beim Abspielen/Auswählen von Musiktiteln recht häufig zum Einsatz kommt und wirklich bequem ist. Nicht überzeugt hat uns die Steuerung der weiteren Hardware über HDMI ARC, hier gibt es noch Verbesserungspotenzial. Das kann sich allerdings je nach TV-Gerät unterscheiden. Mit dem getesteten LG-Modell hat weder das Ein- noch das Ausschalten per Sprachbefehl funktioniert und die Steuerung von Fire TV nur rudimentär. Hier muss im Grunde jeder Nutzer einen eigenen Test mit seiner vorhandenen Hardware durchführen.

Absolut nicht gefallen hat im Test der im Vergleich zur Playbar fehlende IR-Repeater. Denn wenn die Beam den IR-Receiver des Fernsehers verdeckt, kann dieser nicht mehr mit der Fernbedienung bedient werden. Zwar kann die Beam auf die Lautstärke-Taste angelernt werden, aber das war es auch schon. Bei der Playbar hingegen werden die IR-Befehle nach dem Anlernen an den verdeckten IR-Empfänger weitergeleitet und der TV kann weiterhin normal per Fernbedienung bedient werden.

Laut Sonos-Support-Forum sollen die Signale der IR-Fernbedienung zwar an den TV weitergeleitet werden, sobald dieser per HDMI-ARC angeschlossen ist, im Test war diese aber nicht der Fall. Als Lösung bleibt in einem solchen Fall nur, entweder den TV aufzubocken, sich beim Einschalten des TV zu verrenken oder die Beam nicht vor dem TV zu platzieren. Wenn der IR-Receiver Ihres TVs hoch genug angebracht ist – wunderbar, dann können Sie diesen Punkt ignorieren.

Wer auf HDMI-ARC-Sprachsteuerung keinen Wert legt und auch das IR-Problem verschmerzen kann, darf unbesorgt zugreifen. Für 449 Euro erhält man ein klanglich sehr ausgewogenes System, das sowohl beim Einsatz als TV-Soundbar als auch bei der Musikwiedergabe kaum Schwächen hat. Vergleicht man den Preis mit den UVP für Playbar und Playbase, die beide bei 799 Euro liegen, wird die Entscheidung sogar noch einfacher. Ja, die Beam hat weniger Lautsprecher. Ja, der Bass hat weniger Wumms. Dennoch klingt sie bei der Musikwiedergabe in ruhigeren Passagen, in denen es auf Klangreinheit ankommt, teils ein wenig besser, als die Playbar. Und wer auf massiven Bass nicht verzichten möchte, kann sich überlegen, der Beam gleich noch einen Sonos Sub (799 Euro) zur Seite zu stellen, damit wäre auch dieses Thema erledigt.

Und wer sich unsicher ist, ob das System zu seinen Bedürfnissen passt: Sonos bietet 100 Tage Rückgaberecht auf seine Produkte. Genug Zeit also, die Systeme ausgiebig unter die Lupe zu nehmen.

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