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So verbinden Sie zwei Netzwerke im Heimnetz

08.02.2018 | 11:36 Uhr | Peter Stelzel-Morawietz

Ein typisches Szenario: Der PC mit einem kleinen, kabelgebundenen Netzwerk, bestehend aus Switch, Netzwerkfestplatte, Drucker & Co., steht im Arbeitszimmer. Doch der Internetanschluss befindet sich irgendwo sonst im Haus. So verbinden Sie die Komponenten mit dem Internetzugang.

Um die genannten Komponenten online zu schalten, bestehen im Wesentlichen drei Möglichkeiten: Netzwerkkabel, Powerline und WLAN beziehungsweise Kombinationen daraus. Weil ein loses Netzwerkkabel im Flur stört und Internet über die Steckdose je nach Stromnetz nicht immer zuverlässig funktioniert, bleibt als praktische Alternative häufig doch wieder die Funklösung. Vorausgesetzt, die überbrückte Entfernung ist nicht zu groß und die übertragene Bandbreite hoch genug, lässt sich so auch ein stationärer Rechner mit Hilfe eines günstigen WLAN-USB-Sticks oder einer WLAN-Karte zum Einbauen einfach mit dem Internet verbinden.

Dann aber stellt sich die Frage, wie Sie die übrigen Komponenten des zusätzlichen Kabelnetzwerkes ins WLAN integrieren. Wie Sie also beispielsweise von einem Notebook aus auf dem nicht-WLAN-fähigen Drucker drucken oder auf die NAS zugreifen. Ja, selbst das Streamen auf den Fernseher im Wohnzimmer oder auch nur die Installation von Software auf der Netzwerkfestplatte funktionieren zunächst nämlich nicht.

Praktisch als kurzzeitige Hilfe: Windows bietet die Möglichkeit, zwei oder mehr Netzwerke miteinander zu verbinden (oben) und natürlich auch wieder zu lösen.
Vergrößern Praktisch als kurzzeitige Hilfe: Windows bietet die Möglichkeit, zwei oder mehr Netzwerke miteinander zu verbinden (oben) und natürlich auch wieder zu lösen.

Statt nun einzelne Geräte freizugeben, bietet Windows die bequeme Option, zwei oder mehr Netzwerke miteinander zu koppeln. Dazu klicken Sie in Windows 10 in der Systemsteuerung auf „Netzwerk und Internet –› Netzwerk- und Freigabecenter –› Adaptereinstellungen ändern“. Nun markieren Sie im ersten Schritt die beiden zu verbindenden Netzwerke und klicken dann mit der rechten Maustaste auf einen der beiden Einträge. Im Kontextmenü klicken Sie die Option „Verbindungen überbrücken“ an und warten einen Augenblick, bis die Netzwerkbrücke steht und beide Netzwerke miteinander verbunden sind. Darüber hinaus brauchen Sie nichts zu konfigurieren, von außen erscheint das Ganze nun als ein Netzwerk, in dem alle Hardwarekomponenten miteinander verbunden sind. Falls irgendwann gewünscht, können Sie mit einem Rechtsklick auf die „Netzwerkbrücke“ gefolgt von „Löschen“ die Verbindung der beiden Netzwerke wieder aufheben.

Der Nachteil dieses Verfahrens ist, dass die Netzwerkbrücke über den PC vorgenommen wird, dieser also für die Verbindung laufen muss. Um das zu umgehen, können Sie einen Switch mit WLAN-Anbindung oder einen WLAN-Repeater beziehungsweise einen zweiten Router mit Unterstützung des Bridge-Modus verwenden, um auf diese Weise das gesamte, zunächst getrennte Kabelnetzwerk per WLAN zu verbinden. Beachten Sie bitte, dass nicht alle WLAN-Repeater und -Router diesen Bridge-Modus unterstützen.

Tipp: Wenn es im Netzwerk klemmt, beginnt eine aufwändige Fehlersuche. Diese 10 Tools helfen Ihnen dabei, der Schwachstelle schnell auf die Spur zu kommen.

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