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So überwachen Sie die Fitness Ihrer SSD

16.03.2017 | 14:21 Uhr |

Zur SSD-Pflege gehört der regelmäßige Check der Fitness Ihres Flashspeichers. Der Tipp zeigt, wie Sie den Leistungszustand feststellen.

Die SSD Ihres Rechners ist schon einige Jahre im Einsatz. Deswegen befürchten Sie einen Leistungsabfall des Laufwerks. Sie wollen ihren Zustand feststellen und sicherstellen, dass der Datenträger weiter ausfallsicher ist oder Sie bei Problemen regieren können.

Tools der Hersteller: Die erste Anlaufstelle, um den Zustand der SSD festzustellen, sind die Toolsammlungen der Hersteller wie etwa Samsung Magician oder Toshiba SSD Utilities. Die Programme lesen die SMART-Informationen des Laufwerks aus, versorgen es mit der aktuellen Firmware oder führen eine Speicherbereinigung durch. Ist Ihre SSD schon etwas älter, kommt es oft vor, dass das Modell nicht in vollem Umfang erkannt wird. Dann stehen nicht alle Funktionen zur Verfügung. So erkennt Samsung Magician in unserem Versuch das Modell MZTE128HMGR zwar als Samsung-Datenträger, erklärt aber gleichzeitig „Dieses Laufwerk wird nicht unterstützt“.

Drittanbietertools: Ist das der Fall, greifen Sie am besten zu einem herstellerunabhängigen Gratis-Tool wie Crystaldiskinfo . Haben Sie mehrere SSDs installiert, wählen Sie nach dem Start des Tools links oben den gewünschten Laufwerksbuchstaben aus. Haben Sie nur ein Laufwerk installiert, zeigt das Tool die Festplatte automatisch an – etwa als „C:“. Das Programm listet im oberen Teil des Fensters die allgemeinen Daten zur SSD auf.

Um die Zuverlässigkeit des Datenträgers festzustellen, sind Angaben wie „Firmware“ weniger wichtig als etwa „Host-Schreibvorgänge“. Hieraus können Sie sich die Lebenszeit des Flashspeichers erschließen, denn die Angabe erfolgt in GB oder in TB, wenn Sie den Cursor auf das Feld ziehen. Aktuelle SSDs sind im Schnitt auf 30 bis 40 TB Gesamtschreibvolumen ausgelegt. Hat Ihre SSD beispielsweise einen Wert von 5009 GB erreicht, müssen Sie sich demnach keine Sorgen machen.

Im unteren Teil des Fensters zeigt das Tool die Parameter an, die es über die SMART-Diagnose (Self-Monitoring, Analysis and Reporting-Technology) ermittelt hat. Den aktuellen Zustand erkennen Sie an der angezeigten Farbe links in der ersten Spalte vor dem entsprechenden Parameter. Blau entspricht einem guten Zustand, Gelb zeigt beginnende Probleme an, Rot steht für einen kritischen Wert. Wollen Sie sich nicht mit Einzelwerten herumschlagen, sehen Sie lins oben unter „Gesamtzustand“, wie es um Ihre Platte insgesamt steht.

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Um die tatsächliche Leistungsfähigkeit des Laufwerks über einen längeren Zeitraum im Blick zu behalten, sind Screenshots sinnvoll, die Sie in bestimmten Zeitintervallen – etwa alle drei Monate – erstellen und in einem vorher definierten Verzeichnis ablegen. So behalten Sie den Flashspeicher im Blick und können frühzeitig eingreifen, wenn sich die Leistungsfähigkeit der Platte verschlechtert.

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