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So soll Alexa im BMW aussehen und funktionieren

30.07.2018 | 16:57 Uhr |

BMW will im August 2018 den Alexa-Support für seine Fahrzeuge ausrollen. Inklusive Bildschirm-Ausgabe und Alexa-Weckruf. Die Details.

BMW will in einigen Tagen den Alexa-Support für viele seiner Fahrzeuge ausrollen. Nadja Horn, Pressesprecherin von BMW für ConnectedDrive, bestätigte uns gegenüber den baldigen Starttermin für die im Herbst 2017 angekündigte Alexa-Integration. Im August 2018 soll der Alexa-Support für Neuwagen verfügbar sein. Zu den Kosten wollte sich BMW noch nicht äußern.

Die „Amazon-Alexa-Integration ist dann in allen neuen BMW- und Mini-Fahrzeugen in Deutschland, Österreich, UK und USA verfügbar. Der Dienst kann für BMW-Fahrzeuge ab einem Produktionszeitraum von März 2018 gebucht oder im BMW ConnectedDrive Store nachgebucht werden.“ Für ältere BMW-Fahrzeuge lässt sich Alexa aber nicht nachrüsten.

Laut einem Bericht von Techcrunch soll BMW eng mit dem Alexa-Team von Amazon daran gearbeitet haben, um Alexa tief in BMWs Infotainmentsystem ConnectedDrive zu integrieren. Alexa soll dabei nicht nur akustische Ausgaben liefern, sondern auf dem Control-Display im BMW auch eine visuelle Ausgabe mit zusätzlichen Informationen und Grafiken erzeugen, die Alexa nicht vorliest. US-Medien vergleichen deshalb die Alexa-Integration in die BMWs eher mit Echo Show oder Echo Spot als mit Echo Dot oder Echo. Wobei Alexa auf dem Control Display im BMW aber keine Videos abspielt.

BMW ConnectedDrive startet den Alexa-Bildschirm auf dem Control Display, sobald man Alexa zum Beispiel nach dem Wetterbericht fragt oder eine Wissensfrage stellt, für deren Beantwortung Alexa auf Wikipedia zurückgreift. Die dann angezeigten und auf Alexa basierenden Informationen sind aber in der gleichen Optik gehalten wie die sonst auch auf dem Control Display dargestellten ConnectedDrive-Angaben. Der einzige Unterschied ist der Schriftzug „Alexa“ links oben auf dem Control Display. BMW bewahrt also ein einheitliches Look&Feel für alle Anzeigen auf dem Control Display, unabhängig von der Quelle der angezeigten Daten.

Sie können eine Alexa-Anfrage starten, nachdem Sie die Sprachbedienungstaste im Lenkrad gedrückt haben (mit dieser Taste starten Sie auch die BMW-eigene, ziemlich gute Sprachsteuerung sowie Siri für Apple Carplay ). Wobei in neueren BMW-Modellen sogar unabhängig davon der „Alexa“-Weckruf funktionieren soll, ähnlich wie beim Echo zu Hause. Das bedeutet, dass Alexa im Auto immer mithört. Ein bekanntes Problem von Alexa, das bereits 2016 einer größeren Öffentlichkeit bewusst wurde, als in den USA die Polizei einen Mord mit Hilfe der immer mitlauschenden Alexa aufklären wollte.

Der BMW schickt Ihre Alexa-Anfrage zunächst an BMW-Server und dieser leitet sie dann an die Amazon-Server weiter. BMW will sich so die Hoheit über die Daten bewahren und den Datenschutz sicherstellen. In der Praxis dürfte das aber zu einer etwas verzögerten Antwort führen, weil die Anfragen ja über zwei statt einen Server gehen.

Die Alexa-Kommunikation geht über die im BMW seit langer Zeit eingebaute SIM-Karte. Wichtig sind die Alexa-Skills. BMW sortiert hier aus um Skills zu unterbinden, die im Auto keinen Sinn machen oder den Fahrer gar ablenken könnten.

Keine neuen Details sind zu einer ähnlichen Integration von Microsoft Cortana und Google Assistant in BMW-Fahrzeuge bekannt. Fest steht nur, dass BMW auch mit Microsoft zusammenarbeitet. Insbesondere im Zusammenspiel mit Microsoft Office könnte Cortana im BMW Sinn machen.

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