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So prüfen Sie, ob Ihre HDD defekt ist

07.12.2018 | 09:07 Uhr |

Bei einer internen Festplatte kommen viele bewegliche Bauteile zum Einsatz, die im Laufe der Zeit verschleißen können. Auch wenn eine Magnetfestplatte im Schnitt bis zu zehn Jahre überstehen kann, sollten Sie regelmäßig prüfen, wie es um den Zustand Ihres Speichermediums bestellt ist.

Bei der Früherkennung ist es wichtig, die ersten Zeichen der Alterung richtig zu deuten. Nur so haben Sie die Chance, Ihre Daten rechtzeitig zu sichern, um einen Verlust zu entgehen. Ein markantes Indiz für das baldige Ableben Ihrer Festplatte sind Geräusche. Hören Sie daher in regelmäßigen Abständen genau auf Ihre HDD, wenn sie in Betrieb ist. Vernehmen Sie ein deutliches Klackern, könnte das auf einen Defekt des Lesekopfes hindeuten. Um diesem Geräusch genauer auf den Grund zu gehen, stecken Sie vor dem Einschalten des PCs das SATA- und Stromkabel ab, die mit der Festplatte verbunden sind. So können Sie nach dem erneuten Hochfahren des Computers herausfinden, ob die Festplatte das Klackern verursacht oder beispielsweise nur ein Kabel, das am Lüfter streift.

Ein weiterer Hinweis ist eine verlangsamte Zugriffszeit auf Ordner und Dateiverzeichnisse. Wenn dieser Vorgang mehr Zeit in Anspruch nimmt als noch vor einigen Wochen, sollten Sie bereits anfangen, Ihre Daten auf einer externen Festplatte zu sichern.

Doch neben diesen recht offensichtlichen Anzeichen für eine defekte HDD gibt es auch noch eher unauffälligere Phänomene, bei denen Sie reagieren sollten. Stellen Sie beispielsweise immer häufiger fest, dass Daten und Ordner verschwinden oder sich Dokumente nicht mehr auf der HDD ablegen lassen, dann kann das ebenfalls ein Anzeichen für einen drohenden Ausfall sein.

Ein weiteres Alarmsignal: Der Rechner erkennt die Festplatte nicht mehr, obwohl der Laufwerksmotor deutlich zu hören ist. Zur Ursachenforschung können Sie das Speichermedium einmal abstecken und in einem anderen Computer erneut anschließen und testen. Wenn die Festplatte in einem anderen Computer voll funktionsfähig ist, dann kann es sich um ein kurzfristiges Zugriffsproblem handeln, das sich mit einem erneuten Start des PCs beheben lässt. Stets empfehlenswert ist ein Austausch der Kabel. Denn auch sie verschleißen und können so Ärger verursachen.

Eine Magnetfestplatte hat bewegliche Teile, die verschleißen können. Defekte kündigen sich oft an – etwa als Geräusche oder durch seltsames Verhalten der HDD.
Vergrößern Eine Magnetfestplatte hat bewegliche Teile, die verschleißen können. Defekte kündigen sich oft an – etwa als Geräusche oder durch seltsames Verhalten der HDD.

Absoluter Handlungsbedarf besteht, wenn das System abstürzt und im Anschluss einige Daten fehlen. Dabei handelt es sich meist um einen Fehler im Dateisystem. Es können einige Sektoren der HDD beschädigt oder Fehler im Verzeichnis aufgetreten sein. Neben diesen Schäden können auch Zuordnungseinheiten verlorengegangen sein. Diesen Defekt können Sie nur mit einem Befehl beheben: Dafür geben Sie „cmd“ in die Startmenü-Suche von Windows ein und klicken mit der rechten Maustaste auf „Eingabeaufforderung“ im Kontextmenü, um den Befehl als Administrator auszuführen. In das Fenster, das sich nun öffnet, geben Sie Folgendes ein: „chkdsk C: /f“ (oder statt C: den jeweiligen Laufwerksbuchstaben) und bestätigen mit [Enter]. Zwar erhalten Sie nun einen Hinweis, dass Ihre Festplatte bereits in Verwendung ist, können jedoch trotzdem auswählen, ob Sie den Prüfvorgang beim nächsten Start oder sofort durchführen möchten. Am Ende des Durchlaufs erhalten Sie eine ausführliche Auswertung über Ihre HDD und eventuelle Schäden.

Da sich ein Ableben einer Festplatte nicht immer durch seltsame Geräusche oder andere Hinweise ankündigt, sollten Sie Ihre Daten regelmäßig auf einer externen Festplatte sichern. Zudem empfiehlt es sich, mit einem kostenlosen Tool wie Crystaldiskinfo die sogenannten SMART-Informationen der HDD auszulesen. Diese Werte sind verlässlich und geben verschiedene Auskünfte, unter anderem auch über den Gesundheitszustand der Festplatte. So können Sie sich schon früh auf beschädigte Sektoren hinweisen lassen.

Tipp: Clevere Festplatten-Tools für alle Fälle

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