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So messen Sie die Render-Leistung von CPU und GPU

28.03.2017 | 15:10 Uhr |

Mit einem Addon für das 3D-Tool Blender können Sie auch die Render-Leistung Ihrer Chips messen. Wir zeigen, wie es geht.

Die meisten populären Testprogramme für PCs beschränken sich oft nur auf die Ermittlung der Spieleleistung. Für die breite Masse ist das natürlich kein Problem und genauso gewollt. Doch kreativen Köpfen kommt es nicht darauf an, ob es sich auf dem Rechner gut zocken lässt. Denn für diese Zielgruppe zählt ein anderer, wichtiger Aspekt: die Performance beim Rendering, auch Bildsynthese genannt. Dieser Vorgang erzeugt aus Rohdaten, wie beispielsweise aus geometrischen Beschreibungen, die Szenen und Bilder, die Sie auf dem Bildschirm sehen. In diesem Tipp zeigen wir, wie Sie die Render-Leistung mit Gratis-Programmen zuverlässig bestimmen können, und zwar sowohl für den Prozessor, als auch für den Grafikchip.

Die besten Benchmarks: PC-Tempo selbst messen

Zunächst müssen Sie sich das 3D-Kreationsprogramm Blender herunterladen und installieren. Achten Sie natürlich darauf, die richtige Version für Ihren Systemtypen auszuwählen, also 32- oder 64-Bit. Da es sich um ein Open-Source-Projekt der Blender Foundation handelt, ist die Software komplett kostenlos und auch der Einsatz im kommerziellen Umfeld ist erlaubt. Zu den Nutzern von Blender zählen mittlerweile auch einige bekannte Film- und Entwicklerstudios, was für den Funktionsumfang des Programms spricht.

Da die Software aber ab Werk keine integrierte Benchmark-Funktion mitbringt, müssen Sie ein Gratis-Addon aus der Community hinzufügen. Zum Download der aktuellen Version des sogenannten Blenchmark in Form einer Zip-Datei geht es hier entlang: Download Blender Benchmark Addon . Entpacken Sie das Archiv und kopieren den Ordner „blenchmark“ in folgenden Datei- respektive Installationspfad: Blender/[Versionsnummer]/scripts/addons. Danach starten Sie Blender und aktivieren das Addon folgendermaßen: Klicken Sie links oben auf „File“, danach auf „User Preferences“ und wählen im nächsten Fenster die Registerkarte „Add-ons“. Tippen Sie dann einfach in die linke Suchleiste „blenchmark“ ein und setzen Sie einen Haken, um das Addon zu aktivieren. Verlassen Sie das Fenster und klicken Sie oben dieses Mal auf „Render“.

Volles Tempo! Mehr Leistung für die Grafikkarte

Über „Benchmark“ wechselt das Tool dann in den entsprechenden Modus - allerdings werden aktuelle Projekte dadurch ungesichert beendet. Die Leistungsmessung erfolgt, wenn Sie auf „Start Benchmark“ klicken. Vorab sollten Sie allerdings sicherstellen, dass Sie den richtigen Rechenchip testen: Unter „Compute Device“ steht auf der linken Seite der Prozessor, auf der rechten Seite der Grafikchip bereit - je nachdem, was Sie eben testen möchten. Der Benchmark lässt nach dem Start ein Bild eines BMWs rendern und misst dabei unter anderem die Zeit, die der Chip dafür braucht. Da das Ergebnis nicht einfach automatisch nach Ende des Render-Vorgangs angezeigt wird, müssen Sie auf „Show Results“ klicken. Unter „Render Time“ erfolgt dann die Zeitanzeige. Wenn es sich um ein sehr gutes Ergebnis handelt (also wenn es nur wenige Sekunden gedauert hat), dann können Sie das Ergebnis sogar über „Send Results“ einschicken. Die Blender Foundation führt eine online einsehbare Rangliste - und mit einem guten Ergebnis können Sie sogar Teil dieses Rankings werden.

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