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So können Sie auch 2,5-Zoll-Festplatten oder SSDs im NAS verwenden

23.08.2017 | 09:13 Uhr |

Per Wechselrahmen lassen sich 2,5-Zoll-Festplatten und SSDs im Netzwerkspeicher betreiben. Das lohnt sich vor allem bei NAS-Systemen, die sehr leise sein sollen.

In der Regel bestücken Sie Netzwerkspeicher mit 3,5-Zoll-Festplatten. Diese sind dank bestimmter Herstellerserien wie etwa WD Red oder Seagate NAS HDD auf den Dauerbetrieb ausgelegt.

Allerdings soll Ihr NAS-System im Wohnzimmer stehen. Sie befürchten jedoch, dass die großen Magnetplatten dort zu laut sind. Die beste Empfehlung zur Plattenbestückung in einem Netzwerkspeicher bleiben 3,5-Zoll-Scheiben. Wenn diese zu laut für Ihren Einsatzzweck sind, so lassen sich auch 2,5-Zoll-Platten oder sogar SSDs ins NAS-Gehäuse einbauen.

Falls Sie schon ein Gehäuse haben, prüfen Sie bitte vor dem Kauf der kleineren Platten, ob diese zu Ihrem NAS-Modell passen. Denn nicht alle Gehäuse vertragen den Umgang mit den kleineren Magnetplatten oder gar SSDs. Suchen Sie hierzu auf der Herstellerwebseite Ihres NAS-Modells die passende Kompatibilitätsliste heraus. Orientieren Sie sich dabei an den 2,5-Zoll-Varianten sowie SSD-Modellen, die der Hersteller für Ihren NAS-Typ empfiehlt. In diesem Fall können Sie davon ausgehen, dass der Anbieter die kleineren Platten ausführlich getestet hat.

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In manchen Fällen haben Sie Probleme, die kleinen Platten so im Gehäuse unterzubringen, dass die Anschlüsse passen. Dann behelfen Sie sich mit einem Adapter. Er sorgt dafür, dass die kleinere Platte richtig im Wechselrahmen oder Gehäuse sitzt und sich korrekt mit Schrauben befestigen lässt. Manche NAS-Hersteller bieten solche Adapter als extra Zubehör an. So finden Sie etwa bei Synology den Festplattenhalter Type C für rund 12 Euro, der für die Modelle der DS109-Serie spezifiziert ist. Wem das zu teuer ist, der kann es auch mit einem Einbauwechselrahmen versuchen – wie etwa von Orico –, den es bereits ab rund sieben Euro gibt. In der Regel eignen sich die Wechselrahmen für 2,5-Zoll-Platten genauso wie für SSDs. Achten Sie aber bitte darauf, dass die Bauhöhe der SSD unterstützt wird. Im Falle von Orico ist der Adapter bei SSDs mit 7, 9,5 und 12,5 Millimeter Bauhöhe kompatibel.

Grundsätzlich eignen sich 2,5-Zoll-Festplatten wie auch SSDs jedoch wirklich nur dann für den NAS-Einsatz, wenn das Betriebsgeräusch das allein ausschlaggebende Kriterium ist. Was die Kapazität betrifft, machen Sie damit keinen Schnitt. Denn beide Plattentypen sind teurer im Preis pro Gigabyte.

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Insbesondere SSDs sind noch immer der reine Luxus im Einsatz als NAS-Festplatte. Des Weiteren können Sie keinen Tempogewinn erwarten, solange Sie das NAS im Gigabit-Netzwerk betreiben, denn hier bremst die LAN-Schnittstelle die SSD-Geschwindigkeit aus. Eine Ausnahme wäre der Einsatz in einem 10-Gigabit-Netz. Denn hier könnten Sie deutlich höhere Datentransferraten erwarten, wenn NAS und Verkabelung auf diesem Stand sind. Das ist im heimischen Netzwerk derzeit allerdings nicht sehr wahrscheinlich.

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