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So funktioniert ein Digitizer-Stift

04.09.2017 | 13:33 Uhr |

Unser Tipp erklärt Ihnen was Sie über einen Digitizer-Stift wissen müssen, und was der Unterschied zwischen einem aktiven und einem passivem Stylus ist.

Selbst die ausgefeiltesten Eingabemethoden können der guten, alten Handschrift in puncto Gefühl und häufig auch Geschwindigkeit kaum das Wasser reichen. Insbesondere kreative Köpfe wissen die handschriftliche Eingabe zu schätzen, vor allem dann, wenn es um Zeichnen oder 3D-Modelling geht.

Kaum verwunderlich also, dass es schon seit jeher Geräte mit Unterstützung für die Stifteingabe gibt – ein Synonym für den Stift ist „Stylus“. Natürlich gibt es auch dafür verschiedene Techniken, die alle relativ unterschiedliche Ergebnisse auf den digitalen Bildschirm bringen. In diesem Tipp beschäftigen wir uns mit den sogenannten Digitizer-Stiften.

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Für eine möglichst präzise und natürliche Eingabe ist es erforderlich, dass auch der Bildschirm des Endgeräts auf die Eingabe von Digitizern hin abgestimmt ist. Denn hierfür muss ein gewisser Stromfluss über den Screen gehen, der einen Leiter erkennt und die Stiftführung entsprechend umsetzt. Dabei erkennt das Induktionsfeld eine leitende Spule in der Spitze des Digitizers. Daraus ergibt sich eine weitere Unterteilung: Aktive Digitizer haben eine Knopfbatterie oder einen Akku, die den Leiter in der Stiftspitze mit Strom versorgen und so ein elektrisches Feld erzeugen. Dieses wird wiederum von den Leitern im Bildschirm erkannt.

Der Vorteil hierbei ist, dass der Bildschirm den Digitizer von einer aufgelegten Hand oder einem Finger unterscheiden kann, was Falscheingaben verhindert. Dies erlaubt eine komfortable und gewohnte Schreibführung.

Des Weiteren gibt es den passiven Digitizer, bei dem die Spannungsversorgung durch die Induktion des Bildschirms erzeugt wird. Der Vorteil hierbei ist, dass zwei elektrische Felder entstehen, die das System voneinander unterscheiden kann. Bei der Signalverarbeitung funktionieren beide gleich gut, qualitative Unterschiede bei der reinen Technik gibt es nicht: Da eine konstante, aber natürlich sehr geringe Spannung über den Bildschirm fließt und durch den Stylus sowie dessen elektrisches Feld unterbrochen wird, können die Antennen im Inneren des Bildschirmes die Position sehr genau bestimmen. Teurere Modelle erkennen sogar, in welchem Winkel der Nutzer den Stift hält. Ebenfalls sehr intuitiv ist die Druckstufenerkennung. Hier sitzt ein entsprechender Sensor im Stylus, der in der Regel 1024 Druckstufen erkennt und so die Strichstärke verstärkt oder verringert.

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Unterschiede zwischen den beiden Digitizer-Varianten gibt es bei der Größe und der Energieversorgung: Aktive Stifte sind aufgrund der Batterie größer als passive Digitizer. Und wenn deren Stromversorgung leer ist, müssen Sie auf eine andere Bedienungsvariante zurückgreifen.

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