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Smarte Koffer: Bluesmart durch neue Flugregulierungen pleite

07.05.2018 | 14:49 Uhr |

Der Koffer-Hersteller Bluesmart muss aufgrund neuer Flugregulierungen und einer falschen Design-Entscheidung Insolvenz anmelden.

Der Hersteller von smarten Koffern Bluesmart muss in diesem Monat Insolvenz anmelden. Wie die Los Angeles Times berichtet , sind der Grund dafür unter anderem eine falsche Design-Entscheidung des Unternehmens sowie neue Regulierungen im Flugverkehr. Seit Anfang des Jahres ist der Transport von Gepäck mit integrierten und schwer entfernbaren Lithium-Akkus aufgrund der zu hohen Brandgefahr im Frachtraum von Flugzeugen in den USA untersagt.

Im Handgepäck dürfen Akkus auch weiterhin mitgeführt werden, bei smarten Koffern, die als Gepäck aufgegeben werden, müssen Akkus jedoch entfernt werden. Bei den smarten Gepäckstücken von Bluesmart ist das jedoch gar nicht so einfach. Die Batterien lassen sich hier nur durch das Lösen von vier Schrauben herausnehmen. Anstatt auf die Änderung bei den Flugregulierungen mit leichter entnehmbaren Akkus zu reagieren, beschwerte sich das Unternehmen Anfang des Jahres nur über die Anpassungen und bezeichnete diese als „absolute Frechheit“. Design-Anpassungen an seinen Gepäckstücken, damit diese den Regulierungen genügen, nahm Bluesmart jedoch nicht vor. Nun muss das Unternehmen den Preis dafür zahlen und meldet Insolvenz an.

Bluesmart hatte für die Finanzierung seiner smarten Gepäckstücke über die Crowd-Funding-Plattform Indiegogo etwa zwei Millionen US-Dollar eingesammelt. Die Rollkoffer verfügen über ein integriertes GPS-Modul, eine Waage und ein elektronisches Schloss mit App-Anbindung. Der fest verbaute Akku versorgt unter anderem den Steuerungscomputer für diese Funktionen mit Strom. Er dient zudem als Powerbank und lädt angeschlossene Geräte auf.

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