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Smart Home, Smart Car: Auto und Zuhause sind vernetzt

18.05.2018 | 14:50 Uhr |

Auto und Zuhause sind vernetzt. Und was hat der Verbraucher davon? Ein kurzer Blick in die Zukunft des Fahrens – und des Wohnens.

Das Auto ist ein Auto ist ein Auto? Nicht mehr so ganz. Denn unsere Fahrzeuge werden zunehmend serienmäßig vernetzt, digital und mehr und mehr zur IoT-Plattform, über die Fahrer verschiedene Funktionen und Dienste nutzen können.

Dabei geht es nicht nur um Telematik und Navigation. Im Windschatten autonom fahrender Autos haben sich Services rund um Infotainment, Gesundheit und Banking auf die Reise gemacht. Kurz: Das vernetzte Auto wird Teil des digitalen Lifestyles der Menschen. Essen, E-Books und Videos buchen sie per digitalen Assistenten mobil und über verschiedene Plattformen. Weshalb sollten diese draußen bleiben, wenn der Fahrer eingestiegen ist? Zumal der Markt mit vernetzten Autos äußerst attraktiv ist: Für das Jahr 2022 prognostiziert Statista ein Volumen von 73.558 Millionen Euro; dies entspricht einem jährlichen Umsatzwachstum von fast zehn Prozent.

Das Smartphone als Brücke zwischen Auto und Zuhause

Nahtlos verbunden sind diese Welten allerdings noch nicht: Einer der Hemmschuhe sind die unterschiedlich langen Innovationszyklen von Fahrzeugen und digitalen Lösungen für vernetzte Autos. Als Bindeglied dienen derzeit Technologien wie Mirrorlink, die Smartphone-Apps auf den Touchscreen im Auto spiegeln. Damit lassen sich mobile Services im Auto weiterverwenden, die Verbraucher bereits selbstverständlich über ihr Smartphone nutzen: digitale Lösungen wie Smart Home, mit denen sich ein Zuhause remote kontrollieren und steuern lässt.

Hier stellt beispielsweise der Volkswagen-Konzern Apps wie Magenta Smart Home über den Bildschirm des Infotainment-Systems bereit. Der Fahrer kann sein Smart Home über den Touchscreen steuern, die Heizung regeln und Situationen starten. Mit „Coming-Home“ schaltet sich beispielsweise die Beleuchtung von Garageneinfahrt und Hauseingang automatisch ein, wenn sich das Fahrzeug nähert. Das Garagentor öffnet sich und das Alarmansystem wird deaktiviert. Dafür benötigt der Nutzer Mirrolink -Schnittstellen in seinem Android-Smartphone und internetfähigen Volkswagen.

Sicherheit und Anwenderfreundlichkeit gewährleisten

Die Verbraucher erwarten zunehmend, dass digitale Services auf allen Geräten einheitlich funktionieren. Wenn zwei Drittel der Erwerbstätigen mit dem Auto zur Arbeit fahren, jeder Fünfte für eine Strecke zwischen 30 und 60 Minuten benötigt und die meisten auch mit dem Auto verreisen – dann zählen zu diesen Endgeräten auch die Touchscreens im Auto.

Ein Beispiel für Smart Home : Sehen die Kinder auf der Rückbank einen Film, soll er auf dem heimischen Fernsehgerät an der Stelle weiterlaufen, an der er im Auto unterbrochen wurde. Ein hoher Anspruch nicht nur an die IT-Infrastruktur, sondern auch an die Kompatibilität der Geräte.

In sich geschlossene Systeme sind hier klar im Vorteil, bieten dem Verbraucher aber nicht die Wahlfreiheit an Geräten, die er sich wünscht. Offene Plattformen liefern sie.

Gerade Infrastruktur und Kompatibilität sind für Smart Home entscheidend: Der Nutzer soll auch kurz vor dem Urlaub noch schnell die Bewegungsmelder in sein Alarmsystem integrieren können – und sich darauf verlassen, dass seine Benachrichtigungseinstellungen verlässlich gespeichert und angewendet werden.

Das ist neben einem stabilen Betrieb eine Herausforderung für alle Anbieter: Bei allen Visionen, die bald durchgängig vernetzte Lebensbereiche eröffnen werden, nicht aus den Augen zu verlieren, dass diese jederzeit störungsfrei – einfach kundenfreundlich – funktionieren müssen. Denn die Aufregung ist schon groß genug, wenn das System einen Wasserschaden meldet, während man im Stau nach Hause schleicht.

Klappt es mit dem Alltag, sind die Nutzer bereit für Autos, die sich – perfekt klimatisiert – selbstständig aus der Garage fahren, sobald der Bewohner die Kaffeemaschine ausgeschaltet hat. Am besten natürlich per Sprachbefehl.

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Smart Home - darum geht es.

Smart Home umschreibt einen der vermutlich am stärksten wachsenden Trends der Zukunft: Intelligente Geräte und Haus-Steuerungssysteme, die Ihnen Ihr Leben erleichtern sollen. Denkbar und vielfach bereits erhältlich sind dabei Lösungen wie Einbruchschutz oder Sets zum Stromsparen. Oder Intelligente Systeme zur Hausbelüftung oder Heizungssteuerung. Smart TVs bringen das Internet ins Wohnzimmer und Waschmaschinen lassen sich per App steuern. Über intelligente Stromzähler haben Sie mit einem Blick aufs Smartphone den aktuellen Stromverbrauch im Griff. Sie sehen, die möglichen Anwendungen sind vielfältig. In diesem Themenbereich widmen wir uns dem Thema Smart Home, erklären, wie die Technik funktioniert und wie intelligent vorhandene Lösungen am Markt wirklich sind.

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