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Sicheres VPN mit der Fritzbox in fünf Schritten

09.03.2017 | 10:40 Uhr |

Wollen Sie mit Mobilgeräten über das Internet auf Ihr Netzwerk und die im LAN integrierten Geräte zugreifen? Dann ist eine VPN-Verbindung die Ideallösung.

Schritt 1: VPN-Funktion ist inklusive

Der Zugriff auf die Fritzbox ist nicht nur auf das heimische Netzwerk beschränkt. Auch die Kontaktaufnahme über das Internet ist problemlos möglich, etwa um Einstellungen anzupassen, einen Blick auf die Telefonliste zu werfen oder den integrierten Anrufbeantworter abzuhören. Der Haken an der Sache: Die meisten Nutzer erhalten von ihren Internetprovidern eine dynamische IP-Adresse zugeteilt, die sich regelmäßig ändert. Haben Sie den AVM-eigenen Service Myfritz so eingerichtet, wie in diesem Ratgeber beschrieben, oder nutzen Sie einen speziellen DynDNS-Dienst, sind Sie auf der sicheren Seite, da diese Services Ihre jeweils aktuellste IP-Adresse kennen und alle Anfragen entsprechend umleiten. Die Nutzung eines solchen Dienstes stellt aber auch die Grundvoraussetzung dar, um die VPN-Funktion der Fritzbox einrichten zu können. Die zweite Bedingung: Die Fritzbox muss über eine öffentliche IPv4-Adresse erreichbar sein.

Schritt 1: VPN-Funktion ist inklusive
Vergrößern Schritt 1: VPN-Funktion ist inklusive

VPN steht für Virtual Private Network und beschreibt ein Verfahren, das es Ihnen gestattet, über eine verschlüsselte Verbindung auf Ihre Fritzbox und die freigegebenen Netzwerkressourcen zuzugreifen. Sehr gut: AVM hat die Einrichtung der VPN-Funktion im Laufe der Zeit immer weiter optimiert, sodass auch weniger versierte Nutzer von diesem Sicherheitsmechanismus profitieren können. Mussten Sie früher noch mit Zusatz-Tools arbeiten, können Sie die VPN-Funktion inzwischen direkt in der Fritzbox konfigurieren.

Schritt 2: VPN-Zugang an Fritzbox einrichten

Schritt 2: VPN-Zugang an Fritzbox einrichten
Vergrößern Schritt 2: VPN-Zugang an Fritzbox einrichten

Um die VPN-Funktion Ihrer Fritzbox einzurichten, melden Sie sich über die Konfigurationsoberfläche an. Falls nicht schon geschehen, klicken Sie unten links neben „Ansicht“ auf „Standard“, um die erweiterte Bedienoberfläche zu aktivieren. Links im Menü navigieren Sie anschließend über „Internet“ und „Freigaben“ zum Register „VPN“. Klicken Sie auf die Schaltfläche „VPN-Verbindung hinzufügen“. Im folgenden Dialog stehen Ihnen vier Optionen zur Auswahl, in diesem Workshop entscheiden wir uns für „Fernzugang für einen Benutzer einrichten“. Nach einem Klick auf „Weiter“ möchte der Assistent wissen, welcher Fritzbox-Benutzer die VPN-Verbindung nutzen darf. Haben Sie bereits Benutzerkonten eingerichtet, klicken Sie neben dem gewünschten Benutzernamen auf den „Bearbeiten“-Button. Aktivieren Sie im nächsten Dialog unter „Berechtigungen“ die Option „VPN“ und bestätigen Sie mit „OK“. Wollen Sie hingegen einen neuen Benutzer einrichten, klicken Sie auf „Benutzer hinzufügen“, geben die geforderten Infos ein und sichern die Änderung mit „OK“.

Unabhängig davon, wie Sie vorgegangen sind, will die Fritzbox nach dem Klick auf „OK“ wissen, ob Sie sich die Einstellungen für iOS-und Android-Gerät ansehen wollen. Bestätigen Sie mit „OK“. Es ist ratsam, diese Infos auszudrucken, um sie stets griffbereit zu haben. Um später einen Blick darauf zu werfen, klicken Sie in der Benutzerverwaltung auf den „Bearbeiten“-Button und wählen „VPN-Einstellungen anzeigen“.

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Schritt 3: VPN unter iOS konfigurieren

Schritt 3: VPN unter iOS konfigurieren
Vergrößern Schritt 3: VPN unter iOS konfigurieren

Öffnen Sie an Ihrem iOS-Gerät die „Einstellungen“, wählen Sie „Allgemein -> VPN -> VPN hinzufügen“ und aktivieren das Register „IPSec“. Geben Sie eine beliebige „Beschreibung“ an und tippen Sie bei „Server“ die DynDNS-Adresse Ihrer Fritzbox ein. Ihre Zugangsdaten geben Sie bei „Account“ und „Passwort“ ein. Die Option „Zertifikat verwenden“ bleibt deaktiviert, der „Gruppenname“ ist identisch mit dem „Account“. Geben Sie bei „Shared Secret“ den Code ein, der im Fritzbox-Dialog „VPN-Einstellungen“ angezeigt wird, und tippen Sie auf „Fertig“. Kehren Sie zum vorherigen Dialog zurück und setzen Sie den Schieberegler unter „VPN-Konfigurationen“ auf „An“, um die Verbindung herzustellen. Steht die Verbindung, wird in der oberen Statusleiste das Symbol „VPN“ eingeblendet.

Schritt 4: VPN unter Android einrichten

Schritt 4: VPN unter Android einrichten
Vergrößern Schritt 4: VPN unter Android einrichten

Wechseln Sie an Ihrem Android-Gerät (ab 4.0.4) zu den „Einstellungen“ und tippen Sie unter „Netzwerkverbindungen“ auf „Weitere Einstellungen“ und „VPN“. Fügen Sie mit „+“ eine neue Verbindung hinzu, geben Sie eine Bezeichnung ein und wählen Sie bei „Typ“ den Eintrag „IPSec Xauth PSK“ aus. Tippen Sie bei „Server-Adresse“ die Fritzbox-DynDNS-Adresse ein. Den im Fritzbox-Dialog angezeigten „IPSec Pre-Shared Key“ tippen Sie bei „Vorinstallierter IPSec-Schlüssel“ ein. Sichern Sie die Eingaben mit „Speichern“. Tippen Sie die neue Verbindung an, geben Sie Benutzernamen und Passwort ein, aktivieren Sie „Kontoinformationen speichern“ und tippen Sie auf „Verbinden“. Dass die Verbindung steht, erkennen Sie am Schlüsselsymbol, das in der oberen Statusleiste Ihres Android-Geräts eingeblendet wird.

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Schritt 5: VPN unter Windows einrichten

Schritt 5: VPN unter Windows einrichten
Vergrößern Schritt 5: VPN unter Windows einrichten

Um den VPN-Zugang zur Fritzbox unter Windows Vista, 7, 8/8.1 oder 10 einzurichten, benötigen Sie mit dem Shrew Soft VPN Client ein Zusatz-Tool. Wählen Sie während der Installation „Standard Edition“ aus, da nur diese Version kostenlos ist und sich uneingeschränkt nutzen lässt.

Starten Sie den „VPN Access Manager“ per Doppelklick auf das Desktop-Icon, wählen Sie „Add“ und tippen Sie im Register „General“ die Fritzbox-DynDNS-Adresse bei „Host Name or IP Address“ ein. Im Register „Authentication“ wählen Sie als „Authentication Method“ den Eintrag „Mutual PSK + XAuth“ aus. Bei „Local Identity“ stellen Sie unter „Identification Type“ „Key Identifier“ ein und geben darunter bei „Key ID String“ den Benutzernamen an. Unter „Remote Identity“ wählen Sie als „Identification Type“ den Eintrag „IP Address“ aus. Wechseln Sie zum Register „Credentials“ und tippen Sie in das Feld „Pre Shared Key“ den Zahlencode, der neben „Shared Secret“ steht (siehe Schritt 3), ein. Klicken Sie auf die Schaltfläche „Save“, um die Einstellungen zu sichern.

Um die VPN-Verbindung herzustellen, doppelklicken Sie auf das neue Verbindungssymbol, geben bei „Username“ und „Password“ die Zugangsdaten des Fritzbox-Benutzerkontos ein und klicken auf „Connect“.

Welche Geräte per VPN mit der Fritzbox verbunden sind, können Sie jederzeit in Erfahrung bringen.

Loggen Sie sich an der Konfigurationsoberfläche ein, wählen Sie „Internet“ und „Freigaben“ und bringen Sie das Register „VPN“ nach vorne. Im Bereich „VPN-Verbindungen“ werden alle aktiven Verbindungen angezeigt – zusammen mit der „Adresse im Internet“ und der lokalen IP-Adresse, die dem Gerät zugeteilt wurde.

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