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Notebooks gebraucht kaufen: So sparen Sie am meisten

28.03.2021 | 08:17 Uhr |

Sie wollen sich ein Notebook zulegen? Dann sollten Sie sich unbedingt auch abseits der Neugeräte umschauen. Denn mit gebrauchten oder generalüberholten Geräten, B-Ware sowie Leasing-Rückläufern können Sie echte Schnäppchen machen.

In Zeiten von Homeschooling und Homeoffice sind Notebooks angesagter denn je. Wenn es nicht unbedingt das Top-Gerät mit den derzeit aktuellen Hardwarekomponenten sein muss, lassen sich mitunter Hunderte von Euro sparen. So können Sie sich zum Beispiel den eigenen Traum eines ehemals sehr teuren Notebooks für den Bruchteil des Originalpreises erfüllen und schonen dabei überdies die Umwelt. Drei bis vier Jahre alte Notebooks sind noch immer bestens für die Alltagsaufgaben im Büro und für die Schule gerüstet. Und selbst ein Samsung Ativ Book 9 NP940X3G mit Intel Corei5- 4200U-Prozessor, 4 GB RAM und 128-GB-SSD von Ende 2013 ist mit Windows 10 noch flott unterwegs. Lediglich bei anspruchsvollen Spielen, die hohe Anforderungen an die Hardware stellen, gehen die älteren Notebooks leistungsmäßig in die Knie.

Doch wo sollte man gebrauchte Notebooks am besten kaufen? Ergiebige Quellen sind Ebay und Ebay Kleinanzeigen. Bei Privatverkäufen gibt es hier allerdings in der Regel keine Garantie oder Gewährleistung und auch keine Rücknahme. Deshalb sollten Sie hier nur zugreifen, wenn Sie das Notebook vorab sehen und testen können. Anders sieht es aus, wenn Sie von einem gewerblichen Anbieter bei Ebay kaufen. Dann gelten Rückgaberecht und Käuferschutz, sodass Sie auf der sicheren Seite sind.

Tipp: Besonders Mutige scheuen sich nicht, Notebooks mit einem Schaden zu kaufen. Solche Geräte gibt es als Bastelware bisweilen schon für wenige Euro. Der Aufwand für die Reparatur ist meist überschaubar. Ein Display etwa für einen 15-Zoll-Laptop mit Full-HD-Auflösung bekommen Sie schon ab 50 bis 80 Euro. Für den Einbau müssen Sie rund eine halbe Stunde rechnen, etwa eine Stunde kommt dazu für die Recherche zu genauer Panelbezeichnung und Händlerangeboten. Wie Sie Schritt für Schritt vorgehen, erfahren Sie im Tipp „ Defektes Display am Notebook selbst austauschen “ auf der PC-Welt-Webseite.

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Generalüberholte Notebooks mit und ohne Gebrauchsspuren

Bei Ebay werden häu- fig defekte Notebooks als Bastelware angeboten. Je nach Art des Schadens lässt er sich vergleichsweise kostengünstig reparieren.
Vergrößern Bei Ebay werden häu- fig defekte Notebooks als Bastelware angeboten. Je nach Art des Schadens lässt er sich vergleichsweise kostengünstig reparieren.
© Quelle: Bigstock, Copyright: AndreyPopov

Ältere, wiederaufbereitete Geräte sind beispielsweise bei Anbietern wie dem Marktplatz Backmarket , Refurbed  und One  im Angebot. Gleichzeitig setzen zudem etablierte (Elektronik-)Händler auf das Wiederaufbereiten und Wiederverkaufen von IT-Geräten. So bietet unter anderem Conrad  unter dem Label „Refurbished“ überarbeitete Gebrauchtgeräte an. Und bei Amazon gibt es mit „ Amazon Renewed “ einen eigenen Bereich mit Ein-Jahres-Amazon-Renewed-Garantie.

Pearl  setzt auf generalüberholte Leasing-Rückläufer, die Sie über den Suchbegriff im Online-Shop finden. Hier kostet zum Beispiel das HP ZBook 15 G3 mit 15,6-Zoll-Bildschirm, Prozessor Core i7, 32 GB RAM, 512-GB-SSD und 24 Monaten Gewährleistung rund 1300 Euro. Dies ergibt eine Ersparnis von etwa 66 Prozent gegenüber dem Listenpreis von knapp 3800 Euro vor drei Jahren. Bei Backmarket sind Ersparnisse von 50 Prozent die Regel. Ein Pluspunkt ist die Garantie von 36 Monaten und das 30-Tage-Rückgaberecht.

Bei Pearl gibt es attraktive Leasing-Rückläufer mit Windows 10 und Top-Hardware. Angesichts des ehemaligen Verkaufspreises von rund 3800 Euro im Jahr 2017 ein guter Preis für das angebotene HP ZBook 15 G3.
Vergrößern Bei Pearl gibt es attraktive Leasing-Rückläufer mit Windows 10 und Top-Hardware. Angesichts des ehemaligen Verkaufspreises von rund 3800 Euro im Jahr 2017 ein guter Preis für das angebotene HP ZBook 15 G3.

Was generalüberholte Geräte betrifft, sind Sie auf der sicheren Seite, wenn der Anbieter eine Garantie beziehungsweise Gewährleistung gibt (siehe Kasten „Was ist Garantie, was ist Gewährleistung?). Gebrauchte Notebooks von Händlern werden vor dem Verkauf von zertifizierten Partnerwerkstätten auf Schäden und Funktionalität hin getestet und bei Bedarf instandgesetzt. Dabei wird defekte Hardware ersetzt und das Gerät im Anschluss daran ausgiebig geprüft. Erst wenn es wieder tadellos funktioniert, geht es in den Weiterverkauf. Ein solches Notebook sollte wie ein Neugerät funktionieren. Allerdings kann es Gebrauchsspuren haben, etwa Kratzer auf dem Gehäuse. Gut: Bei manchen Anbietern bezahlen Sie für den Zustand. Je mehr offensichtliche Gebrauchsspuren es gibt, desto weniger bezahlen Sie. Bei Backmarket können Sie zum Beispiel auswählen, wie der oberflächliche Zustand des Gerätes sein soll – von „wie neu“ komplett ohne Kratzer bis hin zu „Stallone“ mit deutlichen Gebrauchsspuren. Sind Ihnen etwa Verfärbungen am Gehäuse, abgenutzte Tasten oder Kratzer egal, sparen Sie bei 100 Prozent funktionierender Technik je nach Gerät 50 bis 100 Euro von „gut“ bis „Stallone“. Nach Ihrer Auswahl des Wunsch-Notebooks und des Gebrauchszustands werden sämtliche Händler gelistet, die ein entsprechendes Gerät auf Lager haben, und Sie können bestellen. 

B-Ware: Neue Notebooks zum Sonderpreis kaufen

Auf dem Backmarket-Marktplatz wählen Sie den Zustand des gebrauchten Notebooks aus – sofern entsprechende Geräte aktuell verfügbar sind.
Vergrößern Auf dem Backmarket-Marktplatz wählen Sie den Zustand des gebrauchten Notebooks aus – sofern entsprechende Geräte aktuell verfügbar sind.

Als Ware zweiter Wahl („B-Ware“) bezeichnet man Verkaufsartikel, die ein Händler nicht mehr als neu verkaufen kann und die er deshalb zu einem Sonderpreis anbietet. Die so offerierten Notebooks sind neuwertig und voll funktionsfähig. Als B-Ware gelten auch nicht mehr original verpackte, jedoch ansonsten neue Artikel. Das können etwa Notebooks sein, die nur einmal ausgepackt und vorgeführt beziehungsweise vom Kunden angesehen wurden, und Retouren aus dem Versandhandel. Artikel, die als B-Ware verkauft werden, weisen keinerlei oder eher geringfügige, optische Mängel auf, die keinen Einfluss auf die technische Funktionsfähigkeit haben.

Amazon ist nicht nur der größte Online-Shop, sondern wahrscheinlich auch der größte Händler für B-Ware. Kein Wunder, kommen doch zahlreiche Bestellungen als Retoure zurück und landen im „Amazon Warehouse“. Hier können Sie gute Schnäppchen machen. Auf die stark reduzierten Angebote haben Sie alle Vorteile von Amazon – also Kundenservice, Retourenrecht so- wie als Prime-Kunde auch kostenlosen Versand. Gut: Regelmäßig gibt es 20 Prozent Rabatt auf die Warehouse-Deals. So sparen Sie zusätzlich, wenn Sie auf ein solches Angebot warten können.

Auch Cyberport , Medion  und notebooksbilliger.de  haben ein Outlet mit einer Vielzahl von Angeboten. Bei Mediamarkt und Saturn gibt es hin und wieder spezielle Verkäufe von B-Ware. Neben den Branchengrößen gibt es jedoch noch zahlreiche kleinere Händler. Eine Google-Suche nach „Notebook“ sowie „B-Ware“ zeigt zahlreiche entsprechende Treffer. Bei Ebay gibt es auch Notebooks als B-Ware von verschiedenen Händlern.

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Nach dem Kauf: Die Ausstattung kontrollieren und Hardware testen

Ganz gleich, für welchen Anbieter und welches Modell Sie sich entschieden haben: Nach dem Auspacken sollten Sie das Notebook auf einen vollständigen Lieferumfang hin kontrollieren. Vergleichen Sie diesen mit den Angaben zur Produktbeschreibung und dem Lieferschein respektive der Rechnung. Schauen Sie anschließend nach offensichtlichen Beschädigungen. Achten Sie hierbei vor allem auf Kratzer im Display und darauf, ob sich der Bildschirm leichtgängig auf- und zuklappen lässt. Laden Sie das Notebook nachfolgend vollständig auf. Für eine erste Funktionsprüfung können Sie mit einer Linux-Live-CD booten, etwa Linux Mint . Nach dem Start in die grafische Oberfläche klicken Sie links unten auf das Minto-Log und wählen unter „Administration“ den Eintrag „System Reports“. In dem jetzt geöffneten Programmfenster klicken Sie links auf „System information“. Im rechten Fensterbereich sehen Sie die Details. Wichtig sind die Angaben hinter „CPU“, „Graphics“ und „Drives“. Weitere Informationen erhalten Sie im Mint-Startmenü unter „Administration –› System Info“.

Wenn Sie bereits Windows 10 installiert haben, erhalten Sie in der Einstellungen-App (Aufruf: Windows-Taste-I) unter „System –› Info“ eine erste Übersicht mit Prozessor und RAM. Weit mehr Details gibt die Freeware Speccy  aus: Dabei erfahren Sie etwa, von welchem Hersteller das Mainboard stammt und welcher Chipsatz zum Einsatz kommt. Im Bereich „CPU“ finden Sie Angaben zum Prozessor. Der Bereich „RAM“ enthüllt Detailinformationen zu den verwendeten Speicherbausteinen. Weitere Bereiche sind „Betriebssystem“, „Grafik“, „Speicher“, „Optische Laufwerke“, „Audio“, „Peripherie“ und „Netzwerk“. Gibt es Abweichungen zu den „versprochenen“ Angaben des Verkäufers? In diesem Fall sollten Sie schriftlich reklamieren und einen Austausch verlangen oder direkt vom Rückgaberecht Gebrauch machen.

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