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Schlechtes Mobilfunksignal: So telefonieren Sie trotzdem

27.08.2018 | 10:08 Uhr | Birgit Götz

Schlechtes oder gar kein Netz? Alternativen für Telefonate und was Sie tun können, um das Mobilfunksignal zu verstärken und besseren Empfang zu bekommen.

Wenn man in einer Großstadt lebt und arbeitet, vergisst man leicht, dass es nicht überall im Land eine gute Mobilfunkabdeckung gibt. Abhängig vom Mobilfunkanbieter haben ländliche Gebiete oft wenig bis gar keine Netzabdeckung. Was können Sie tun, wenn Sie zu Hause einen schlechten mobilen Empfang haben?

Alternativen zum Mobilfunknetz für Anrufe und Texte

Prüfen Sie, ob Ihr Provider WLAN-Anrufe (WiFi Calling) anbietet. Wichtig: Auch Ihr Telefon muss das unterstützen. Die meisten gängigen Provider bieten WLAN-Telefonate an, unterstützen dabei aber oft nur ausgewählte Smartphone-Modelle, etwa Samsung  und die neuesten iPhones.

Geht das mit Ihrem Smartphone nicht, können Sie Skype verwenden. Es ist kostenlos und nutzt das Internet anstelle des Mobilfunknetzes. Vielleicht hat die Person, die Sie anrufen möchten, sogar schon einen Skype-Account. Wenn nicht, ist Skype schnell installiert und ein Account schnell eingerichtet.

Gegen Gebühr können Sie mit Skype auch Telefonnummern anrufen. Das ist praktisch, wenn Sie ein schlechtes Mobilfunksignal haben, aber Ihre Kontaktperson Skype nicht installieren möchte. Oder wenn es nicht angebracht ist, Ihren Gesprächspartner um die Installation zu bitten, etwa wenn Sie ein Unternehmen oder eine Behörde anrufen möchten.

Es gibt natürlich viele Alternativen zu Skype, bespielsweise Whatsapp, Facebook Messenger, Viber und Facetime (das nur auf Apple-Geräten funktioniert). Wenn Sie also bereits mit jemandem chatten, der eine dieser Apps benutzt, können Sie ihn auch über WLAN anrufen.

Handy-Signalverstärker

Wenn Sie nur in einem Raum im Haus Empfang haben oder wenn Sie für Telefonate extra in den Garten gehen oder auf einen höheren Punkt klettern müssen, dann könnte ein Signalverstärker helfen.

Eine Möglichkeit, Ihre Reichweite zu verbessern , ist der Einsatz eines mobilen Signalverstärkers. Seien Sie jedoch vorsichtig, was Sie kaufen. Die meisten Geräte, die Sie online finden, sind nur illegal zu nutzen. Wenden Sie sich besser an Ihren Netzbetreiber, um einen WLAN-Repeater zu kaufen statt ein Produkt eines Drittanbieters zu wählen.

Eine etwas andere Option ist Gotenna Mesh . Diese tragbaren Geräte sind in erster Linie für Wanderungen gedacht, funktionieren aber überall dort, wo das Signal schlecht ist, und ermöglichen es Ihnen, ein Mini-Mesh-Netzwerk zur Kommunikation zu erstellen.

In Paketen zu zwei, vier oder acht Stück verkauft, können Sie jedes Gotenna einfach über Bluetooth an ein Telefon koppeln und dann verschlüsselte Nachrichten (aber keine Sprachanrufe) zwischen Geräten senden, so lange Sie sich in Reichweite befinden - bis zu etwa sechs Kilometer im offenen Gelände und etwa einen Kilometer in belebteren, städtischen Umgebungen. Sie können die Geräte auch verwenden, um ein Relais zu erstellen, das die Reichweite mit jedem einzelnen erweitert.

Das ist jetzt vielleicht nicht die ideale Lösung dafür, wenn Sie ein schwaches Mobilfunksignal haben, aber zumindest eine gute Möglichkeit, mit Menschen in der näheren Umgebung in Kontakt zu bleiben.

Netzanbieter wechseln

Eine weitere Lösung, zu einem besseren Empfang zu kommen, könnte der Wechsel zu einem anderen Provider sein. Ein Wechsel ist einfach, und Sie können in der Regel auch Ihre bestehende Nummer mitnehmen. Fragen Sie dazu Ihren alten Provider nach dem dafür nötigen Code und schicken diesen an den neuen Anbieter, der sich dann um die Übertragung Ihrer Nummer kümmert.

Wie aber wissen Sie, ob Sie ein anderer Anbieter tatsächlich einen besseren Empfang ermöglicht? Prüfen Sie die Netzabdeckung des möglichen künftigen Anbieters auf dessen Website, beispielsweise bei Vodafone und bei O2 .

Wenn Sie lieber anbieter-unabhängige Infos haben wollen, können Sie die Netzabdeckung auch mit der App Opensignal prüfen. Die App gibt es für Android und iOS im jeweiligen Store.  

Diese Tipps stammen auszugsweise aus einem Beitrag, der zuerst bei unseren englischen Kollegen auf techadvisor.co.uk erschienen ist.

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