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Schlag gegen Szene: Denuvo-Cracker gibt auf

27.07.2018 | 12:51 Uhr |

Bulgarische Behörden konnten den Denuvo-Cracker Vokis aufgreifen, dieser gibt nun seinen "Kampf" gegen den Kopierschutz auf.

Der Kopierschutz Denuvo ist einer der berüchtigtsten auf dem Markt. Die DRM-Software galt lange Zeit als unknackbar. Etliche Cracker-Gruppierungen wurden alleine wegen Denuvo aufgelöst, da die Szene keinen Weg sah den Kopierschutz effizient zu umgehen. Die aus Österreich stammende Kopierschutzmaßnahme wurde irgendwann schließlich doch ausgehebelt, einer der Haupt-Akteure war der Cracker Voksi.

In der Cracker-Szene wird Voksi regelrecht gefeiert. Erst vor kurzem gelang es ihm, das Spiel Sonic Mania Plus von Denuvo zu lösen. Doch jetzt ging ein Ruck durch die Szene, diese machte sich Sorgen, dem Cracker könnte etwas zugestoßen sein, da sich dieser nicht mehr in den üblichen Kommunikationsplattformen blicken ließ.

Kurze Zeit später gab es aber Entwarnung: Dem 21-Jährigen ist nichts zugestoßen. Aber seine Karriere als Cracker wird er wohl vorerst an den Nagel hängen müssen. Auf Reddit gab Voksi dazu auch eine Erklärung ab. Demnach hatte er Besuch von den bulgarischen Behörden erhalten. Die Polizei durchsuchte dabei seine Wohnung und hat Server und PCs beschlagnahmt, der Cracker musste auch bei der Polizei vorsprechen. Nach eigenen Angaben kontaktierte Voksi Denuvo und bat um eine friedliche Lösung der Angelegenheit. Diese hatten nämlich eine strafrechtliche Beschwerde eingeleitet.

Verhaftet wurde Voksi demnach nicht, auch scheint der Cracker geständig zu sein und mit den Behörden zu kooperieren. Wie sein Angebot an Denuvo aussieht, ist nicht bekannt. Die Cracker-Karriere ist für Voksi allerdings wohl beendet.

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