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Sans Forgetica: Mit neuer Schriftart kann man sich Gelesenes besser merken

04.10.2018 | 15:28 Uhr | Denise Bergert

Wissenschaftler haben eine Schriftart entwickelt, die Schülern und Studenten dabei helfen soll, sich Gelesenes besser einzuprägen.

Die neue Schriftart Sans Forgetica soll Schülern und Studenten beim Lernen helfen. Sans Forgetica wurde unter Anwendung der Prinzipien der kognitiven Psychologie von Forschern des Royal Melbourne Institute of Technology (RMIT) in Australien entwickelt und weist einige Besonderheiten auf. Die Sans-Serif-Schriftart ist leicht nach links geneigt und ihr Schriftbild weist zahlreiche Löcher auf. Diese Löcher machen in Sans Forgetica geschriebe Texte schwerer lesbar, was wiederum dazu führen soll, dass der Leser sich den Text besser merken kann. Auf Basis des Desirable-Difficulty-Prinzips bleibt das Gehirn beim Lesen an jedem Wort ein wenig länger hängen als üblich. Dadurch kann das Gehirn das Gelesene besser verarbeitet und als Erinnerung anlegen.

Die Gestaltung der Schriftart hat das RMIT der Kreativ-Agentur Naked und der RMIT School of Design überlassen. In einem Test mit 400 Studenten und mehreren geeigneten Schriftarten zeigte Sans Forgetica die beste Quote. Mit ihr geschriebene Texte konnten sich die Probanden am besten einprägen. Die Schriftart steht ab sofort auf sansforgetica.rmit für PC und Mac sowie als Browser-Erweiterung für Googles Chrome zum kostenlosen Download bereit.

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