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Samsung will Galaxy Note 7 noch einmal verkaufen - in Schwellenländern

21.02.2017 | 13:07 Uhr |

Um eine Strafzahlung zu verhindern, will Samsung runderneuerte Galaxy Note 7-Geräte verkaufen - mit kleinerem Akku.

Samsung will sein Galaxy Note 7 doch noch nicht ganz begraben. Wie die südkoreanische Zeitung Hankyung berichtet, will der Konzern einige der zurückgerufenen Geräte überarbeiten und in Schwellenländern verkaufen.

Um Batterie-Brände zu verhindern, soll dabei die Akku-Kapazität von ursprünglich 3.500 mAh auf 3.000 bis 3.200 mAh herabgesetzt werden. Die Kernkomponenten sollen beibehalten werden, Samsung spendiert den Geräten jedoch ein neues Gehäuse.

Bis Mai soll die Aktion zur Runderneuerung des Galaxy Note 7 abgeschlossen sein. Der Verkauf wird den Berichten zufolge im Juni 2017 beginnen. Nach Europa kommen die Geräte jedoch nicht. Das Smartphone soll voraussichtlich in Indien, Vietnam und anderen Schwellenländern angeboten werden. Samsung zieht außerdem den Verkauf in Südkorea im Vorfeld des Galaxy-Note-8-Launchs in Betracht.

Die Überarbeitung und der erneute Verkauf des Galaxy Note 7 soll nicht nur Samsungs Verluste verringern. Der Konzern will damit auch eine Umwelt-Strafzahlung umgehen. Die südkoreanische Regierung hatte erst kürzlich verlauten lassen, dass Samsung eine entsprechende Zahlung leisten müsse, wenn die Note-7-Bestände nicht ordnungsgemäß entsorgt würden.

Laut Schätzungen von Samsung wurden im vergangenen Jahr etwa 98 Prozent der ausgelieferten 3,06 Millionen Galaxy-Note-7-Einheiten zurückgerufen. 200.000 von ihnen wurden benutzt, um die Ursache für die Akku-Brände herauszufinden. Rund 2,5 Millionen Einheiten befinden sich laut Hankyung derzeit in den Samsung-Lagern.

Im vergangenen Monat veröffentlichte Samsung seinen Report zum Note-7-Debakel . Der Konzern erklärte, dass fehlerhafte Akkus Schuld an den explodierenden Geräten seien. Mit der übrigen im Smartphone verbauten Hardware sei alles in Ordnung.

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