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Samsung entschuldigt sich für Krebs-Erkrankungen seiner Arbeiter

23.11.2018 | 15:26 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Samsung hat sich für Krebserkrankungen bei seinen Fabrik-Mitarbeitern entschuldigt. Die Betroffenen bekommen eine Entschädigung.

Der südkoreanische Elektronik-Gigant Samsung hat sich für Krebserkrankungen bei seinen Mitarbeitern in der Halbleiter- und LCD-Produktion entschuldigt, wie asiatische Medien berichten. Samsung gestand ein, dass der Konzern mit Gesundheitsrisiken in den genannten Unternehmensbereichen nicht richtig umgegangen sei.

Mehrere Hundert Samsung-Mitarbeiter, indische Medien reden von 320 Menschen, waren an verschiedenen Krebsarten wie beispielsweise Leukämie erkrankt; 118 seien bis heute daran gestorben. Im Jahr 2007 kamen die Vorwürfe erstmals an die Öffentlichkeit, doch Samsung wiegelte viele Jahre lang ab. Familienangehörige sagten aus, dass die Verstorbenen in Samsungs südkoreanischen Chipfabriken mit krebserregenden Chemikalien in Kontakt gekommen waren. Erst 2014 entschuldige sich Samsung erstmals und 2015 richtete das Unternehmen einen Entschädigungsfonds ein. Damals bestritt Samsung aber noch einen Zusammenhang zwischen der Arbeit in seinen Fabriken und den Erkrankungen, wie Spiegel.de berichtet.

Samsungs Co-Präsident Kim Ki-Nam sagte jetzt: "Wir entschuldigen uns aufrichtig bei den erkrankten Arbeitern und ihren Familien". Samsung belässt es aber nicht bei der formalen Entschuldigung, sondern zahlt jedem betroffenen Mitarbeiter eine Entschädigung von umgerechnet bis zu 117.000 Euro. Abgedeckt werden 16 Krebsarten und andere Krankheiten sowie Fehlgeburten und angeborene Krankheiten bei Kindern der betroffenen Arbeiter.

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