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AMD Ryzen 7: Temperatur-Messwerte und Spiele-Leistung

14.03.2017 | 14:29 Uhr |

AMD reagiert auf Kritik bei der Temperatur-Messung von Ryzen-CPUs und verspricht einen Patch für Windows 10.

Bei den Prozessoren Ryzen 7 1800X und 1700X stellt Windows Temperatur-Messwerte zur Verfügung, die 20 Grad Celsius über der tatsächlichen Temperatur der CPUs liegen. AMD liefert nun die Begründung für dieses Phänomen: So werde die Temperatur der Chips zwar korrekt zwischen Cpu und Heatspreader gemessen, sie wird im Anschluss jedoch um ein Offset erhöht. AMD begründet dieses Vorgehen mit einer einheitlichen Lüfterstrategie

Der zu hohe Messwert sorgt im Gegenzug dafür, dass die Lüfter ihre Drehzahl deutlich früher anheben. Offenbar will AMD damit genügend Spielraum für die Turbo-Funktion XFR schaffen. Diese kann den Takt bei den X-Modellen von Ryzen um 100 MHz auf einem oder zwei Kernen anheben, wenn die Temperatur dies zulässt.

Mit einem Update für Windows 10 will AMD zudem die Spiele-Leistung der Ryzen-Prozessoren verbessern. Diese hinkt der Konkurrenz von Intel derzeit noch hinterher . Im kommenden Monat soll ein Patch für Windows 10 den Ausbalanciert-Energiesparplan des Betriebssystems verändern. Dieser Sparmodus sorgt aktuell dafür, dass Ryzen sein volles Potenzial nicht ausfahren kann.

Wird in Windows 10 der Energiesparplan „Höchstleistung“ aktiviert, takten alle Kerne mit ihrem Maximalwert. Dies sorgt zwar für die bestmögliche Leistung, lässt jedoch auch den Stromverbrauch ansteigen. Der derzeitige Ausbalanciert-Energiesparplan in Windows 10 schaltet bei Intel-Prozessoren das Core-Parking ab, bei Ryzen hingegen werden gerade nicht genutzte Kerne in einen Energiesparmodus versetzt. Läuft in dieser Zeit gerade ein Spiel, kann es zu Rucklern kommen. Die Anpassung des Energiesparplans in Windows 10 soll die Spieleleistung von Ryzen-Prozessoren laut Hersteller um fünf bis zehn Prozent anheben.

Mit den Ryzen-CPUs will AMD endlich wieder zu Intel aufschließen und mit dem Top-Modell Ryzen 7 1800X könnte das sogar gelingen. Zum Preis von 559 Euro bekommt man einen 8-Kerner, der besonders bei der Multi-Core-Performance neue Rekorde aufstellt. Aber wie sieht es mit der Spiele-Leistung und vor allem der Temperatur und dem Stromverbrauch aus? Kann AMD Intel hier wirklich Paroli bieten? Wir haben den neuen AMD Ryzen 7 1800X im Video getestet.

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