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Russische Hacker sollen US-Stromnetz im Visier haben

24.07.2018 | 14:55 Uhr |

Die USA vermutet schon seit längerer Zeit, russische Hacker hätten es auf das US-Stromnetz abgesehen. Medienberichte bestätigen nun solche Vermutungen.

Die USA verdächtigen seit geraumer Zeit Russland, hinter gezielten Angriffen auf das US-Stromnetz zu stecken. Wie das Wall Street Journal nun berichtet , hat das US-Heimatschutzministerium nun neue, alarmierende Erkenntnisse zu den Vorkommnissen. Dabei sollen die Angreifer so raffiniert gewesen sein, dass sie theoretisch per Knopfdruck Stromausfälle verursachen hätten können. Zudem sei die Zahl an angegriffenen Unternehmen weit höher als zuvor angenommen, von mehreren Hundert ist die Rede.

Schon seit einigen Monaten beschuldigen die USA Hacker mit Verbindung zur russischen Regierung, die Verantwortlichen zu sein. Die Hacker-Gruppierung, die unter den Namen „Dragonfly“ oder „Energetic Bear“ bekannt ist, soll schon seit März 2016 oder sogar noch früher an den Angriffen beteiligt sein, Russland dementiert seit jeher.

Laut dem WSJ sollen die Hacker über Umwege Netzwerke von US-Stromunternehmen infiltriert haben. Da diese speziell gesichert und nicht mit dem öffentlichen Internet verbunden sind, sollen die Angreifer sich zuerst kleinere Drittfirmen mit weniger strengen Sicherheitsvorkehrungen vorgenommen haben. Dies geschah über Phishing-Mails, über die Mitarbeiter dazu gebracht wurden, ihre Passwörter preiszugeben. Über diese Drittfirmen, die als verlässliche Partner der Stromanbieter galten, wurden dann weitere Informationen zu den Beschaffenheiten und Betriebsabläufen der Netzwerke ausgespäht.

Bislang gab es noch keine Störversuche oder gar herbeigeführte Stromausfälle. Die Experten gehen jedoch davon aus, dass solche Angriffe demnächst stattfinden könnten, da sich die Hacker – so die Experten – gerade erst positionieren.

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