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Rolls-Royce und Intel wollen selbstfahrende Schiffe bauen

16.10.2018 | 15:14 Uhr |

Schon in wenigen Jahren sollen riesige Schiffe autonom ohne Besatzung auf den Weltmeeren unterwegs sein.

Das britische Unternehmen Rolls-Royce baut nicht nur teure Luxuskarossen und Flugzeugmotoren, sondern auch Antriebe für Schiffe. Durch eine Kooperation mit Chiphersteller Intel will Rolls-Royce künftig auch vollkommen autonome Frachtschiffe entwickeln. Man arbeite bereits seit 2010 an dieser Technik, das erste Schiff ohne Besatzung soll 2025 in See stechen. In diesem Jahr wurden bereits erste Schiffe mit dem Intelligent Awareness System versehen, bei dem Sensoren und Kameras die Umgebung des Schiffs jederzeit überwachen. Im Falle einer bevorstehenden Kollision wird der Kapitän gewarnt. Die dabei gesammelten Daten von bis zu einem Terabyte pro Tag sollen auf SSD-Laufwerken mit 3D-NAND-Technik von Intel gespeichert werden. Die Verarbeitung übernimmt ein Xeon-Prozessor von Intel.

Das Intelligent Awareness System von Rolls-Royce könne sogar den Typ eines in der Nähe befindlichen Schiffs automatisch erkennen. Darüber hinaus kann es bei schlechten Wetterbedingungen bei der Navigation helfen. Derzeit befindet sich das System auf wenigen Schiffen im Test, beispielsweise einer Fähre in Japan. Problematisch sei jedoch die rechtliche Freigabe derartiger Systeme, schließlich sind Schiffe in den Gewässern zahlreicher Länder unterwegs. Daher werden die ersten autonomen Schiffe ohne Besatzung wohl in Küstennähe eines Landes unterwegs sein. Erst nach einer weltweiten Freigabe der Technik könnten langfristig alle Schiffe autonom über die Meere fahren.

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