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Roccat Kone Aimo im Praxistest

11.01.2018 | 17:23 Uhr |

Die nächste und wohl umfangreichste Neuauflage des Gaming-Maus-Klassikers bietet eine smarte RGB-Beleuchtung, die auf die Mausführung des Gamers reagiert. Hinzu kommen ein präziser optischer Sensor und programmierbare Tasten. Und das alles zu einem durchaus vertretbaren Preis.

Bereits 2007 wurde die erste Gaming-Maus mit RGB-Beleuchtung vorgestellt, und zwar die Roccat Kone. Mit der Roccat Kone Aimo stellt der Gaming-Gear-Hersteller aus Hamburg nun eine weitere Neuauflage vor, die es dieses Mal wirklich in sich hat. Denn neben einer gewohnt intuitiven Software und einem leicht veränderten Design führt der Hersteller das Aimo-Beleuchtungssystem ein: Eine innovative Beleuchtungstechnik, die es in dieser Form bislang noch nicht gibt.

TEST-FAZIT: Roccat Kone Aimo

Die Roccat Kone Aimo ist mit ihren 130 Gramm kein Fliegengewicht, liegt aber aufgrund der Breite immer noch recht gut in der Hand – hier bemerken wir das bewährte Kone-Design. Wer grundsätzlich schwerere Mäuse bevorzug trifft hier also voll ins Schwarze. Doch eben an diesem Punkt wird sich der ein oder andere mit Sicherheit gegen die Kone Aimo entscheiden. Denn nicht jeder bevorzugt eine schwere und breite Maus. Ein veränderbares Gewicht wäre hier wünschenswert gewesen. Die Ur-Kone bot dieses Feature nämlich an.

Doch gerade bei der Beleuchtung hat sich der Hersteller wieder voll ins Zeug gelegt und bringt mit dem Aimo-System eine neue Art der RGB-Beleuchtung auf den Markt. Nicht nur das intuitive Aufleuchten ist hier der Clou, mehrere Aimo-Geräte können hier farblich aufeinander abgestimmt werden. Der Owl-Eye-Sensor hat bei uns im Test ebenfalls überzeugt und hat flüssig sowie äußert präzise reagiert. Für die Kone Aimo ruft Roccat einen Preis von rund 80 Euro auf welcher aus unserer Sicht definitiv nicht zu hoch angesetzt ist.

Pro:

+ „intelligentes“, toll umgesetztes RGB-Beleuchtungssystem

+ komfortable Handhabung

+ natürlich reagierender optischer Sensor

+ aufgeräumte Treiber-Software

Contra:

- ziemlich breit und wuchtig

Die Roccat Kone Aimo erhält den PC-WELT-Award "Top Design".
Vergrößern Die Roccat Kone Aimo erhält den PC-WELT-Award "Top Design".

Design und Beleuchtung

In Punkto Design ist sich der Hersteller treu geblieben und hat bei der Roccat Kone Aimo nur wenig verändert. Die vom Vorgänger bekannte Ergonomie bleibt erhalten. Der Hersteller setzt jetzt aber auf ein kantigeres und wuchtigeres Äußeres - passend für eine Gaming-Maus. Darüber hinaus ist die Kone in drei verschiedenen Farben erhältlich: schwarz, grau und weiß.

Grau, weiß und schwarz. Die Farbvarianten der neuen Kone Aimo.
Vergrößern Grau, weiß und schwarz. Die Farbvarianten der neuen Kone Aimo.
© Roccat

Wie eingangs schon erwähnt, setzt Roccat ein neues Beleuchtungssystem mit dem Namen Aimo ein. Hierbei analysiert eine Art künstliche Intelligenz das Spielverhalten des Besitzers. Bei einer hektischen Spielweise leuchtet die Maus beispielsweise eher rot und blitzt auf. Pulsierende und beruhigende Farben kommen zum Vorschein, wenn der Gamer ein eher gemütliches Verhalten an den Tag legt. Neben diesen Effekten kann sich der User bei der Einstellung seiner RGB-Beleuchtung wie gewohnt auch selbst austoben. Jede der vier Beleuchtungszonen sowie das Mausrad können in einer anderen Farbe erstrahlen, je nachdem wie es beliebt. Und ja, obwohl es nur eine optische „Spielerei“ ist: Wir finden, dass die RGB-Beleuchtung bei der Roccat Kone Aimo sehr gut in Szene gesetzt wurde.

Im Vergleich zum Vorgänger präsentiert sich die Kone Aimo in einem kantigen, wuchtigen Design.
Vergrößern Im Vergleich zum Vorgänger präsentiert sich die Kone Aimo in einem kantigen, wuchtigen Design.
© Roccat

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Treiber-Software Roccat Swarm

Der Treiber Roccat Swarm erlaubt dem Nutzer nicht nur eine ganz und gar personalisierte Einstellung der Leuchteffekte, sie bietet auch Spielraum bei der Einstellung der DPI-Stufen. Und nicht nur das – die Software bündelt die gesamte Roccat-Peripherie in einer Oberfläche für eine noch bessere Übersicht und Verwaltung. Die Programmierung der insgesamt acht Tasten erfolgt ebenfalls über diese Anwendung und unterstützt auch Makros, Shortcuts für das Öffnen bestimmter Programme oder auch herkömmliche Tastenkombinationen. Unterteilt werden kann das Ganze dann wiederum in bis zu fünf Profile, die Sicherung aller Einstellungen erfolgt direkt auf dem 512 Kilobyte großen Onboard-Speicher.

Zur Einstellung von Shortcuts, Makros oder der RGB-Beleuchtung: Die Treiber-Software Roccat Swarm bietet viele Funktionen, ohne wirklich überladen zu wirken.
Vergrößern Zur Einstellung von Shortcuts, Makros oder der RGB-Beleuchtung: Die Treiber-Software Roccat Swarm bietet viele Funktionen, ohne wirklich überladen zu wirken.

Im Gegensatz zur Ur-Kone spendiert Roccat der Aimo-Version eine zusätzliche Taste in der Daumenablage. Die ist ab Werk mit der Easy-Shift-Funktion belegt: Easy Shift ermöglicht es, jeder Taste eine weitere Belegung hinzuzufügen, wenn die Easy-Shift-Taste dabei gehalten wird. Welche Programmierungen Sie hier vornehmen, bleibt Ihnen überlassen. Im Übrigen ist der Treiber recht übersichtlich und selbsterklärend gestaltet. Auch die sogenannte Lift-Off-Distanz lässt sich in zwei Stufen regeln (sehr niedrig oder niedrig), alternativ lässt sich die Distanz auch ganz individuell kalibireren – sehr schön!

Die zusätzliche Daumentaste in der Daumenablage ist für eine intuitivere Bedienung ab Werk mit der Easy-Shift-Funktion belegt.
Vergrößern Die zusätzliche Daumentaste in der Daumenablage ist für eine intuitivere Bedienung ab Werk mit der Easy-Shift-Funktion belegt.
© Roccat

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Der Owl-Eye Sensor von Roccat

Roccats optischer Owl-Eye-Sensor ist im Prinzip ein Pixart PMW3361, der von den eigenen Ingenieuren aber noch modifiziert wurde und abschließend auf den Namen Owl-Eye getauft wurde. Der Sensor arbeitet ohne digitale Anpassungen und überträgt die Bewegungen der Maus sehr natürlich. Wir empfanden die Reaktionen der Maus als sehr zuverlässig und äußerst präzise. Die Kone Aimo bietet außerdem eine maximale Abtastrate von 12.000 DPI. Die Einstellung der einzelnen DPI-Stufen lässt sich ebenfalls ganz einfach im Roccat-Swarm-Treiber vornehmen und in Echtzeit über die beiden Tasten hinter dem Scrollrad durchschalten.

Der optische Owl-Eye-Sensor verleiht der Kone Aimo noch präzisere und natürlichere Bewegungen.
Vergrößern Der optische Owl-Eye-Sensor verleiht der Kone Aimo noch präzisere und natürlichere Bewegungen.
© Roccat

Tasten und Scrollrad der Roccat Kone Aimo

Alle Tasten der Kone Aimo bieten einen knackigen, nicht allzu schweren Druckpunkt. Jede Eingabe wird mit einem hellen Klicken quittiert. Für die linke und rechte Maustaste kommen „Roccat-exklusive“ Switches zum Einsatz, die mindestens 50 Millionen Anschläge überstehen sollen. Beim Mausrad handelt es sich um ein 4-Wege-Modell, das also nicht nur klick- und scrollbar ist, sondern auch die Tilt-Funktion, also das neigen nach rechts und links beherrscht. Bei unserem Modell mussten wir allerdings feststellen, dass das Rad beim Neigen nach links nur mit viel Kraftaufwand funktioniert hat. Die Rechtsneigung hingegen funktionierte einwandfrei.

Technische Daten

Roccat Kone Aimo

Maße (H x B x T)

200 x 60,7 x 160,20 Millimeter

Gewicht

130 Gramm

Tastenanzahl

8

Frei belegbar

Ja

Sensortyp/ - bezeichnungen

Laser / Roccat Owl-Eye

Maximale Auflösung in DPI

12.000

Polling-Rate

1.000 Hz

Profil- /Makrofunktion

Ja / Ja

Verbindung

USB-Kabel / 1,8 Meter

Weitere Ausstattung / Besonderheiten

gesleevtes Kabel / RGB-Beleuchtung / intelligente Illumination / Treibersoftware / Onboard-Speicher 512 KB / Easy-Shift [+] Technologie

Allgemeine Daten

Testkategorie

Peripherie

Hersteller

Roccat

Internetadresse

www.roccat.org/de-DE/

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

80,00 Euro

Garantie

24 Monate

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