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Roccat Khan Aimo: 7.1-Gaming-Headset mit RGB-Beleuchtung im Test

29.04.2018 | 10:30 Uhr |

Test: Das neue Gaming-Headset aus dem Hause Roccat ist nicht nur mit dem eigens entwickelten Beleuchtungssystem Aimo kompatibel, sondern soll auch einen klaren 7.1-Surround-Sound liefern.

Das Roccat Khan Aimo will neben dem Klang auch mit einem hohen Tragekomfort glänzen, der zusammen mit einem geringen Gewicht für angenehme Zocker-Sessions sorgen soll. Zudem verspricht uns der Hersteller, dass wir auch im Voice-Chat voll auf unsere Kosten kommen, denn dank der Roccat-Swarm-Software können wir unser Mikrofon ganz nach Belieben einstellen.

TEST-FAZIT: Roccat Khan Aimo

Die Erwartungen an das Roccat Khan Aimo waren hoch, doch leider hat uns gerade der Sound enttäuscht, auch wenn der Komfort dafür überaus hoch ist und wir das Headset auch nach längerem Tragen kaum spüren. Der Klang kommt einfach viel zu kurz: Die Höhen übersteuern schnell, gerade wenn wir das Headset stark aufdrehen vernehmen wir ein unangenehmes Klirren. Aktivieren wir den Surround-Sound, wird dem Klang ein unschöner Hall hinzugefügt.

Die recht überladene Gaming-Software bietet jede Menge Einstellungsoptionen, nicht nur für den Klang, sondern auch für die Aimo-Beleuchtung, die sich bei dem Roccat Khan allerdings auf insgesamt vier kleine Leuchtstreifen begrenzt.

Für einen aktuellen Straßenpreis von rund 120 Euro ist die Leistung, die wir erhalten, einfach zu gering und der Preis aus unserer Sicht deshalb zu hoch.

Pro:

+ sehr hoher Komfort

+ sehr leicht

+ klare Sprachübertragung

Contra:

- schlecht abgestimmter Klang

- unübersichtliche Gaming-Software

Roccat Khan Aimo: Leichtes Gaming-Design für mehr Komfort

Der Hersteller verwendet für das Roccat Khan Aimo leider überwiegend Kunststoff, nur die Schieber zur Größeneinstellung bestehen aus rostfreiem Metall. Zwar bietet das gewählte Material nicht die schönste Optik, dafür ist das Headset umso leichter und wiegt geringe 275 Gramm. Zudem verleihen jeweils zwei RGB-Streifen auf jeder Muschel dem Headset kleine Farbtupfer.

Beide Ohrmuscheln zieren jeweils zwei RGB-Streifen.
Vergrößern Beide Ohrmuscheln zieren jeweils zwei RGB-Streifen.
© Roccat

Für die Ohrmuscheln kommt Memory-Foam (Schaumstoff) und Kunstleder zum Einsatz, wodurch das Roccat Khan Aimo sehr weich und leicht auf dem Kopf sitzt. Auch nach mehreren Stunden, und sogar beim Tragen einer Brille, müssen wir nicht unter schmerzenden Druckstellen leiden.

Durch das Hochklappen des Mikrofons aktivieren Sie die Stummschaltung.
Vergrößern Durch das Hochklappen des Mikrofons aktivieren Sie die Stummschaltung.
© Roccat

Gaming-Headset mit mittelmäßigem Klang und guter Sprachübertragung

Leider können wir dem Klang des Roccat Khan Aimo nur wenig abgewinnen, denn dieser klingt, auch nach unserem Feintuning über die Software, nur wenig harmonisch. Es macht den Anschein, dass Höhen, Mitten und der Bass nicht aufeinander abgestimmt sind, wobei der Bass aber noch am besten abschneidet. Die Höhen beginnen schnell zu übersteuern und bieten nur wenig Details, wobei der Bass schön voll und rund wummert, ohne dabei zu scheppern. Leider ist der Gesamteindruck des Klangs mittelmäßig, da wir des Öfteren ein Rauschen und Klirren wahrnehmen. Sehr schade!

Das Roccat Khan Aimo bietet einen zuschaltbaren 7.1-Surround-Sound.
Vergrößern Das Roccat Khan Aimo bietet einen zuschaltbaren 7.1-Surround-Sound.
© Roccat

Dafür ist das Mikrofon umso besser gelungen, denn wir erhalten eine klare Sprachausgabe, ohne störendes Rauschen oder Hintergrundgeräusche. Letztere kommen nur höchst selten und vergleichsweise leise bei unserem Gegenüber an. Um das Mikro stummzuschalten, klappen wir es einfach hoch, und für die Regelung der Lautstärke befindet sich auf der rechten Ohrmuschel ein Drehregler.

Wer beim Gaming ordentlichen Sound haben und von seinen Teamkollegen gut verstanden werden will, braucht ein gutes Gaming-Headset. Wir haben sechs beliebte Kopfhörer-Mikro-Kombis getestet.

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Roccat Swarm Software

Die kostenlose Gaming-Software hat uns zu Beginn ein wenig geärgert, denn bereits nach dem Download war ein Firmware-Update nötig, das immer wieder fehlschlug. Der Übeltäter war vermutlich USB-3.0-Port, denn erst über den 2.0-Anschluss konnten wir das Update abschließen und das Headset auch ohne Software nutzen, nämlich via Plug and Play.

In der Roccat-Swarm-Software dürfen Sie sich bei der Klang- und Beleuchtungskonfiguration voll austoben.
Vergrößern In der Roccat-Swarm-Software dürfen Sie sich bei der Klang- und Beleuchtungskonfiguration voll austoben.
© Roccat

Die Roccat Swarm Software hat einiges zu bieten, ist dafür aber auch recht überladen und unübersichtlich. Wir können zwischen vordefinierten Klangprofilen wählen, die Beleuchtung regeln und den 7.1-Surround-Sound mit Hi-Res-Zertifizierung aktivieren. Letztere verändert jedoch die Klangqualität sehr stark, denn es ist ein deutlicher Hall zu hören und auch der Bass ist deutlich schwächer. Die Hi-Res-Unterstützung an sich ist natürlich ein Garant für detaillierten Klang, da auch die Wiedergabe von hochaufgelöstem Tonmaterial in Studioqualität gegeben ist. Allerdings belegen solche Audiodateien ziemlich viel Speicherplatz, weshalb sie in der Praxis nur selten zum Einsatz kommen. Es gibt zum aktuellen Zeitpunkt auch nur wenige Spiele, die Hi-Res-Audio bieten.

Technische Daten

Roccat Khan Aimo

Fernbedienung

Mikrofon-Stummschaltung an der linken Ohrmuschel, Lautstärkeregelung an der rechten Ohrmuschel

Gewicht

275 Gramm

Regler

Lautstärkesteuerung, Mikrofonstummschaltung, RGB-Beleuchtung ein- und ausschalten

Anschluss, Übertragung

USB 2.0

Bauweise

geschlossen

Frequenzgang

10 Hz - 40 kHz

Impedanz

32 Ohm

Lautsprecher (Durchmesser)

50 Millimeter

Mikrofon abnehmbar

Nein, hochklappbar

Lieferumfang

nicht vorhanden

Allgemeine Daten

Testkategorie

Peripherie

Hersteller

Roccat

Internetadresse

www.roccat.org

Preis (unverbindliche Preisempfehlung)

119,99 Euro

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