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Roboter am Arbeitsplatz: Skepsis wächst

29.01.2019 | 17:09 Uhr | Michael Söldner

Die Deutschen sorgen sich zunehmend über den Einsatz von Robotern in Industrie, Medizin und Pflege.

Die Psychologen der Universitäten Würzburg und Linz haben in einer Studie  herausgefunden, dass die Akzeptanz von Robotern geringer ausfällt als noch vor einigen Jahren. Speziell Roboter am Arbeitsplatz bereiten den Deutschen Sorgen. Nach Ansicht des Studienautors Markus Appel von der Julius-Maximilian-Universität Würzburg könnte dies mit der Angst vor dem Verlust des eigenen Arbeitsplatzes durch einen Roboter in Verbindung stehen. In Gesprächen mit Arbeitnehmern sei deutlich geworden, dass die Ängste immer konkreter werden. 

Eine vom Bundesministeriums in Auftrag gegebene Studie aus dem vergangenen Jahr zeigte jedoch, dass Roboter letztlich mehr neue Jobs schaffen, als sie vernichten . Die deutsche Bevölkerung hat indes weiterhin Ängste vor Robotern. Zwar sei sie grundsätzlich positiv eingestellt. Wird es aber konkret, also beispielsweise beim Einsatz der Roboter in der Medizin, Pflege oder Produktion, so hinterlassen sie eher ein negatives Gefühl. Noch 2012 seien die Deutschen Befürworter von Robotern in diesen Bereichen gewesen, mittlerweile überwiege die Skepsis. In Deutschland falle dieser Trend noch stärker aus als in anderen Ländern. Warum dies so ist, erklärt die Studie nicht. Möglicherweise hat es mit der Zunahme von Robotern in Industrieunternehmen zu tun. Jedes zweite dieser Unternehmen nutze Roboter schon in den Bereichen Schweißen, Lackieren, Transport und Reinigung.

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