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Riva Wand: Feiner Raumklang mit Hi-Res-Audio

05.03.2018 | 13:13 Uhr |

In jedem Raum ein Lautsprecher – Ein Szenario, das in vielen Haushalten schon gang und gäbe ist. Was liegt also näher, die Geräte miteinander zu koppeln. Dank Airplay ist das kein Problem und die einzige Voraussetzung ist ein Lautsprecher mit WLAN und natürlich Airplay-Kompatibilität.

Riva bietet gleich zum Start ihrer Serie Wand zwei für Airplay kompatible Lautsprecher an: Arena und Festival. Der kleine Arena ist mit seinen 18 cm Höhe ein sehr platzsparendes Modell. Dank seiner dreiseitigen Lautsprecheranordnung kann er wunderbar freistehend positioniert werden. Für den Rundumklang sorgen drei aktive Lautsprecher (ADX-Treiber) und drei Passivstrahler. Angesteuert werden diese von einem 3-Kanal-Verstärker.

Trotz des sehr kompakten Gehäuses überzeugt der Arena mit sehr gutem Rundumklang.
Vergrößern Trotz des sehr kompakten Gehäuses überzeugt der Arena mit sehr gutem Rundumklang.
© Riva Audio

Neben WLAN und Bluetooth verfügt der Arena über Anschlüsse für USB und 3,5-mm-Klinke. An der USB-Buchse kann nicht nur ein USB-Stick als Musikquelle dienen, sondern man kann auch seine Geräte darüber laden. Als Zubehör für den Arena gibt es einen Akkupack, der als Sockel an die Unterseite gepackt wird. Damit ist der Arena rund 20 Stunden unabhängig vom Strom.

Der optionale Akkupack sorgt für bis zu 20 Stunden Musikgenuss ohne Stromanschluss.
Vergrößern Der optionale Akkupack sorgt für bis zu 20 Stunden Musikgenuss ohne Stromanschluss.
© Riva

Der Festival ist mit seinem 36,5 cm breiten Gehäuse schon ein großer Lautsprecher, bei dem Riva den Platz für drei Tieftöner, drei Hochtöner und vier Passivstrahler genutzt hat. Ein 7-Kanal-Verstärker versorgt die Treiber mit insgesamt 200 Watt Leistung. Zusätzlich zu den Anschlüssen des Arena, verfügt der Festival noch über einen eher seltenen optischen Digitaleingang. Hierüber lässt sich beispielsweise ein Fernsehapparat anschließen. Soweit die Unterschiede, die weiteren Features haben die zwei Geschwister gemeinsam.

Das Geheimnis des Rundumklangs der Riva Wand Serie unter dem Lautsprechergitter. Lautsprecher strahlen nicht nur nach Vorne, sondern es sind noch weitere Lautsprecher seitlich verbaut.
Vergrößern Das Geheimnis des Rundumklangs der Riva Wand Serie unter dem Lautsprechergitter. Lautsprecher strahlen nicht nur nach Vorne, sondern es sind noch weitere Lautsprecher seitlich verbaut.
© Riva Audio

Ein ungemein praktisches Feature ist der Unterwegs-Modus. Ein unscheinbarer Schalter auf der Rückseite lässt die Rivas ein eigenes WLAN aufbauen. Hierüber kann man sich mit seinem Smartphone direkt verbinden. Das ist ähnlich wie Bluetooth eine 1:1-Verbindung, hat allerdings den Vorteil der besseren Klangqualität, da Audio verlustfrei übertragen wird.

Der große Festival bietet zusätzlich noch einen digitalen Audioeingang in Form eines Toslink-Anschlusses.
Vergrößern Der große Festival bietet zusätzlich noch einen digitalen Audioeingang in Form eines Toslink-Anschlusses.
© Riva Arena

Die Hardware ist das eine, welche Formate und Dienste unterstützt werden, eine andere Sache. Die besten Voraussetzungen für eine hochwertige Audiowiedergabe ist durch die Unterstützung Highres Audio mit bis zu 24 Bit und 192 kHz gegeben. Dementsprechend wird neben Apple Lossless auch FLAC, FLAC HD, WMA Streaming, RTSP, PCM/WAV und MP3 unterstützt.

Beim Streaming setzt Riva nicht nur auf Airplay und DLNA, sondern auch auf Spotify Connect und Google Chromecast. In Verbindung mit der Google Home App, bringt man viele Streaminganbieter unter einen Hut und damit auf die Rivas. Das sind zum Beispiel Deezer und TuneIn Radio.

Der derzeit größte Lautsprecher der Wand-Serie ist der Festival. Er glänzt mit einem vollem Klang, der auch dank Highres-Audio, seinen gleichen in seiner Preisklasse sucht.
Vergrößern Der derzeit größte Lautsprecher der Wand-Serie ist der Festival. Er glänzt mit einem vollem Klang, der auch dank Highres-Audio, seinen gleichen in seiner Preisklasse sucht.
© Riva Audio

Einrichtung

Die Einrichtung in das hauseigene WLAN geht erfreulich leicht. In der beiliegenden Kurzanleitung sind zwei Wege beschrieben, einmal über die Google Home App und zum anderen über Airplay. Wir haben uns für letztere Variante entschieden. Hier benötigt man nur ein iOS-Gerät, das mit dem eigenen WLAN verbunden ist. In den WLAN-Einstellungen von iOS tauchen nach kurzer Zeit die Rivas unter neue Airplay-Lautsprecher einrichten auf. Das hat perfekt geklappt.

In der Wand-App kann man sehr schön die einzelnen Lautsprecher steuern, konfigurieren und Gruppen anlegen.
Vergrößern In der Wand-App kann man sehr schön die einzelnen Lautsprecher steuern, konfigurieren und Gruppen anlegen.

Die Kurzanleitung beschreibt sehr anschaulich alle Taster und die LED-Anzeige auf der Oberseite in deutsch. Das ist auch bitter nötig, da die Farbe der LED-Anzeige, unter anderem die Eingangswahl anzeigt. Weiß ist zum Beispiel WLAN und dunkelblau Bluetooth. Das ist nicht selbsterklärend und kann daher verwirren.

Die Steuerung

Zur Steuerung liefert Riva eine passende App mit dem Namen Wand, die immer dann gefragt ist, wenn man kein Airplay nutzen möchte.

Die Wand-App ist sehr einfach und übersichtlich aufgebaut. Neben dem direkten Zugriff auf die einzelnen Lautsprecher, kann man hierüber auch Gruppen für den Multiroombetrieb erstellen. Aber nicht nur die Konfiguration ist hierüber möglich, sondern auch die Musiksteuerung und die Wahl der Eingangsquelle.

Die Riva Wand-App ist nicht nur zur Steuerung da, sondern auch um Musik von einen der Quellen abzuspielen. Dabei wird auch der Zugriff auf DLNA-Server unterstützt.
Vergrößern Die Riva Wand-App ist nicht nur zur Steuerung da, sondern auch um Musik von einen der Quellen abzuspielen. Dabei wird auch der Zugriff auf DLNA-Server unterstützt.

So ganz stressfrei hat das dann aber leider nicht am Anfang funktioniert, die Wand-App hatte mit einem unserer DLNA-Server – der Synology DS214play – Probleme. Der Übertäter wurde durch Zufall entdeckt, mit dem automatischen Transcoding der DS214play hat sich die Festival nicht vertragen.

Zusätzlich sind aber auch noch richtige Taster auf der Oberseite des Gehäuses angebracht. Neben dem Taster für die Lautstärke sind das die für die Wiedergabesteuerung. Die Eingangswahl kann man auch direkt ändern, hierzu drückt man beispielsweise die Taste nächste Titel drei Sekunden. Die Taste ist auch mit einem zusätzlichen Symbol gekennzeichnet. Viel einfacher ist es aber über die Wand-App, da man sich hier nicht die zum Eingang passende Farben der Anzeige merken muss.

Der Sound

Nach einem Blick in die technischen Daten versprechen die Lautsprecher der Wand-Serie einen großen Musikgenuss. Der kleine Arena gefällt zunächst mit seinem schönen Rumumklang. In der Wohnküche aufgestellt, zaubert er sehr überzeugend eine angenehme Klang-Atmosphäre. Lounge, Chill und Dinner-Jazz, beispielsweise von Blank & Jones, gibt der kleine Arena ziemlich stressfrei bis zu höheren Lautstärken wieder. Erstaunlich für so kleine Lautsprecher ist das Verhalten bei hohen Lautstärken, man merkt zwar, dass sich der Arena anstrengen muss, er wird aber nicht so aggressiv wie so mancher Mitbewerber. Für eine Party ist er nicht der richtige Lautsprecher, aber das wundert einen auch nicht bei den kleinen Abmessungen.

Die Konfiguration des WLANs erfolgt sehr einfach über die WLAN-Einstellungen von iOS. Unter „Neuen Aitplay-Lautsprecher einrichten ...“ taucht nach kurzer Zeit der Lautsprecher auf und kann so leicht mit dem WLAN des iOS-Gerätes verbunden werden.
Vergrößern Die Konfiguration des WLANs erfolgt sehr einfach über die WLAN-Einstellungen von iOS. Unter „Neuen Aitplay-Lautsprecher einrichten ...“ taucht nach kurzer Zeit der Lautsprecher auf und kann so leicht mit dem WLAN des iOS-Gerätes verbunden werden.

Der Bass ist bei so kleinen Lautsprechern oft ein Problem, manchmal künstlich angehoben und deutlich neben der Spur, passt er nicht zu den kleinen Gehäusen. Nicht so beim Arena, er ist da, nicht übertrieben, sondern angenehm. In Verbindung mit der klaren Hochtonwiedergabe ergibt sich ein sehr harmonisches Klangbild. Und damit ein Highlight in dieser Preis- und Größenklasse.

Party erwartete man sicher eher vom größeren Festival. Auch wenn er sich in der Größe nicht mit ausgewachsenen Lautsprechern messen kann, erwarten wir hier einen viel höheren Schallpegel. Und in der Tat kann der Festival das liefern. Der Bass zeigt sich schon fast erwachsen, schön kräftig aber nicht zu sehr in den Vordergrund drängend. Hat man aber hart abgestimmte Musik, zum Beispiel von Depeche Mode auf der Delta Machine, dann empfiehlt es sich den Bassregler ein wenig runter zu drehen.

Multiroom ala Airplay geht ganz einfach. In den Airplay-Einstellungen, beispielsweise von iTunes, wird einfach an jedem Airplayfähigen Gerät ein Haken für die Wiedergabe gesetzt. Jetzt lässt sich die Lautstärke sowohl für die gesamte Gruppe als auch für jedes einzelne Gerät steuern. Das klappt wunderbar auch herstellerübergreifend.
Vergrößern Multiroom ala Airplay geht ganz einfach. In den Airplay-Einstellungen, beispielsweise von iTunes, wird einfach an jedem Airplayfähigen Gerät ein Haken für die Wiedergabe gesetzt. Jetzt lässt sich die Lautstärke sowohl für die gesamte Gruppe als auch für jedes einzelne Gerät steuern. Das klappt wunderbar auch herstellerübergreifend.

Bleiben wir bei Alternative/Wave. Anne Clark oder The XX, mit den harten Elektrosounds oder den sphärischen Klängen kommt der Festival wunderbar zurecht. Und das auch bei hoher Lautstärke. Nur Stimmen können dann schon mal aggressiv werden.

Das Kontrastprogramm dazu ist Jazz, beispielsweise von Diana Krall oder Till Brönner. Hier nutzen wir gleich die Möglichkeit, den Festival mit Highres-Audio zu füttern. Musik in 24 Bit und bis zu 192 kHz, klingt viel freier und gelöster. Speziell im Jazzbereich kann sich das deutlich bemerkbar machen.

Und in der Tat kann der Festival liefern, was seine technischen Daten versprechen. Feine Streicher, klare Stimmen, raue Trompeten, hier kommt Liveatmosphäre auf. Besser wird das nur mit einer ausgewachsenen Stereoanlage.

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Empfehlung

Auch wenn die Serie Wand heißt, müssen die Lautsprecher nicht an der Wand stehen. Gerade die kleine Arena nimmt man gerne im Haus mit und stellt sie dahin, wo man gerade Musik hören möchte.

Dank dem optionalen Akku, der maximal 20 Stunden durchhält, ist das sogar unabhängig von einer Steckdose möglich. Leider gibt es damit auch ein kleines Problem, der Arena geht nicht immer automatisch in den Ruhezustand und bleibt so lange eingeschaltet, bis der Akku leer ist. Es gibt aber einen undokumentierten Trick: Zehn Sekunden die Wiedergabe/Pause drücken und die Lautsprecher schalten sich aus.

Arena

Hersteller:

Riva Audio

Preis:

269,- €

Note:

1,8 gut

Alternativen:

Denon HEOS 1, Sonos Play:1, Teufel ONE S

Vorzüge:

sehr guter Klang und Verarbeitung, Highres Audio, gute Steuerungs-App

Nachteile

Probleme mit WLAN möglich

Technische Daten:

Anschlüsse: Klinke Stereo, USB, WLAN; Dateiformate: MP3, ALAC, APE, FLAC, FLAC HD, HLS, WMA Streaming, RTSP und PCM/WAV

Die Wand Serie hat sehr viel Potential, das leider von einem Punkten gestört wird. Je nach eingesetztem WLAN-Accesspoint hatten wir Abbrüche bei der Verbindung. Nach vielen Tests stellte sich heraus, das die Wand-Serie am liebsten eine feste Frequenz zugewiesen haben möchte. Mit Routern und Accesspoint, die automatisch zwischen 2,4 GHz und 5 GHz wechseln, kann es zu Problemen kommen.

Festival

Hersteller:

Riva Audio

Preis:

549,- €

Note:

1,6 gut

Alternativen:

Beoplay A6, Teufel Stereo M, Sonos Play:5, Denon Heos 5

Vorzüge:

sehr guter und voller rund-um Klang, sehr gute Verarbeitung, Highres Audio, gute Steuerungs-App

Nachteile:

Probleme mit WLAN möglich

Technische Daten:

Anschlüsse: Toslink Audio, Klinke Stereo, USB, WLAN; Dateiformate: MP3, ALAC, APE, FLAC, FLAC HD, HLS, WMA Streaming, RTSP und PCM/WAV

Den Entwicklern ist das Problem mittlerweile bekannt.

Klanglich sind die zwei Rivas richtige Sahnestücke. Der volle und ausgewogene Klang macht richtig Spaß und passt dazu auch noch zu einer Vielzahl an Musikgenres. Was uns speziell am Festival begeistert hat, ist die überzeugende Darbietung bei vielen unterschiedlichen Stilen. Bei welchen Lautsprechern hat man es schon, dass sie von Alternative über Pop und Rock bis Wave, ein so gutes Bild abgeben?

Preislich sind sowohl Arena wie auch Festival sehr attraktiv. Highres-Audio-Wiedergabe ist sonst auch kaum in dieser Preisregion zu bekommen. Für eine Wohnzimmerbeschallung wäre daher unsere Empfehlung: Zwei Festival. Und einen Arena für den flexiblen Einsatz im Büro, Küche oder Garten.

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