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Rekord mit 467 km/h: Münchner gewinnen Elon Musks Hyperloop-Wettbewerb

23.07.2018 | 12:10 Uhr |

Ein Team der Technischen Universität München hat Elon Musks Hyperloop-Wettbewerb gewonnen. Mit 467 km/h raste der „Pod“ der Münchner Studenten durch die Röhre. Rekord!

Ein Team der Technischen Universität München hat den von Elon Musks Raumfahrt-Unternehmen SpaceX veranstalteten Hyperloop-Wettbewerb Hyperloop Pod Competition gewonnen. Mit knapp 467 Kilometer (290 Meilen) raste der „Pod“ der Münchner Studenten durch die Röhre in der Nähe der SpaceX-Zentrale in Hawthorne in Kalifornien. Die Hyperloop-Strecke ist eine 1,2 Kilometer lange Röhre, aus der vor dem Start Luft abgesaugt wird, um einen Niederdruck zu erzeugen und dadurch den Luftwiderstand zu verringern.

Das Münchner Team - es nennt sich WARR Hyperloop – gewann mit der 467-Kilometer-Top-Geschwindigkeit nicht nur den diesjährigen Wettbewerb, sondern stellte auch ein neues All-Time-High auf.

WARR Hyperloop gewann bereits zum dritten Mal diesen Wettbewerb: Auch im Januar und August 2017 hatten das Team der TU München den Sieg beim Hyperloop Pod Competition errungen.

Ein Video zeigt die Rekordfahrt:

Mehrere Hundert Studenten aus aller Welt waren zu SpaceX mit ihren Hyperloop-Pods gereist. Zugelassen waren nur Pods, die sich komplett aus eigener Kraft fortbewegen. Elon Musk begrüßte viele Teilnehmer persönlich, begutachtete einige der Pods und machte laut US-Medienberichten auch Scherze. Zum Finale waren dann nur noch drei Teams zugelassen, die die technischen Abnahmen durch die Space-X-Ingenieure und Testläufe der letzten Test-Woche überstanden hatten. Auf den Plätzen 2 und 3 landeten Teams aus den Niederlanden und der Schweiz. Die Pods dieser beiden Konkurrenten waren aber deutlich langsamer unterwegs als der WARR-Pod: 88 beziehungsweise 55 Meilen pro Stunde.

Der aus Karbon-Faser gefertigte Pod der Münchner ist 70 Kilogramm schwer und wird von einem 50-kW-Elektro-Motor angetrieben. Er bremst mit Hilfe von Druckluft-gesteuerten Bremsen binnen fünf Sekunden bis zum Stillstand ab, wie das Team erklärt.

Doch das Münchner WARR-Team baute nicht nur den schnellsten Hyperloop-Pod, sondern gewann auch einen der drei zusätzlich vergebenen Innovationspreise. Denn die TUM-Mannschaft baute auch noch einen zweiten Pod, der das freie Schweben demonstrieren soll.

Elon Musk arbeitet mit seinem Tunnelbau-Unternehmen The Boring Company schon länger an der Vision eines Verkehrsmittels für den Personen-Nahverkehr in Ballungsräumen auf Hyperloop-Basis. Der Hyperloop Pod Competition soll dafür Inspiration liefern und die unterschiedlichen Konzepte und Umsetzungsmöglichkeiten erproben.

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