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Rekord-Magnetfeld: Schockwelle zerstört Labor

03.10.2018 | 09:32 Uhr | René Resch

Japanischen Forschern ist es gelungen, ein Rekord-Magnetfeld zu erzeugen, dabei wurde jedoch das Labor teilweise zerstört.

Japanischen Forschern ist es gelungen, das bisher stärkste Magnetfeld unter Laborbedingungen zu erschaffen. Dabei wirkten Kräfte von 1200 Tesla – Rekord. Die dafür benötigten Maschinen hielten dieser Kraft jedoch nicht allzu lang stand. Nach nur kurzer Zeit wurden Teile des Labors dabei völlig zerstört.

Das Team aus Wissenschaftlern von der Universität in Tokio hatte unter der Leitung von Shojiro Takeyama die Maschinen lediglich für Kräfte um die 700 Tesla konzipiert. Dass schließlich Kräfte um die 1200 Tesla erreicht wurden, überraschte auch die Forscher. Bei Magnetfeldern dieser Stärke gibt es bisher kaum Erfahrungswerte.

Das starke Magnetfeld wurde durch Flux-Kompression erzeugt

Um diese Kräfte zu erreichen, erzeugten die Wissenschaftler zunächst ein Magnetfeld mit ca. 3,2 Tesla. Durch Kondensatoren sowie einer Energie von 3,2 Megajoule wurde das Magnetfeld extrem schnell komprimiert. Im extrem komprimierten Zustand kann sich das Magnetfeld jedoch nur recht kurz stabil halten, danach dehnt es sich wieder aus. Durch die rasche Ausdehnung entstand dann eine Schockwelle, die das komplette Labor völlig verwüstete. Für den Versuch verwendeten die Wissenschaftler einen neu entwickelten Mega-Gauß-Generator, der die 1200 Tesla durch eine elektromagnetische Flux-Kompression genannte Technik erreichte.

Im Video können Sie die Kräfte, die hierbei entstanden, selbst sehen. Dabei war das erzeugte Magnetfeld 400 Mal stärker als das eines MRTs (Magnetresonanztomographie), wie wir es aus der Medizin kennen. Der Versuch sollte neue physikalische Erkenntnisse über Materialien im Nanobereich erbringen:

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