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Redstone 5: Das nächste Windows-Update im Überblick

22.05.2018 | 08:18 Uhr |

Nach dem Update ist vor dem Update. Kaum hat Microsoft das Spring Creators Update veröffentlicht, geht die Entwicklung der kommenden Version weiter. Wir kennen bereits einige der voraussichtlichen Neuerungen.

Das neueste Windows-Insider-Build liefert einen ersten Eindruck über einige neue Funktionen. Erfahrungsgemäß werden die Microsoft-Entwickler bis zum erwartenden Release-Termin von Redstone 5 im Herbst noch viele Neuerungen in das Betriebssystem einbauen und Optimierungen an bestehenden Funktionen vornehmen. An dieser Stelle stellen wir einige Features vor. Übrigens geht Microsoft dazu über, einige neue Funktionen in Windows 10 per Zufallsprinzip nur einem kleinen Insider-Personenkreis zur Verfügung zu stellen. So berichten einige Nutzer von einer neuen Screenshot-Funktion („Screen Clip“) im Info-Center, die auf keiner unserer Insider-Installationen zu finden war. Bisher lässt sich die Funktion über die Tastenkombination Win-Umschalt-S aufzurufen. Nun reicht ein Mausklick auf das Info-Center rechts unten im Systray beziehungsweise der Hotkey Win-A und danach ein Klick auf den Screenshot-Button. Der Bildschirm hellt sich etwas auf und Sie können mit der Maus eine Auswahl aufziehen. Sobald Sie die Maustaste loslassen, wird der Bereich abfotografiert. Der Screenshot wird in der Zwischenablage gespeichert und kann danach etwa in eine Bildbearbeitungssoftware oder ein Word-Dokument eingefügt werden. Eine direkte Speicherfunktion gibt es (noch) nicht.

Tipp: Das neue Windows 10 Spring Creators Update im Überblick

Windows 10 Sets: Tabs gegen die Fenster-Flut auf dem Desktop

Ursprünglich wollte Microsoft die neue Sets-Funktion bereits im Spring Creators Update veröffentlichen. Doch daraus wurde nichts – geplant ist nun eine Veröffentlichung mit dem nächsten großen Update, das voraussichtlich im kommenden Herbst an den Start gehen wird. Wer in den letzten Monaten regelmäßig die neuesten Insider-Builds ausprobiert hat, wird die Tab-Funktion eventuell schon kennen. Im Unterschied zu den ersten Versuchen, hat Microsoft in Redstone 5 ordentlich nachgelegt und die Tabs in einigen Apps und im Datei-Explorer verbessert.

Hinweis: Falls die Sets bei Ihnen nicht erscheinen sollten, was auch bei uns auf einem Testsystem der Fall war, finden Sie hier eine Reg-Datei zum Anschalten der Set-Funktion. Führen Sie die Datei nach dem Download aus und bestätigen Sie alle Hinweisfenster mit „OK“. Nach einem Neustart ist die Set-Funktion unter „Einstellungen –› System –› Multitasking“ verfügbar.

Die Funktionsweise der Sets lässt sich einfach beschreiben: Die Fenster von Anwendungen in Windows 10 erhalten Tabs, wie Sie sie etwa von Edge oder anderen Browsern kennen und beispielsweise mit der Freeware QTTabBar im Explorer nachrüsten lässt. Doch die Sets können mehr und so lassen sich etwa Anwendungen, Dokumente, Notizen, Informationen und Webseiten in einer Art Projekt zusammenfassen und in den dazugehörigen Tabs anzeigen. Sie können Tabs verschieben, von einem Fenster in ein anderes ziehen und auch die geschlossenen Tabs wiederherstellen. Dabei orientieren sich die Entwickler an der bereits vorhandenen Tab-Funktion, die beispielsweise im Microsoft Edge oder anderen Browsern zum Einsatz kommt.

Sets: Die neue Set-Funktion mit ihren Tabs lässt sich in der „Einstellungen“-App ein- und ausschalten.
Vergrößern Sets: Die neue Set-Funktion mit ihren Tabs lässt sich in der „Einstellungen“-App ein- und ausschalten.

Was für ein Zufall: Mit Groupy bietet Stardock seit Kurzem für 9,99 Euro eine Anwendung an, die die gleichen Möglichkeiten wie Windows 10 Sets bietet. Auch hier lassen sich innerhalb eines Fensters in Tabs die Fenster von Anwendungen und Dokumenten ablegen und so Projekte innerhalb eines großen Fensters zusammenfassen.

Tabs abschalten: Wenn Sie die Tabs im Datei Explorer oder in den Apps und Programmen nicht nutzen möchten, können Sie diese deaktivieren und bei Bedarf auch wieder aktivieren. Gehen Sie dazu in die „Einstellungen“-App und danach zu „System –› Multitasking“. Setzen Sie hier den Schalter auf „Aus“, um die Tabs systemweit abzuschalten.

Programm oder App ausschließen: Gehen Sie zu „Einstellungen –› System –› Multitasking“ und klicken Sie auf „Add an app“ („App hinzufügen“). Wählen Sie das betreffende Programm aus der Liste aus und bestätigen Sie mit „OK“. In der Anwendung werden nun keine Tabs angezeigt und sie kann auch nicht zu einem Set hinzugefügt werden. Zum Entfernen des Programms klicken Sie auf den Eintrag und danach auf „Remove“ („Entfernen“).

Tabs im Explorer nutzen: Im Datei-Explorer von Windows 10 können Sie auch Tastenkombination zur Steuerung der Tabs verwenden. Strg-Win-T öffnet eine neue Registerkarte, Strg-Win-W schließt sie wieder. Mit Strg-Win-Tab gehen Sie zum nächsten Tab, Strg-Win-Umschalttaste-Tab blättert zurück.

Programme zu Sets hinzufügen: Drücken Sie die Taste Strg und Doppelklicken Sie mit der Maus auf eine Verknüpfung zu einem Programm beziehungsweise einer App, etwa im Startmenü. Das Programm wird als neuer Tab zu einem Set hinzugefügt.
Ordner in einen neuen Tab: Auch können beliebige Verzeichnisse und Windows-Bibliotheken zu einem Set hinzugefügt werden. Gehen Sie im Explorer zu dem gewünschten Ordner, drücken Sie die Strg-Taste und klicken Sie doppelt mit der Maus. Drag & Drop: Tabs lassen sich nun beliebig aus anderen Apps mit gedrückter Maustaste in ein Set ziehen oder innerhalb eines Sets verschieben.

Taskvorschau: Standardmäßig ist in den Einstellungen die Option „Windows und Tabs“ eingeschaltet. Bei der Tastenkombination Alt-Tab erscheinen die Tabs in der Taskvorschau. Falls Sie das nicht möchten, ändern Sie die Option auf „Nur Windows“.

Geschlossene Tabs wieder öffnen: Wie bei Microsoft Edge können geschlossene Tabs wiederhergestellt werden. Klicken Sie dazu links auf die „mehrfachen Fenster“ und wählen Sie den oder die Tabs aus, die wieder geöffnet werden sollen.

Windows 10 April-Update: Diese Funktionen fallen weg

Sets sind praktisch, um viele Programmfenster zusammenzufassen.
Vergrößern Sets sind praktisch, um viele Programmfenster zusammenzufassen.

Via Cloud die gemeinsame Windows-Zwischenablage nutzen

Ebenfalls schon für das Spring Creators geplant war die Cloud-Zwischenablage („Cloud Clipboard“). Mit ihrer Hilfe sollen kopierte oder ausgeschnittene Inhalte nicht nur lokal, sondern Geräte-übergreifend verfügbar sein. Dazu lädt Windows den Inhalt der Zwischenablage in Onedrive und macht ihn somit online verfügbar. Andere Windows-PCs oder Mobilgeräte rufen die Daten dann aus der Cloud ab – vorausgesetzt, der Anwender ist auf allen Geräten mit dem gleichen Nutzerkonto angemeldet.

Mehr Komfort per Kalendersuche

Ein Wunsch vieler Windows-10-Nutzer geht in Erfüllung: Microsoft hat der Kalender-App ein Suchfeld hinzugefügt, über das sich künftige und vergangene Termine nach Name, Ort, eingeladenen Personen sowie der Beschreibung finden lassen. Die Treffer werden optisch hervorgehoben und lassen sich daher leicht erfassen.

In der uns vorliegenden Insider-Build ist die Suchfunktion nur für Postfächer von Microsoft verfügbar – also für Outlook-, Hotmail-, Live- und Office-365-Konten. Exchange-Server, Gmail, Yahoo und andere IMAP-Kalender unterstützt Microsoft derzeit noch nicht.

Stickers in der virtuellen Tastatur

Smileys sind heute aus der Kommunikation per WhatsApp und anderen Messengern beziehungsweise Mail-Programmen nicht mehr wegzudenken. Im Spring Creators Update kam die entsprechende Unterstützung. Die nächste Stufe sind die sogenannten Stickers – also große Bilder. In der Windows 10 Insider Build 17639 macht Microsoft Sticker in der virtuellen Tastatur (Touch-Tastatur) verfügbar. Die Sticker lassen sich aus dem Windows-Store laden und anschließend verwenden.

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