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Rechtsstreit: Tinder-Gründer fordern Milliarden von Mutterkonzern

16.08.2018 | 16:17 Uhr | Denise Bergert

Zehn ehemalige Tinder-Mitarbeiter fordern vor Gericht vom Mutterkonzern zwei Milliarden US-Dollar Schadenersatz.

In dieser Woche haben zehn ehemalige Tinder -Mitarbeiter – darunter auch die drei Gründungsmitglieder Sean Rad, Jonathan Badeen und Justin Mateen – vor einem Gericht in New York Klage gegen den Tinder-Mutterkonzern Match Group und den Internet-Konzern IAC/InterActiveCorp eingereicht. In der 55-seitigen Klageschrift behaupten die Kläger, die Match Group habe Finanzdaten manipuliert und sie so um Aktienoptionen gebracht. Die Match Group habe mit den Klägern vertraglich eine Beteiligung mit Wertsteigerung vereinbart. Durch die frisierten Zahlen sei ihnen eine Summe von rund zwei Milliarden US-Dollar entgangen. Die Klageschrift wirft außerdem dem Manager Greg Blatt sexuelle Belästigung der Marketing-Leiterin Rosette Pambakian während einer Weihnachtsfeier vor zwei Jahren vor.

Der Internetkonzern IAC, der 80 Prozent der Anteile an der Tinder-Mutter Match Group hält, weist sämtliche Vorwürfe von sich. In einer Stellunahme des Unternehmens gegenüber dem "Wall Street Journal" heißt es nur bissig, einigen ehemaligen Mitarbeitern scheine es nicht zu gefallen, dass Tinder nach ihrem Ausscheiden so erfolgreich gewesen sei. IAC freue sich darauf, seine „Position vor Gericht zu verteidigen“.

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