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Raijintek Coeus Evo: Vollglas-PC-Gehäuse zum fairen Preis im Test

06.06.2018 | 18:25 Uhr |

Test: Alle Seiten des PC-Gehäuses Raijintek Coeus Evo bestehen aus Glas und erlauben somit eine standesgerechte Zurschaustellung der Hardware.

Wer viel Geld in seine PC-Hardware investiert und die Teile auch noch wohlüberlegt und sauber einbaut, der will das Ganze nicht hinter einer geschlossenen Seitenwand verstecken. Das Mindeste wäre hier wohl ein Glas-Seitenteil. Doch selbst das ist für manche nicht genug, denn die tolle Arbeit will ja schließlich von allen Seiten demonstriert werden. Für solche Fälle gibt es Gehäuse wie das Raijintek Coeus Evo .

TEST-FAZIT: Raijintek Coeus Evo

Das Raijintek Coeus Evo ist ein richtig auffälliges Gehäuse, das spektakuläre Gaming-PCs ermöglicht. Die Verarbeitung ist durchweg tadellos und es gibt genug Platz und Möglichkeiten für Wasserkühlungen. Abzüge gibt es nur für das USB-Typ-C-Kabel, die Power-Knöpfe an den Lüftern und die unserer Meinung nach etwas geringen Abstände zwischen Glas und Gehäuse in Bezug auf den Airflow. Aber selbst das würde sich mit entsprechenden Abstandshaltern beheben lassen. Außerdem hat Raijintek etwas an Staubfiltern gespart, was bei einem Glasgehäuse etwas unverständlich ist. Der Preis von aktuell rund 150 Euro ist im Hinblick auf die Qualität und den Ausstattungsumfang jedoch gerechtfertigt.

Pro:

+ Vollverglasung

+ hochwertige Verarbeitung

+ viel Platz für Lüfter/Radiatoren

Contra:

- Loses USB-3.1-Anschlusskabel

- Abstand zwischen Glas und Gehäuse recht klein

Raijintek Coeus Evo: Vollverglaster Midi-Tower

Das Besondere am Raijintek Coeus Evo ist definitiv die Vollverglasung aus Tempered-Glas (gehärtetes Glas). Ab Werk ist das Gehäuse außerdem mit vier 120-Millimeter-Lüftern ausgestattet: Drei in der Front, einer im Heck. Die Lüfter verfügen auch über eine einfarbige, weiße LED-Beleuchtung, um das komplette Setup entsprechend in Szene setzen zu können. Etwas überrascht hat uns allerdings der Knopf an jedem Lüfter, um die Beleuchtung ein- oder auszuschalten. Die Lüfter-LEDs über einen Regler am Gehäuse selbst zu steuern oder sogar per Software wäre hier eindeutig die elegantere Variante gewesen.

Der Clou an dem PC-Gehäuse ist: Es besteht nur aus einer robusten Metallkonstruktion und Glaswänden.
Vergrößern Der Clou an dem PC-Gehäuse ist: Es besteht nur aus einer robusten Metallkonstruktion und Glaswänden.
© Raijintek

Umständliche USB-3.1-Kabelführung

Am Front-Panel gibts neben den Standard-Anschlüssen wie USB 3.0 auch einmal USB-Typ-C. Etwas unschön gelöst ist aber der Anschluss dafür: Denn anstatt das Kabel direkt an einen internen USB-3.1-Anschluss am Mainboard zu stecken, verläuft das Kabel durch das Gehäuse-Innere und muss nach draußen geführt werden, um es am äußeren Anschlussfeld des Mainboards anzustecken. Auch einen Adapter dafür gibt es dafür leider nicht. Das ist in der Praxis ziemlich umständlich und unserer Meinung nach auch eher nachteilig für die Optik, wenn an der Rückseite ein Kabel heraushängt. 

Sie möchten bei Ihrem PC den kompletten Durchblick erhalten? Dann ist das Vollglas-Gehäuse Raijintek Coeus Evo (bit.ly/2EQL8k2) vielleicht etwas für Sie. Einige kennen es vermutlich schon aus den Videos zu unserem selbstgebauten RGB-Overkill-PC. In diesem Video stellen wir dieses besondere Gehäuse mit all seinen Vor- und Nachteilen nochmal etwas genauer vor.

► Vollglas-Gehäuse Raijintek Coeus Evo bei Caseking: bit.ly/2EQL8k2

► Der perfekte RGB-GAMING-PC inkl. Asus Aura Setup: www.youtube.com/watch?v=9S4NAP0m0FU
► RGB-GAMING-PC - So funktioniert Verkabelung & Einrichtung mit Asus Aura: www.youtube.com/watch?v=Br0xndeGG5k

Hochwertige Haptik, Materialwahl und Verarbeitung

Das ist allerdings einer der wenigen Punkte, die uns nicht zu 100 Prozent zusagen. Denn an sich gefällt uns das Design des Coeus Evo ziemlich gut. Der Tower steht auf gummierten Standfüßen an den Seiten, und wohl ganz im Sinne der Symmetrie hat Raijintek dieselben Teile auch an die Oberseite montiert. Wir persönlich tragen das ganze Gehäuse daran herum und müssen deshalb nicht die empfindlichen Glasscheiben mit unseren Fingern verschmieren.

Das Gehäuse wiegt leer schon über 12 Kilogramm, was vor allem am Glas und der komplett aus Metall bestehenden Konstruktion geschuldet ist. Generell lässt sich also sagen, dass das Gehäuse einen ziemlich wertigen Gesamteindruck hinterlässt. Hier klappert nichts oder sitzt schief, auch die restliche Verarbeitung ist ziemlich gelungen.

Auf der Vorderseite befinden sich neben dem Power-Schalter auch noch USB- und Audio-Anschlüsse, unter anderem auch USB-Typ-C.
Vergrößern Auf der Vorderseite befinden sich neben dem Power-Schalter auch noch USB- und Audio-Anschlüsse, unter anderem auch USB-Typ-C.
© Raijintek

Innenausstattung auf dem Prüfstand

Wenn wir das Seitenteil abmontieren und uns das Innere genauer anschauen, dann fällt natürlich gleich die Netzteilabdeckung in der Unterseite auf, die sich über die gesamte Gehäuselänge zieht. In der Front wird Platz gelassen, damit hier auch noch Radiatoren und/oder Lüfter reinpassen – hier hat der Hersteller gut mitgedacht! Fürs Mainboard beziehungsweise für die nachträgliche Montage einer CPU-Backplate lässt der Hersteller eine großzügige Aussparung im Tray. An Hauptplatinen-Formaten nimmt das Coeus Evo die Formfaktoren Mini-ITX, Micro-ATX, ATX und auch E-ATX auf. Ansonsten gibt es noch viele große, gummierte Durchführungen in der rechten Seite, um dort Kabel und Leitungen durchzulegen. Was auch sofort auffällt ist der großzügige Platz zwischen Mainboard-Tray und Gehäusedeckel, um seine Kabel und Leitungen ordentlich verlegen zu können.

Ausreichend Platz zwischen dem Mainboard-Tray und der Gehäusedecke erleichtern uns das saubere Verlegen unserer Kabel.
Vergrößern Ausreichend Platz zwischen dem Mainboard-Tray und der Gehäusedecke erleichtern uns das saubere Verlegen unserer Kabel.
© Raijintek

Kühlmöglichkeiten im Raijintek Coeus Evo

Nun kommen wir zu den Kühlmöglichkeiten, genauer gesagt zu den Radiator-Einbauplätzen: In den Deckel lässt sich ein 240 oder 280 Millimeter großer Radiator einbauen, in die Front 240, 280 oder 360 Millimeter und in die Rückseite ein 120 oder 140 Millimeter großes Modell. Genug Potenzial für eine anständige Custom-Loop-Wasserkühlung besteht hier also zur Genüge.

In der Front befinden sich ab Werk bereits drei 120-Millimeter-Lüfter.
Vergrößern In der Front befinden sich ab Werk bereits drei 120-Millimeter-Lüfter.
© Raijintek

Nur in Sachen Belüftung sind wir etwas besorgt: Die Abstände zwischen dem Glas und dem Gehäuse selbst sind relativ klein. Für saugende Lüfter könnte das problematisch werden, da sie nicht genug frische Außenluft abbekommen könnten. Außerdem integriert Raijintek keine Staubfilter in der Front, was bei einem so durchsichtigen Gehäuse natürlich nicht gerade förderlich ist. Denn auf diese Weise wird Staub ungehindert in den Tower gezogen, welcher sich auf den Komponenten sichtbar absetzt.

Entkopplung und Platz für Festplatten

Doch wo finden eigentlich die Festplatten ihren Platz? Die Montage der Speichermedien erfolgt direkt hinten am Mainboard-Tray, und zwar „hängend“: Hierfür muss der Anwender einfach vier gummierte Schrauben an die Datenträger schrauben und in die dafür vorhergesehenen Löcher einhängen. Das hat nicht nur den Vorteil, dass die Platten dann außer Sicht sind, sondern auch, dass durch die Gummibeilagscheiben auch eine Entkopplung erfolgt und somit auch eine Dämpfung der Vibrationen gegeben ist. Platz ist für maximal vier 2,5 oder 3,5 Zoll große Speichermedien.

Beim Raijintek Coeus Evo ist auch genug Platz für Erweiterungskarten.
Vergrößern Beim Raijintek Coeus Evo ist auch genug Platz für Erweiterungskarten.
© Raijintek

Alternativ lassen sich auch zwei Platten in einen Festplattenkäfig installieren. Wer jedoch mehr Platz fürs Kabelmanagement oder für andere Teile braucht, kann den Käfig auch komplett entfernen. Apropos Kabelmanagement: Hier müssen PC-Bastler richtig sorgfältig arbeiten, denn auch die Seite hinter dem Mainboard-Tray ist aus Glas. Immerhin ist dieses Seitenteil aber getönt, um das Kabelgewirr nicht ganz so offensichtlich zu demonstrieren.

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