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Qualcomm: Fingerabdruck-Sensor unter dem Display

28.06.2017 | 15:17 Uhr |

Die neueste Generation der Ultraschall-Fingerabdruck-Sensoren von Qualcomm kann unter dem Display verbaut werden.

Mit der zunehmenden Verbreitung von randlosen Smartphone-Displays bleibt immer weniger Platz, um den Fingerabdruck-Sensor unterzubringen. Vivo und Qualcomm wollen Abhilfe schaffen. Das Unternehmen ist noch recht neu im Geschäft mit Fingerabdruck-Sensoren, präsentiert in dieser Woche auf der Trade Show in Shanghai jedoch eine interessante Neuerung. Während die erste Generation des hauseigenen Ultraschall-Fingerabdruck-Sensors bereits unter Glas und Metall verbaut werden konnte, funktioniert die zweite Generation nun auch unter der Display-Einheit.

Der Fingerabdruck-Sensor arbeitet mit Ultraschall und ist unter OLED-Bildschirmen mit bis zu 1,2 mm, Glas mit bis zu 0,8 mm und Aluminium mit bis zu 0,65 mm Dicke funktionsfähig. Der Sensor wird außerdem weder von Nässe noch von Schmutz beeinträchtigt. Laut Richard Lai von Engadget , der den Sensor in einem Smartphone-Prototypen bereits testen konnte, hat der Qualcomm-Sensor jedoch einen erheblichen Nachteil. Er braucht sehr lange, um den Fingerabdruck des Nutzers zu analysieren. Vom Auflegen des Fingers bis zur Freischaltung des Homescreens vergeht laut Lai rund eine Sekunde. Die Geschwindigkeit des Sensors sei in etwa mit dem Fingeradruck-Sensor im drei Jahre alten iPhone 6 vergleichbar.

Der neue Qualcomm-Sensor soll ab 2018 verfügbar sein. Smartphone-Hersteller müssen dann entscheiden, ob sie ihren Kunden eine zuverlässige aber langsame Lösung auf dem Smartphone-Display oder eine schnelle aber an der Rückseite verbaute Sensor-Lösung bieten wollen.

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