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Project Owl: Google verbannt Fake-News aus den Suchergebnissen

26.04.2017 | 13:27 Uhr |

Mit Project Owl sollen menschliche Testpersonen einen Algorithmus trainieren, der selbständig Fake-News aufspürt.

Seiten mit „minderwertigen Inhalten“ wie etwa Verschwörungstheorien oder Falschmeldungen sollen in den Google-Suchergebnissen künftig abgestraft werden. Derartige Websites automatisch herauszufiltern ist für einen Algorithmus jedoch gar nicht so einfach. Aus diesem Grund ist Google bei Project Owl auf die Mithilfe menschlicher Testpersonen angewiesen.

Die zufällig ausgewählten Google-Nutzer werden von der Suchmaschine gebeten, die Änderungen des Suchalgorithmus im Rahmen eines Blindtests zu bewerten. Google präsentiert den Testern dabei ausführliche Beispiele von Websites mit „minderwertigen Inhalten“, die ihnen das Erkennen und Melden dieser Internetseiten erleichtern sollen. Die Tester sollen bei Project Owl jedoch keine Fake-News-Seiten im Akkord melden, sondern den Google-Algorithmus vielmehr auf eine bessere Erkennung trainieren.

Als Beispiel nennt Google den Suchbegriff „Plant Obama einen Staatsstreich?“. Wurde dieser im vergangenen Monat in der Suchmaschine eingegeben, bekamen Nutzer gleich auf Platz eins der Ergebnisliste eine Website über Verschwörungstheorien. Seiten wie „Secrets of the Fed“ sollen künftig keinen Platz mehr unter den wichtigsten Suchergebnissen haben. An Project Owl nehmen derzeit weltweit zehntausende Google-Nutzer teil. In Deutschland sind es den Mutmaßungen zufolge rund 600 Testpersonen.

Unangemessene Autocorrect-Vorschläge können in Zukunft gemeldet werden.
Vergrößern Unangemessene Autocorrect-Vorschläge können in Zukunft gemeldet werden.
© Google

Die Verbreitung von Fake-News und Verschwörungstheorien soll sich künftig auch in einer Herabsetzung des Google-Rankings auswirken. Project Owl soll zudem bei der Autovervollständigen-Funktion der Google-Suche greifen. Hier will der Konzern künftig Hassrede, Bedrohung oder Diskriminierung aus den vorgeschlagenen Begriffen entfernen. Nutzer können hierfür anstößige Begriffe melden und bewerten.

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