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Prognose: 2018 sterben mehr Menschen im Straßenverkehr

27.12.2018 | 13:30 Uhr | Hans-Christian Dirscherl

Laut einer Prognose des ADAC werden 2018 3285 Menschen im Straßenverkehr sterben. Besonders eine Gruppe ist gefährdet.

Allen modernen Fahrerassistenz- und Notbremssystemen zum Trotz: Die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland wird laut einer aktuellen Prognose des ADAC im Jahr 2018 um 3,3 Prozent auf 3.285 steigen. Im Vorjahr waren 3.180 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen. Ob sich diese Prognose für 2018 bewahrheiten wird, bleibt allerdings abzuwarten. Denn für 2017 hatte der ADAC 3215 Tote vorausgesagt – tatsächlich wurden es aber zum Glück „nur“ 3180.

Auch die Zahl der Unfälle mit Personenschäden wird demnach von 2017 auf 2018 etwas zunehmen: Wurden im Vorjahr rund 303.000 Unfälle registriert, rechnet der ADAC für 2018 mit rund 309.000 – ein Plus von 2,2 Prozent. Die Zahl der Verunglückten wird von 393.000 auf voraussichtlich 400.000 steigen. Nahezu unverändert ist die Bilanz bei den polizeilich erfassten Unfällen: Deren Zahl wird 2018 voraussichtlich bei 2,64 Millionen liegen.

Zumindest Autofahrer leben aber etwas sicherer: Während die Zahl der getöteten Pkw-Insassen und der Fußgänger gegenüber dem Vorjahr leicht gesunken ist, fällt vor allem ein Anstieg der ums Leben gekommenen Radfahrer auf. Probleme bereiten laut ADAC der demografische Wandel und die wachsenden Zahl älterer Menschen, die am Verkehr teilnehmen. Aufgrund des höheren Lebensalters haben sie ein größeres Risiko für Verletzungen. Gleichzeitig steigen immer mehr Senioren aufs Fahrrad und nutzen dabei häufig Pedelecs und E-Bikes, so der ADAC.

3206 Verkehrstote waren es übrigens im Jahr 2016. Die Zahl der Toten war seit Anfang der 1970er-Jahre – damals starben mehr als 21.000 Menschen auf den Straßen – bis zum Jahr 2010 kontinuierlich gesunken. 2012 waren dann 3606 Menschen auf den Straßen gestorben. 2013 gab es 3339 Verkehrstote, 2014 waren es 3377 Tote. Im Jahr 2015 starben mit 3475 Toten aber wieder mehr Menschen im Straßenverkehr.

3215 Menschen sterben 2017 vermutlich im Verkehr

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