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Animationspfade in PowerPoint: So wird Ihre Präsentation lebendig

28.02.2017 | 08:39 Uhr |

Mit Animationspfaden werden Ihre PowerPoint-Präsentationen lebendig wie nie. Wir zeigen Ihnen, wie Sie sie integrieren.

PowerPoint-Präsentationen sind meist statisch. Dabei können eigens eingerichtete Animationen selbst die ödeste Slideshow zu einem optischen Highlight werden lassen. Früher war dieser Vorgang sehr mühselig, mittlerweile ist das dank der „Animationspfad“-Funktion aber viel einfacher in der Handhabung geworden. Wir zeigen Ihnen, wie es geht.

Ein Objekt erstellen

Zunächst müssen Sie für Ihre Slideshow entweder ein Objekt erstellen oder eines aus der Clipart-Sammlung von Ihrer Festplatte hinzufügen.

Öffnen Sie PowerPoint und erstellen Sie eine neue Präsentation. Färben Sie den Seitenhintergrund dunkelblau.

Wählen Sie aus dem Menü der vorgefertigten Objekte eine Sternform aus. Erstellen Sie durch Drücken und Halten der linken Maustaste einen Stern in Ihrer Präsentation.

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Klicken Sie nun auf das Objekt, das Sie animieren wollen (in unserem Fall den Stern).

Wechseln Sie in den Reiter Animationen und dort unter „Erweiterte Animation“ den Button „Animation hinzufügen“.

Scrollen Sie im Menüfenster nach unten zu den Animationspfaden. Wählen Sie dort entweder einen Pfad aus der kleinen Liste aus oder klicken Sie auf „Weitere Animationspfade“ für noch mehr Auswahl.

Wenn Sie das Auswahlfenster an eine unauffällige Stelle in der Präsentation verschieben, haben Sie einen besseren Blick darauf, wie sich die Animation auf Ihren Stern auswirkt. Probieren Sie sich einfach durch.

Legen Sie fest, welche Animation Sie benutzen wollen.
Vergrößern Legen Sie fest, welche Animation Sie benutzen wollen.

Sobald Sie sich für einen Animationspfad entschieden haben, wird der Weg des Objekts auf dem Bildschirm durch eine Linie dargestellt. Wenn Sie den Pfad größer, länger, schmaler oder kürzer haben wollen, schnappen Sie sich die Ecke mit dem roten Pfeil und verändern den Pfad in das gewünschte Maß.

Klicken Sie oben im Ribbon-Menü auf „Animationsbereich“, damit sich dieser auf der rechten Bildschirmseite öffnet. Klicken Sie bei dem markierten Objekt („Stern mit 5 Zacken“) anschließend auf den Button „Wiedergeben ab“, um sich die bisher erstellte Animation anzusehen.

Der Animationsbereich offenbart weitere Einstellmöglichkeiten
Vergrößern Der Animationsbereich offenbart weitere Einstellmöglichkeiten

Wenn Sie mit der Maus über das im rechten Bereich markierte Objekt fahren, werden Ihnen alle Animationseigenschaften angezeigt, die Sie bisher festgelegt haben. In unserem Fall beispielsweise: „Beim Klicken Diagonal nach unten rechts: Stern mit 5 Zacken 3“.

Ein Klick auf den nach unten gerichteten Pfeil rechts neben der Information bringt Sie in das Untermenü für Timing und Effekte. Hier haben Sie verschiedene Einstellmöglichkeiten. Wir werfen zunächst einen Blick in das Untermenü „Anzeigedauer“.

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Start : Diese Optionen beinhalten „Beim Klicken“, „Mit Vorherigen“ und „Nach Vorherigen“. Das bedeutet, dass die Animation entweder beim Mausklick beginnt, zusammen mit einer vorherigen Animation, die bereits läuft oder nachdem eine vorherige Animation beendet wurde.

Verzögerung : Hier können verschiedene Sekunden eingestellt werden. Je nach Einstellung beginnt Ihre Animation also erst nach Ablauf einer gewissen Zeit. Sie können beispielsweise unter „Start“ die Option „Nach Vorherigen“ auswählen und im Timer eine Zeit von 2 Sekunden einstellen. Das ist essentiell, wenn Sie versuchen, zum Beispiel Audio-Einspielungen pro Folie zu timen.

Dauer : Hier legen Sie die Zeit, Länge und Geschwindigkeit der Animation in Sekunden fest. Besonders praktisch, wenn eine bestimmte Animation in Ihrer Präsentation sich zeitlich etwa einer Tonspur anpassen soll.

Wiederholen : Hier legen Sie die Menge an Wiederholungen fest, die Ihre Animation durchlaufen soll. Wahlweise sind einzelne Wiederholungen möglich oder auch die Einstellung, dass die Animation beispielsweise bis zum Ende der Folie weiter läuft.

Nach der Wiedergabe zurückspulen : Setzen Sie ein Häkchen in diese Checkbox, wenn das Objekt nach der Animation an seinen ursprünglichen Platz zurückkehren soll.

Trigger : Hier legen Sie fest, bei welchen Aktionen in der Slideshow die Animation ausgelöst werden soll. Standardmäßig ist hier „Animation als Teil der Klickreihenfolge“ ausgewählt.

Klicken Sie im Dropdown-Menü im Animationsbereich nun auf den nächsten Menüpunkt: „Effektoptionen“. Auch hier haben Sie wieder zahlreiche Einstellmöglichkeiten.

Die perfekte Animation erfordert noch Feinjustierung.
Vergrößern Die perfekte Animation erfordert noch Feinjustierung.

Pfad : Hier haben Sie die Wahl zwischen „gesperrt“ und „nicht gesperrt“. Nicht gesperrt bedeutet, dass sich der Pfad mit dem Objekt zusammen bewegt, wenn dieses im Slide verschoben wird. Ein gesperrter Pfad bleibt beim Verschieben an Ort und Stelle.

Gleiten Start/ Gleiten Ende : Sie können Ihrer Animation entweder einen vollen Schieberegler bei Start oder bei Ende gönnen – nicht jedoch bei beidem. Je nachdem, wieviel Zeit hier eingestellt wurde, verfällt die Animation gegen Ende (oder am Anfang) in eine Art Slow Motion. Sind beide Schieberegler auf Null, läuft die Animation zu jedem Zeitpunkt gleichmäßig schnell ab.

Springen Ende : Eine lustige, kleine Funktion, die hält, was ihr Name verspricht – das Objekt hüpft am Ende der Animation ein paar Mal auf und ab. Ähnlich wie ein Ball, der auf den Boden geworfen wird.

Automatisch umkehren : Eine sehr praktische Funktion, die die Animation nach dem Ende wieder rückwärts laufen lässt.
Auch unter dem Menüpunkt „Erweiterungen“ finden Sie weitere Optionen.

Sound : Insbesondere, wenn die Präsentation für sich sprechen muss (etwa weil kein Vorträger da ist), sind Effektgeräusche und Musik ein probates Mittel, Ihre Präsentation zu etwas Besonderem zu machen. Einige Soundeffekte lassen sich im Dropdown-Menü einstellen.

Um eine Vortragsstimme oder ganze Musikstücke einzufügen, wechseln Sie dagegen in den Reiter „Einfügen“ und klicken dort auf den Button „Audio“ Wählen Sie dann zwischen „Audio auf meinem PC“ oder „Audio aufnehmen“. Suchen Sie das passende Soundfile von Ihrem Computer und klicken Sie dann auf „Einfügen“.

Nach Animation : Eine Funktion, die festlegt, was mit Ihrem Objekt nach der Animation passieren soll. Hier gibt es Einstellmöglichkeiten wie Farben (und „weitere Farben“), „Nicht abblenden“, „Nach Animation ausblenden“ und „Mit nächstem Mausklick ausblenden“.

Text animieren : Diese Funktion ist nur verfügbar, wenn Ihre Animation einen Text (oder zumindest einzelne Buchstaben) enthält. Benutzen Sie diese Option, wenn die Animation nur einzelne Buchstaben oder Wörter betreffen soll. Wenn Sie beispielsweise die Option „Zeichenweise“ wählen, wird Ihr eingefügtes Wort Zeichen für Zeichen von A nach B bewegt. Die Prozentzahl unterhalb des Dropdown-Menüs legt fest, wie lang die Verzögerung zwischen den einzelnen Animationen sein soll.

Video: Diese PowerPoint-Animationen nutzen die Profis

Um jetzt Ihre ganz eigene Präsentation zu meistern, öffnen Sie einfach PowerPoint und probieren Sie es durch. Fügen Sie probeweise ein paar Objekte hinzu, versehen Sie sie mit Animationseffekten Ihrer Wahl, zeichnen Sie neue Animationspfade und finden Sie heraus, was passiert. PowerPoint mag nicht so mächtig sein wie reine Animationsprogramme im Stil von Flash, Maya oder Adobe Animate – aber gerade für Einsteiger und typische Alltagsaufgaben erfüllt es seinen Zweck.

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