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Polizei warnt vor gefälschten Rechnungen per Mail

28.06.2018 | 10:20 Uhr |

Die Polizei von Niedersachsen warnt vor einer „massiven Welle von gefälschten Rechnungen“, die Internet-Betrüger per Mail verschicken. Im Anhang der angeblichen Rechnungsmails befindet sich Schadsoftware

Die Polizei von Niedersachsen warnt vor einer „massiven Welle von gefälschten Rechnungen“, die Internet-Betrüger per Mail verschicken. Im Anhang der angeblichen Rechnungsmails befindet sich Schadsoftware, wie die Polizei erklärt.

Mails mit angeblichen Rechnungen sind keine neue Gefahr, diese Betrugsmasche kursiert schon seit einigen Jahren. Doch jetzt stellt das Landeskriminalamt Niedersachsen „erneut eine massive Zunahme dieser Mails fest“. Dabei seien die Art der Aufmachung und die Behauptung nahezu gleich geblieben, erfahrene Internetnutzer sollten die Masche also mittlerweile kennen.

Die Betrüger schreiben die Mailempfänger persönlich mit Namen an. Sie behaupten, dass eine Zahlung nicht korrekt verbucht werden konnte. Bei Nichtzahlung drohen sie mit einem Mahnbescheid beziehungsweise der Abgabe an ein Gericht. Das Wichtigste: Die vollständige Kostenaufstellung sei dem beigefügten Anhang zu entnehmen.

Der Anhang, in der Regel eine Zip-Datei, enthält jedoch Schadsoftware, wie die Polizei warnt. Dementsprechend dürfen Sie den Anhang nicht öffnen! Auch dann nicht, wenn Sie einen aktuellen Virenscanner verwenden. Denn laut der Polizei von Niedersachsen sei noch nicht jede Antiviren-Software derart aktualisiert, dass sie die Gefahr erkennen könne.

Wie fast immer gilt, dass die Schadsoftware aus dem Zip-Anhang in der Regel nur Windows-Rechner infizieren kann. Mac-OS-Nutzer und erst recht Linux-Nutzer sollten durch diese Angriffswelle nicht gefährdet sein.

Wenn Sie eine derartige Mail erhalten, dann löschen Sie diese sofort, ohne den Mailanhang zu öffnen.

Die Täter nutzen diverse Absender-Adressen und Firmennamen. Zum Teil sind dies auch tatsächlich existierende Firmennamen, deren Namen durch die Täter lediglich missbraucht werden.

Hier einige Beispiele für die missbrauchten Absender-Adressen:
Bank-Pay AG rechnung@bank-pay.com

Online Payment AG info@onlinepayment.de

Paydirect GmbH service@paydirect.com

Paydirect Co. KG service@paydirect.org

Online Payment Limited & Co. KG billing@onlinepayment.org

Directpay GmbH support@directpay.de

Online Pay GmbH billing@onlinepay.com

Giropay Co. KG support@giropay.org

Sofortüberweisung eG info@sofort.com

Typische Betreffzeilen sind :
1) Lastschrift konnte nicht vorgenommen werden
2) Automatische Lastschrift konnte nicht durchgeführt werden
3) Ihr angegebenes Girokonto ist nicht ausreichend gedeckt
4) ...unbeglichene Rechnung Buchung...

Und so können die Texte in den Mails zum Beispiel aussehen:
Sehr geehrte/r xxxxxx xxxxxxxxx,
leider konnte Ihre Überweisung an Giropay Co. KG nicht verbucht werden. Damit fordern wir Sie erneut auf, den offenen Betrag sofort bis zum 28.06.2018 zu bezahlen. Falls wir bis zum genannten Datum keine Zahlung bestätigen, sehen wir uns gezwungen, Ihre Forderung an ein Gericht abzugeben. Sämtliche damit verbundenen Kosten gehen zu Ihrer Last.
Die detaillierte Forderungsaufstellung Nr. xxxxxxxxxx, der Sie alle Buchungen entnehmen können, befindet sich im Anhang. Aufgrund des andauernden Zahlungsrückstands sind Sie gezwungen, außerdem die entstandenen Kosten von 5,56 Euro zu tragen.
Um zusätzliche Mahnkosten auszuschließen, bitten wir Sie, den fälligen Betrag auf unser Konto zu überweisen. Berücksichtigt wurden alle Buchungen bis zum 22.06.2018. Bei Rückfragen erwarten wir eine Kontaktaufnahme innerhalb von drei Werktagen.
Mit verbindlichen Grüßen Giropay Co. KG

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