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Polizei warnt vor gefälschten Apple-Mails zum Identitätsklau

08.02.2018 | 10:55 Uhr |

Betrüger im Internet werden immer raffinierter, so wirken auch gefälschte E-Mails inzwischen fast wie echt. Auf keinen Fall darauf reinfallen, warnt jetzt die Polizei.

Aktuell weist die Polizei Niedersachsen auf ihrer Website ” Ratgeber Internetkriminalität ” vor gefälschte Abo-Rechnungen für Musik-Dienste, die man als Apple-Nutzer nach dem Kauf von Apps oder nach Abo-Rechnungen erhält und die täuschend echt aussehen. Ziel der Betrüger ist es, die Zugangsdaten der Apple-ID zu erbeuten, indem sie die Empfänger über einen gefälschten Link in der Mail auf eine ebenso gefakte, aber sehr gut nachgemachte Website von ”Apple” locken und dort zur Eingabe von Benutzernamen und Kennwort auffordern. Diese Daten fallen dann in die Hände der Cyberkriminellen.

Diese Art von Phishing ist sehr gefährlich, denn die Gangster können nun die Daten nutzen, um die zugehörigen Geräte zu sperren, diese zu löschen oder die Nutzer um Lösegeld zu erpressen. Auch der Zugriff auf in der Cloud gespeicherten Daten wäre denkbar, schreibt die Polizei weiter. Und selbstverständlich lassen sich damit auch Einkäufe über Apple tätigen, die dann der echte Apple-Nutzer zu bezahlen hat.

Der fragliche Link kann sich auch in einer angehängten PDF-Datei befinden. Auch wir haben zuletzt über verschiedene Nutzerkonten solche E-Mails erhalten. Dabei kann es um die Verlängerung eines Abonnements gehen, oder es wird behauptet, es habe einen Fremdzugriff gegeben, oder es sei einfach die erneute Autorisierung der eigenen Daten erforderlich. Eine Mail behauptete gar: ”Your Apple ID has been locked.”

Hinweise auf Fälschung sind beispielsweise, wenn die E-Mail an deutsche User plötzlich von Apple in englischer Sprache erscheint. Auch hilft es oft, den Absender der E-Mail unter ”Details” genauer zu betrachten, dieser hat dann mit der Apple-Domain nichts gemein (Beispiel: ”apple@mail2.booking.com.com”). Auch andere Szenarien sind denkbar, auf jeden Fall unbedingt wachsam sein. Sollte man bereits in die Falle getappt sein, rät die Polizei dazu, unverzüglich den Apple-Support zu kontaktieren und bei der lokalen Polizeianzeige zu erstatten. Außerdem liegt es auf der Hand, sofort seine Zugangsdaten abzuändern und, falls noch nicht geschehen, die Zweifaktor-Authentifizierung einzurichten .

Selbstverständlich sind nicht nur Apple-Nutzer von solchen Phishing-Mails betroffen, auch Accounts bei Amazon und vielen anderen sind bei den Cyberkriminellen beliebt, auch die vorgebliche Verlängerung des Abonnements eines Musikstreaming-Dienstes (zum Beispiel Deezer oder Soundcloud) geht gerade herum. Im Zweifel niemals auf einen Link klicken, sondern die entsprechende Website im Browser eingeben und sich direkt einloggen.

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